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Weg für Schulkinder ist jetzt sicherer

Ampelanlage in der Rathausstraße durch Spende ermöglicht

Bürgermeister Klaus Schindling und Erster Stadtrat Karl-Heinz Spengler assistierten Gerd Herbert, als der das bunte Band durchschnitt.
(Foto: A. Kreusch)

 

HATTERSHEIM (ak) – Am Freitag, 28. April, wurde die Ampelanlage am Schulkinderhaus in der Rathausstraße offiziell in Betrieb genommen: Bürgermeister Klaus Schindling und Erster Stadtrat Karl-Heinz Spengler assistierten dem Spender Gerd Herbert aus Eddersheim dabei, als er umringt von vielen Kindern das über die Straße gespannte bunte Kreppband durchschnitt.

Hattersheimer Schulkinder, die in der Rathausstraße betreut werden, müssen hier die Straße queren, wenn sie von der Robinsonschule oder vom „alten“ Schulkinderhaus in die neuen Räume im ehemaligen Rathaus wollen. Zwar war an der Stelle, an der jetzt die Ampel für Sicherheit sorgt, schon vorher ein Zebrastreifen angebracht, und auch Fahrbahnschwellen sollten die Geschwindigkeit der durchfahrenden Autos bremsen. Doch die Eltern der Schulkinder hatten eine Ampellösung an dieser Gefahrenstelle schon immer für weitaus besser angesehen. 

Auch Bürgermeister Schindling hätte die Lösung am liebsten gleich umgesetzt: „Ich möchte die Situation hier nicht haben, dass einmal etwas passiert und ein Kind angefahren wird“, erklärte er auch während der kleinen Feier am Ampelübergang noch einmal. Als Schutzschirm-Gemeinde war allerdings die Finanzierung für die Stadt Hattersheim nicht so leicht umzusetzen – bis Gerd Herbert aus Eddersheim von der Sachlage erfuhr. „Wenn das für die Kinder ist, dann mach‘ ich das!“, erklärte dieser nämlich spontan, als ihn Bürgermeister Schindling einmal besuchte, und spendete 10.000 Euro für das Ampelprojekt.

Die neue Signalanlage ist mit einem akustischen Signal für Sehbehinderte ausgestattet und beinhaltet einen Radar-Detektor, der die normale Grünphase von acht Sekunden auf maximal zwanzig Sekunden verlängert, wenn eine Gruppe die Rathausstraße quert. Weiter sorgen langlebige stromsparende LED-Signalgeber dafür, dass jährlich lediglich etwa 470 Kilowattstunden Strom verbraucht werden und sich die Wartungskosten auf 700 Euro pro Jahr beschränken.

Gerd Herbert freute sich sichtlich darüber, bei der Ampeleinweihung so viele fröhliche Schulkinder zu sehen, die sogar mit ihren Betreuern zusammen eine kleine Ampel für ihn zur Erinnerung an diesen Tag in ihrer Holzwerkstatt gebastelt hatten. Diese übergaben die Kinder und Sabrina Marosch, die stellvertretende Leiterin des Hattersheimer Schulkinderhauses, zusammen mit einer blühenden Topfpflanze als Dank.

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