Laut Pfarrer Lomberg war der diesjährige Empfang der Bürgermeisterin für die Hattersheimer Sternsinger ein Jubiläum: zum zehnten Mal hatte die Stadt die Kinder und Jugendlichen aus allen Stadtteilen zum Dreikönigs-Empfang eingeladen. In diesem Jahr waren die Sternsinger unter dem Motto „Klopft an Türen, pocht auf Rechte!“ unterwegs. Gemeint waren damit vor allem die Rechte von benachteiligten oder gar misshandelten Kindern auf ein besseres Leben in Ländern wie zum Beispiel Nicaragua. Darüber wurde zuvor im Gottesdienst gesprochen, auch einen Film zu diesem Thema hatten die Sternsinger sich angeschaut. „Misshandlung ist zwar ein ganz internationales Thema“, sagte Dr. Schneider, der die Lieder mit den Hattersheimer Sternsingern einstudiert hatte, „aber in dem Film haben wir auch gesehen, dass dort, wo es zum Beispiel Häuser gibt, in denen Straßenkinder eine Bleibe finden können, schon viel geholfen werden kann.“ Vor allem Einrichtungen, in denen Kinder so stark und selbstbewusst gemacht werden, um sich selbst vor Übergriffen schützen zu können, sollen mit den diesjährigen Spenden unterstützt werden. So haben die Sternsinger 2012 nicht nur die wichtige Aufgabe, den Segen und gute Wünsche in jedes Haus zu bringen, sie machen auch mit Liedtexten wie „Wir sind die Stimmen der Kinder, die ganz am Rande stehen, wir sind die Füße der Kinder, die keinen Weg mehr gehen“ auf ihre benachteiligten Altersgenossen aufmerksam. Sie möchten erreichen, dass Menschen, denen es besser geht, mit den Bedürftigen teilen: „Helft auch ihr mit euren Gaben, dass Kinder eine Zukunft haben!“
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Rubrik: Hattersheim
18.01.2012
Sternsinger trotzen Sturm und Regen
Bürgermeisterin Köster lobt vorbildliches Engagement – Erlös für bedürftige Kinder in Nicaragua
Bürgermeisterin Antje Köster zeigte sich beeindruckt davon, wie viele Kinder und Jugendliche sich über Gleichaltrige, denen es nicht so gut geht wie ihnen selbst, Gedanken machen und als Sternsinger trotz Wind und Wetter durch die Stadt ziehen, um für Kinder in Nicaragua zu sammeln. „Es wäre so schön, wenn christliche Nächstenliebe nicht nur in der Kirche ihren Platz hat. Sie sollte eigentlich überall gelebt werden“, wünschte sich Köster in ihrer Ansprache. „Ich hoffe, dass der Gedanke daran, wie es denn den anderen nebenan geht, uns alle das ganze Jahr hindurch begleitet.“ Der Empfang der Sternsinger an ihrem ersten Arbeitstag nach den Feiertagen sei ein wichtiger Termin, sie wolle die Hattersheimer Kinder und Jugendlichen ausdrücklich dabei unterstützen, für Kinder zu sammeln, denen es nicht so gut geht wie ihnen, betonte die Bürgermeisterin. „Erwachsene sollten dafür sorgen, dass es Kindern gut geht“, brachte es Köster auf den Punkt. Zur Bekräftigung ihrer Worte warf sie im Namen der Stadt sogleich einen Obolus in die Spendendose. Für jeden einzelnen Sternsinger gab es aus ihren Händen auch eine kleine Anerkennung: jeder durfte sich über einen kleinen Spiralblock mit einem interessanten und unterhaltsamen „Schokoladen-Quiz“ freuen.
Pfarrer Lomberg konnte mit einer guten Mitteilung über den Inhalt der Sternsinger-Dosen im Jahr 2011 bekräftigen, dass sich die Mühen auch tatsächlich lohnen. „Im letzten Jahr haben die Sternsinger in Hattersheim 10.000 Euro insgesamt gesammelt“, gab er stolz bekannt. Das ist eine Summe, die sich sehen lassen kann, dafür zieht man als Sternsinger gerne die Mütze unter der Krone wieder fest auf den Kopf und macht sich – körperlich und geistig frisch gestärkt – wieder auf den Weg in die nassen und windigen Straßen der Stadt.

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