Es sind die Klagen der Stadtverwaltung von Hattersheim. Einer Stadt, die geographisch gesehen die beste infrastrukturelle Anbindung hat, die man sich überhaupt vorstellen kann. S-Bahnanschluss nach Frankfurt und Wiesbaden, zwei Autobahnauffahrten, 15 Minuten Entfernung zu Europas größtem Flughafen und in einer der drei reichsten Landkreise gelegen, mit der höchsten Kaufkraft in ganz Deutschland.
In diesem Zusammenhang lohnt es sich, hier vielleicht einmal einen Blick auf die Entscheidung des Rathauses bei der Neubesetzung des Postens der Wirtschaftsförderung zu werfen. Herr Schwarz, dem man nur die beste Intention unterstellen kann, ist bisher vor allem für sein Engagement gegen den Flughafenausbau aufgefallen. Das hat für einen Wirtschaftsförderer ungefähr die gleiche Qualität, als würde man einen überzeugten Vegetarier oder noch besser gleich einen Veganer zum Vertriebschef der fleischverarbeitenden Industrie machen. Verschärfend kommt hinzu, dass Herr Schwarz seine Tätigkeit nicht mit der Förderung von Wirtschaftsansiedlung begonnen hat, sondern mit einem berufsbegleitenden Studium zum Wirtschaftsförderer. Es ist daher davon auszugehen, dass er ein Anfänger auf diesem Gebiet ist. Eigentlich sollte man annehmen, dass, wenn man so das Feuer auf dem Dach hat wie Hattersheim, man versuchen würde, die Stelle bestmöglich mit einer erfahrenen Kraft zu besetzen. Idealerweise mit einer entsprechenden Liste von Erfolgen im Gepäck.
Die Art wie hier das brennendste Problem der Stadt angegangen wird, ist nur ein Beispiel, aber zumindest vielleicht eine plausible Erklärung, warum Hattersheim trotz der nahezu perfekten Vorausetzungen da steht, wo es jetzt angekommen ist. Es zeigt vor allem, dass es die handelnden Akteure hier im Rathaus sind, welche die Verantwortung für die finanzielle Situation tragen, und nicht irgendwelche Finsterlinge, die hier im Verborgenen die Drähte ziehen. Die Stadtverwaltung muss sich endlich aufraffen und nicht länger irgendwelchen kruden Verschwörungstheorien anhängen.
Peter Pilz, Bergstraße 21
FDP-Pressesprecher
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