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Ein Treffpunkt mit Atmosphäre

Hattersheimer Kirchenladen ist umgezogen – Neuer Standort gegenüber der Kirche St. Martinus

Trotz des kleineren Raums ist das Team des Hattersheimer Kirchenladens (hier stellvertretend v.l. Wolfgang Bluhm, Carola Theinl, Rita Eckert und Eva Sprenger) zufrieden mit dem neuen „Lädchen mit Atmosphäre“ Am Kirchgarten 3 in der Fußgängerzone: Das ganze Sortiment konnte untergebracht werden und die Kunden können wie gewohnt in schönem Ambiente begrüßt und beraten werden.
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Foto: A. Kreusch)

HATTERSHEIM (ak) – Seit Montag, 23. Juli, ist der Hattersheimer Kirchenladen nicht mehr wie in den letzten 14 Jahren in der Frankfurter Straße, sondern direkt gegenüber der Kirche St. Martinus zu finden. Der Umzug war wegen geplanter Umbau- und Sanierungsarbeiten des Gebäudes und Umstrukturierungsplänen der Hattersheimer Filiale der Taunus Sparkasse notwendig geworden. „Der Kirchenladen findet im neuen Konzept der Filiale keinen Platz mehr, wir wurden um einen zeitnahen Auszug gebeten“, erzählt Eva Sprenger, die Geschäftsführerin des Kirchenladens.

Für den Umzug haben in der Woche davor die 18 Ehrenamtlichen des Kirchenladens viele Kartons gepackt und Regale abgebaut. Dass man der Kündigung zum Jahresende mit einem Auszug schon Ende Juli Rechnung trug, wurde von der Immobiliengesellschaft der Taunus Sparkasse damit belohnt, dass von ihr eine Umzugsfirma beauftragt wurde, welche die Ladeneinrichtung an ihren neuen Platz brachte.

„Wir haben offenbar alles gut eingepackt, es ist nichts kaputtgegangen“, freuten sich Rita Eckert, Carola Theinl und Wolfgang Bluhm zusammen mit Eva Sprenger am Montagmorgen, als man sich schließlich ganz gut auf den nun nur noch 30 Quadratmetern Ladenfläche eingerichtet hatte. „Wir Frauen haben die Kartons ausgepackt und die Männer haben die Regale aufgestellt und dabei auch einige gute Raumsparideen umgesetzt. Das ist schon eine Umstellung“, erläuterte Eva Sprenger, „vorher hatten wir etwa 80 Quadratmeter. Trotz allem haben wir fast alles untergebracht, nur die großen Tische haben halt keinen Platz mehr hier.“ Aber schließlich war die Verkleinerung auch eine Sache des Mietpreises. „Wir arbeiten hier ja gerade kostendeckend und sind auf Zuwendungen angewiesen“, erklärt die Geschäftsführerin, „und die Räume hier nahe der Kirche und damit mit Bezug zu unserem Träger waren auch kurzfristig zu mieten. Das ist schon gut so für uns.“

So sind alle sehr froh darüber, dass man den Kunden immer noch das gleiche große Sortiment an fair gehandelten Produkten, christlicher Literatur, Kreuzen, Rosenkränzen, Bibeln, Gesangbüchern, Kerzen, Kinderbüchern und -spielen, Wein sowie Schmuck, Geschenkartikeln und Karten zu verschiedenen Anlässen anbieten kann. So bleiben alle Lieferanten, bei denen alles wie gewohnt innerhalb weniger Tage bestellt werden kann, erhalten, manche von ihnen haben auch schon versprochen, neue Drehständer für ihre Waren zu liefern, damit der neue kleinere Raum gut ausgenutzt werden kann. „Wir haben halt jetzt keinen Kirchenladen mehr, sondern ein Kirchenlädchen“, schmunzelte Carola Theinl, „aber die ersten Kunden haben sich schon gleich wohlgefühlt und gesagt: Das Lädchen hat Atmosphäre!“ Das bestätigte eine Dame, die am Montagmorgen eine Tasse als Geschenk im Kirchenladen aussuchte. „Die Lage ist doch toll. Hier geht man vorbei, wenn man auf den Markt geht, das Ärztehaus und die Apotheke sind gleich an der Ecke, wenn man nicht sowieso zu Fuß unterwegs ist, kann man sogar weiterparken wie gewohnt“, begeisterte sich die Dame.

Der „Durchgangsverkehr“ an Kunden ist schon jetzt zu merken, manche bleiben vor dem Schaufenster stehen und schauen interessiert herein. „Wir müssen jetzt nur noch werbemäßig ein bisschen was machen“, weiß Eva Sprenger trotzdem, „wir wollen die Außenwirkung noch verbessern. Man könnte vielleicht sogar im Sommer eine Bank oder Stühle unter die Arkaden stellen, damit unsere Kunden wie gewohnt beim Bücheraussuchen auch mal einen Kaffee oder ein Wasser trinken können.“ Die großzügige Sitzgruppe hat nämlich keinen Platz mehr im neuen Laden gefunden, aber immerhin zwei Sessel und ein kleiner Tisch laden auch drinnen immer noch zum Verweilen ein. „Es geht uns ja nicht nur ums Verkaufen, sondern auch um die Nähe zum Menschen, einladend zu sein ist uns wich- tig. Das ist auch im alten Laden gut angenommen worden und das wollen wir beibehalten“, bekräftigt die Geschäftsführerin, die es natürlich wie alle anderen Mitglieder des Kirchenladen-Teams ebenfalls bedauert, dass es für die „Mittwochsrunde“ der Frauen nun keinen Platz mehr gibt. „Aber die Runde konnte ins Barbarahaus ausgelagert werden, es hat sich eine Ehrenamtliche gefunden, die das dort organisiert und betreut – von dort sind es ja nur ein paar Schritte zu uns rüber, ganz sicher werden die Damen uns hin und wieder besuchen“, ist man sich sicher.

Überhaupt ist die neue Nähe zum Pfarrzentrum und zur Kirche schön für die Ehrenamtlichen des Kirchenladens, nicht nur wegen des Vogelgezwitschers, welches aus den großen Bäumen neben der Kirche durch die Ladentür zu hören ist.

In den nächsten Tagen stehen immer noch einige Arbeiten im neuen Domizil des Hattersheimer Kirchenladens an. „Wir brauchen noch eine schräge Ebene für Rollatoren, Rollstühle und Kinderwagen“, erklärt Eva Sprenger die Pläne für die nächste Zukunft, „damit man auch damit gut hier herein kann. Aber bis dahin machen wir das eben wie früher: Unsere Kunden machen sich einfach bemerkbar und wir helfen ihnen gerne die Stufen hinauf.“

Die Öffnungszeiten des Kirchenladens haben sich auch am neuen Standort Am Kirchgarten 3 nicht geändert: Von Montag bis Freitag ist jeweils von 9 bis 13 Uhr und von 15 bis 18.30 Uhr geöffnet, am Samstag von 9 bis 13 Uhr. Im Internet findet man die Webpräsenz des Kirchenladens unter www.kirchenladen-hattersheim.de.

 

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