Immer besser in Schuss kommt in der Fußball-Hessenliga der FC Eddersheim. Als Gast des SC 1860 Hanau kamen die Gäste vor 400 Zuschauern zu einem ganz wertvollen 3:2 (2:1)-Auswärtssieg. Als entscheidender „Joker“ kristallisierte sich der eingewechselte Yannick Gutmann heraus.
Gutmann traf mit einem Flachschuss zum vierten Saisonsieg fünf Minuten vor dem Abpfiff. „Wir hatten ein ganz schweres Startprogramm, wären schon mit elf Punkten zufrieden gewesen. Jetzt stehen wir auf Platz drei mit bereits 14 Punkten“, strahlte der Erste Vorsitzende Erich Rodler nach dem „knappen, aber hochverdienten Sieg“.
Zunächst bestimmte in der ersten Halbzeit der bisher ohne Heimsieg gebliebene Hanauer Traditionsverein das Geschehen. FCE-Verteidiger Maximilian Thomasberger unterlief in einer Drangperiode der Hanauer ein klassisches Eigentor. Der FC Eddersheim besann sich jedoch schnell auf seine spielerischen Vorteile, konterte gegen die nun plötzlich zu passiven Gastgeber. Der mauritische Nationalspieler Angel Arthee umspielte gleich drei Gegenspieler, konnte kurz vor der Grundlinie quer legen und der aus dem Rückraum eingelaufene Luis Hesse vollendete nach 20 Minuten zum verdienten Ausgleich.
Die beiden Ex-Eddersheimer Dominik Wüst und Ibrahim Yilmaz kamen nur selten zur Geltung, aber ausgerechnet Yilmaz traf gegen seine alten Spielkameraden mit seinem bereits sechsten Saisontreffer. Der fiel allerdings erst nach dem erstmaligen Führungstreffer der Eddersheimer durch Don-Jason Onyejekwe. Einen Elfmeter verwandelte Jonas Kummer zum 2:1 für den Vizemeister.
Onyejekwe sah kurz nach der Halbzeit die Rote Karte nach einer Notbremse gegen Raitz. Nachdem Yilmaz das 2:2 markiert hatte, vergab der FC Eddersheim zunächst durch Seitz eine riesen Chance, kurz darauf Arthee eine weitere hochkarätige Einschusschance. So konnte man am Ende doch noch wenigstens nach dem Jokertor von Gutmann erleichtert aufatmen, zudem der FCE die letzten elf Minuten sicher über die Zeit brachte.
Am kommenden Sonntag (15 Uhr) empfängt der FC Eddersheim den VfB Marburg.
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