Alljährliche Pflege der Nistkästen im Okrifteler Wäldchen am Samstag
Der Okrifteler Umweltschützer Willi Reinhart und seine Helfer werden am kommenden Samstag, dem 7. März, die rund zwei Dutzend Nistkästen im Okrifteler Wäldchen kontrollieren und reinigen. Sie treffen sich um 10 Uhr an der Radfahrerhalle. Interessenten, insbesondere Eltern mit Kindern, sind auch diesmal willkommen. Dabei ist festes Schuhwerk sehr zu empfehlen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, Kosten entstehen keine. Willi Reinhart ist erreichbar unter Telefon 06190/1685.
Es lässt sich nicht verleugnen: Der Frühling steht vor der Tür. Zahlreiche Kranichzüge haben schon unsere Region überflogen auf dem Weg nach Osten in ihre Sommerquartiere, und die ersten Störche basteln an ihren Nestern, um sie für die bald beginnende Brut vorzubereiten.
In den Parks und Gärten kann man eine ständig steigende Zahl von Singvögeln hören und sehen. Viele Menschen unterstützen diese nützlichen Piepmätze, indem sie ihnen Nistkästen anbieten. Den eigentlichen Nestbau besorgen zwar die Vögel selbst, nicht aber die Reinigung nach Abschluss der Brut. Das hat zur Folge, dass sich im Laufe der Zeit immer mehr Nistmaterial in den Kästen sammelt. Irgendwann sind sie so voll, dass sie nicht mehr benutzt werden können. Außerdem quartieren sich dort Parasiten ein, die den Vögeln schaden. Die Folge: Die Nistkästen müssen gereinigt werden. Die beste Zeit dafür ist der Spätherbst. Wer das im vergangenen Jahr versäumt hat, sollte es in den nächsten Tagen nachholen. „Mit einer schmalen Spachtel hole ich das Nistmaterial heraus und reinige dannn mit einer Drahtbürste den Innenraum“, so Bernd Zürn vom BUND Flörsheim. „Der Einsatz von Chemikalien oder mit Spülmitteln versetztem Wasser ist sicher wirkungsvoller, aber nicht zwingend erforderlich“, so seine Erfahrung aus mehreren Jahrzehnten.
"Fremdnutzung" durch Gartenschläfer
Seit einigen Jahren stößt man bei der Reinigung immer häufiger auf Nistkästen, die komplett gefüllt sind mit Nistmaterial. Das ist ein (fast) sicheres Zeichen dafür, dass es sich hier um ein Gartenschläferüberwinterungsquartier handelt. Eng zusammengerollt verschlafen die kleinen „Zorros“ mit dem schwarzen Augenstreif dort den Winter. „Bis zu vier von ihnen habe ich schon in einem Kasten gefunden“, so Bernd Zürn. Er empfiehl, in solchen Fällen den Kasten wieder zu verschließen und ihn erst im Herbst zu reinigen.


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