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Fertigstellung nach 40 Jahren Einweihung des Keltenpfads: Neue Fußwegeachse verbindet Innenstadt mit der Heinrich-Böll-Schule

Einweihung des Keltenpfads: Bürgermeister Klaus Schindling durchschnitt zusammen mit Hildegunde Henrich vom Landschaftsarchitekturbüro Grün + Stadtplanung aus Liederbach das symbolische Band zur Eröffnung.

Einweihung des Keltenpfads: Neue Fußwegeachse verbindet Innenstadt mit der Heinrich-Böll-Schule

Schon an den Tagen vor seiner offiziellen Eröffnung am Mittwoch, 15. Januar, wurde der Keltenpfad in Hattersheim von Fußgängern gut genutzt, und insbesondere zur Einweihung war er dank des erstaunlich sonnigen und milden Wetters besonders stark frequentiert. Dies passte gut ins Bild, denn die Stadt Hattersheim hatte eingeladen zu einer kleinen Eröffnungszeremonie, die zu Kaffee, Tee und Wasser auch Gelegenheit für gute Gespräche bot. Der Umweltschutz wurde dabei groß geschrieben: Im Sinne der Abfallvermeidungssatzung feierte der "MainBecher" in Hattersheim Premiere. Kein Plastik, hergestellt aus wiederverwertbarem Material und Teil eines gleichnamigen Pfandsystems.

Mit der Einweihung des Keltenpfades durch Bürgermeister Klaus Schindling konnte nun die Fertigstellung eines lang verfolgten Projektes gefeiert werden. Bereits vor 40 Jahren hatte die Stadt Hattersheim das erste Grundstück für den Bau dieser Wegeachse erworben. Die kleine Grünanlage parallel zur Grabenstraße – zwischen Leonhardstraße und Albanstraße – war der erste Bauabschnitt, der 1999 realisiert werden konnte. 2009 konnte dann der Keltenpark eingeweiht werden, der die fußläufige Verbindung zwischen Dürerstraße und Leonhardstraße bildet. Und ein Jahr später erwarb die Stadt schließlich das letzte fehlende Teilstück für die Wegeachse zwischen Dürerstraße und Hauptstraße, als das Grundstück Albanstraße 27 verkauft wurde und der Weg parzelliert werden konnte. So hätte 2010 der Bau eigentlich beginnen können, doch mittlerweile fehlten die finanziellen Mittel für die Umsetzung.

Im Sommer 2017 hatte Hessen Mobil ein Programm zur Förderung der Nahmobilitat aufgelegt und die Stadtverwaltung das große Glück, dass die Planung für den Keltenpfad quasi in der Schublade lag. So gehörte die Stadt Hattersheim zu den Ersten, die einen Förderantrag stellen konnte. Dank Hessen Mobil, die das Projekt mit einer Förderquote von 70 Prozent bezuschussten, war es jetzt möglich, die Wegeachse zu vervollständigen.

Hessen Mobil zählte daher auch zum Kreise derer, denen der Bürgermeister für die erfolgreiche Fertigstellung des Keltenpfads besonderen Dank aussprach. Er bedankte sich außerdem bei Thomas Kettenbach, dem Leiter des Referats für Bauen, Planen und Umwelt. Er und seine Mannschaft hätten die schnelle Umsetzung des Projekts vorangetrieben, begleitet und initiiert. Weiterhin wurde den Stadtverordneten Dank zuteil, die durch Gremienbeschlüsse die notwendigen Voraussetzungen geschaffen hatten, sowie dem Landschaftsarchitekturbüro Grün + Stadtplanung aus Liederbach.

Die Gesamtkosten der Maßnahme betrugen circa 300.000 Euro, der Bau ist noch nicht schlussgerechnet. Der Lückenschluss zur Hauptstraße ist etwa 200 Meter lang, die Wegebreite beträgt im Mittel 2,50 Meter. Mit dem Bau wurden die Straßenquerungen behindertengerecht umgebaut.

Die Bedeutung dieses Weges liegt auf der Hand: An dieser Wegeachse liegen verschiedene soziale Einrichtungen, wie die Heinrich-Böll-Schule und die EVIM Behinderteneinrichtung Schlockerhof an der Dürerstraße, das Seniorenzentrum der EVIM am Keltenpark und auf der anderen Seite die Hattersheimer Robinsonschule mit dem Schulkinderhaus Rathausstraße.

Allen Bürgerinnen und Bürgern steht nun eine barrierefreie und direkte Fußwegeverbindung abseits der Straßen zur Verfügung. Vor allem die Bewohnerinnen und Bewohner des Seniorenzentrums hatten bemängelt, die Stadtmitte und Nahversorgungseinrichtungen nur über zu schmale und nicht behindertengerechte Wege erreichen zu können.

Bürgermeister Klaus Schindling äußerte sich stolz darüber, dass es gelungen sei, mit dem jetzigen Lückenschluss eine 770 Meter lange barrierefreie Wegeachse in die Innenstadt zu schaffen. Man habe sich auf die Fahnen geschrieben, die Nahmobilität zu stärken, Fußläufigkeit und Fahrradfahren attraktiv zu machen. Wege zu schaffen, die es erlauben, das Auto stehen zu lassen.

"Darauf werden wir uns aber nicht ausruhen. Im nächsten Schritt werden wir die parallel verlaufende Weingartenstraße als Fahrradstraße ausweisen. Hattersheim hatte 2017 als Pilotkommune den Nahmobilitätscheck durchgeführt. Daraus werden wir Projekte für alle drei Stadtteile entwickeln und umsetzen", kündigte Bürgermeister Klaus Schindling an.

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