Am Mittwochnachmittag (12. August) eilten zahlreiche Einsatzkräfte zu einem größeren Vegetationsbrand im Bereich zwischen dem Wasserwerk Hattersheim und den Weilbacher Kiesgruben im Einsatz. Um 15.45 Uhr wurden die Feuerwehren zu dem Brand alarmiert. Auf einer Fläche von rund 15.000 Quadratmetern standen Wiesen- und Waldflächen in Brand.
Bereits zu Beginn des Einsatzes brannten Wiesen- und Waldflächen gleichzeitig. Begünstigt durch den Wind breitete sich das Feuer auf beiden Flächen dynamisch weiter aus. Im Wald standen teilweise auch Bäume in Vollbrand. Das dichte und unwegsame Gelände erschwerte die Löscharbeiten erheblich.
Zur Brandbekämpfung wurden am Boden mehrere Wasserwerfer und Strahlrohre eingesetzt. Unterstützung aus der Luft erhielten die Einsatzkräfte durch einen Polizeihubschrauber mit Löschwasser-Außenlastbehälter ("Bambi Bucket"), der gezielt Löschwasser über dem Brandgebiet abwarf. Ein weiterer Polizeihubschrauber sowie zwei Drohnen unterstützten die Einsatzleitung bei der Lageerkundung aus der Luft.
Im Einsatz waren die Feuerwehren Hattersheim, Okriftel und Eddersheim, die von Einsatzkräften der Feuerwehren Bad Soden, Flörsheim, Kelkheim, Kriftel, Liederbach und Hofheim unterstützt werden. Insgesamt befanden sich mehr als 200 Einsatzkräfte im Einsatz. Auch das Deutsche Rote Kreuz OV Hattersheim war eingebunden und übernahm unter anderem die Versorgung der Einsatzkräfte.
Nachlöscharbeiten bis Mitternacht
Der Großeinsatz ging in der Nacht zu Donnerstag in die letzte Phase. Nachdem die weitere Brandausbreitung gestoppt werden konnte, konzentrierten sich die Arbeiten am Abend auf das Aufspüren und Ablöschen zahlreicher Glutnester. Zu Beginn der Nachlöscharbeiten unterstützte dabei erneut der Polizeihubschrauber mit gezielten Wasserabwürfen. Insbesondere im dicht bewachsenen und unwegsamen Waldgebiet waren anschließend umfangreiche Arbeiten mit Strahlrohren, Kettensögen und Handwerkzeugen erforderlich.
Gegen 22.30 Uhr konnten die überörtlichen Einsatzkräfte nach und nach aus dem Einsatz herausgelöst werden. Die Feuerwehren der Stadt Hattersheim am Main führten die Nachlöscharbeiten noch bis gegen Mitternacht fort.
Über Nacht verblieb ein Löschfahrzeug als Brandwache vor Ort. Vier Lichtanhänger leuchteten die Brandfläche während der Nacht aus. Die Brandwache kontrollierte das Gelände regelmäßig und musste dabei noch mehrere Brandnester ablöschen. Darunter befand sich auch eine erneut brennende Fläche von rund 40 Quadratmetern.
Einsatzende nach 18 Stunden
Am Donnerstagmorgen wurde das gesamte Brandgebiet erneut mit einer Drohne und Wärmebildkamera aus der Luft kontrolliert. Dabei konnten keine weiteren auffälligen Wärmequellen oder Glutnester festgestellt werden. Anschließend erfolgte der Rückbau der Einsatzstelle, der gegen 9.30 Uhr abgeschlossen werden konnte.
Für die Einsatzkräfte war die Arbeit damit jedoch noch nicht vollständig beendet: In den Feuerwehrhäusern liefen nun umfangreiche Reinigungs-, Prüf- und Wartungsarbeiten, um die eingesetzten Fahrzeuge und Geräte wieder vollständig einsatzbereit zu machen. Insbesondere die große Zahl der bei der Brandbekämpfung verlegten Schläuche musste gereinigt und geprüft werden.
Zur Sicherheit wurde das Brandgebiet am Donnerstagmittag nochmals mit einem Löschfahrzeug sowie einer Drohne mit Wärmebildkamera kontrolliert. Dabei konnten keine weiteren Glutnester oder auffälligen Wärmequellen festgestellt werden. Weitere Maßnahmen an der Brandstelle waren nicht erforderlich.
Weiterhin hohe Vegetationsbrandgefahr
Trockene Wiesen, Böschungen und Waldböden können sich leicht entzünden und Feuer kann sich insbesondere bei Wind innerhalb kurzer Zeit ausbreiten.
Die Feuerwehren bitten deshalb weiterhin um besondere Vorsicht:
- Kein offenes Feuer in Wald, Feld und auf trockenen Grünflächen entzünden - kein Grillen und kein Abflammen von Unkraut.
- Nicht in Wald und Flur rauchen und Zigarettenreste niemals achtlos wegwerfen.
- Fahrzeuge nicht auf trockenem Gras oder anderer trockener Vegetation abstellen. Heiße Fahrzeugteile können Brände verursachen.
- Zufahrten zu Wäldern, Feldern und Löschwasserentnahmestellen unbedingt für Einsatzfahrzeuge freihalten.
- Rauchentwicklungen und Vegetationsbrände frühzeitig über den Notruf 112 melden und den Brandort möglichst genau beschreiben.
- Eigene Löschversuche nur unternehmen, wenn dies ohne Eigengefährdung möglich ist.
Auch kleine Rauchentwicklungen sollten frühzeitig gemeldet werden. Je früher ein Vegetationsbrand erkannt und bekämpft wird, desto größer ist die Chance, seine Ausbreitung zu verhindern.




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