In der vorletzten Runde gab der Tabellenzweite Lorsch im Posthof sein Gastspiel. Der Wettkampf wird als schnellster Mannschaftserfolg der Ersten in den vergangenen Jahren in Erinnerung bleiben, denn bereits nach drei Stunden Spielzeit war alles vorbei. Nach frühen Punkteteilungen von Roger Fischer, Sebastian Lukas und Tabea Wilke meldete überraschend Tobias Makilla den vollen Punkt, nachdem er vorher mit Qualitätsopfer einige Risiken in Kauf nahm und nach einem groben gegnerischen Einsteller die Dame elegant fangen konnte. Auch Vincent Döhne gelang am achten Brett ein schneller Weiß-Sieg, nachdem sein Gegner nach vergebener Chance auf Materialgewinn kein Konzept mehr fand. Die Gäste boten aufgrund der fehlenden Perspektiven in den drei verbliebenen Stellungen jeweils Punkteteilungen an, was Wolfgang Gerstner, Mark Arnold und Malte Busch annahmen und die wichtigen zwei Mannschaftspunkte im Kampf um den Klassenerhalt damit gesichert waren.
Durch den Sieg und gleichzeitigen Niederlagen der direkten Konkurrenz klettert das Team auf den 6. Platz. Im entscheidenden letzten Spiel am 7. Mai beim Tabellenneunten Frankfurt-West müssen weiter Punkte für den Klassenerhalt gesammelt werden.
Auch im MTS-Pokal war Hattersheim 1 erfolgreich: Mit einem knappen, aber verdienten Erfolg gegen die leicht favorisierten Eppsteiner zog das Team beim Heimspiel im Posthof bereits in das Halbfinale ein, nachdem die Mannschaft in den ersten drei Runden spielfrei war. Es entwickelten sich spannende Partien, in denen sich Vorteile an den Brettern 2-4 andeuteten. Nach gegnerischem Qualitätsopfer und eigentlich guter Stellung streute Markus Klein an Brett 4 aber Tempoverluste ein, welche ihn zur Rückgabe der Qualität veranlassten. Nach einem Springereinschlag hätte sich Markus mit Minusbauer begnügen sollen, lief aber stattdessen nach Annahme des Opfers in die Mattfalle. Am Spitzenbrett stand Tobias Makilla nach der Eröffnung eher unbequem, doch das nach zahlreichen Vereinfachungen entstandene Turmendspiel war dann sogar leicht vorteilhaft für ihn. Vor der Zeitkontrolle wurde nach weiterem Auf und Ab leistungsgerecht Remis vereinbart. Zu diesem Zeitpunkt stand Sebastian Lukas an Brett 3 bereits glatt auf Gewinn, konnte den Vorteil dann etwas später als gedacht nach der Zeitkontrolle zum 1,5:1,5-Zwischenstand verwerten. Malte Busch griff nach der Eröffnung beherzt am Königsflügel an und wurde mit Qualitätsgewinn belohnt. Sein Gegner hielt die Stellung in der Zeitnotphase halbwegs zusammen und bot nach der Zeitkontrolle die Punkteteilung an, welche Malte trotz immer noch klar besserer Stellung mannschaftsdienlich zum Gesamterfolg annahm. Somit entschied die Berliner Wertung mit 5,5:4,5 zugunsten der Ersten. Im Halbfinale empfängt man im Posthof die erste Mannschaft des SC Flörsheim zum Mainderby.
Groß-Gerau 1 - SC Hattersheim 2 4:2
Für die Zweite stand ein schwerer Gang nach Groß-Gerau an, welche bereits vor diesem Spieltag die Meisterschaft der Bezirksklasse A feiern konnten. Umso schwerer war dieser Mannschaftskampf, da auch noch die ersten drei Stammspieler nicht zur Verfügung standen.
Besonders der krankheitsbedingte Ausfall am Spitzenbrett konnte nicht kompensiert werden. Somit stand es bereits vor Spielbeginn 1:0 für Groß-Gerau. Felix Gerstner war der Erste, der die Segel streichen musste. Danach erwischte es auch Hans-Joachim Hermes. Damit stand es frühzeitig 3:0 für Groß-Gerau. Tatjana Müller, eine Leihgabe der dritten Mannschaft, siegte in ihrem ersten Spiel für Hattersheim 2. Auch Sören Kreuter setzte sich gekonnt in einem Endspiel mit ungleichfarbigen Läufern durch. Plötzlich war der Anschluss geschafft und es stand nur noch 2:3. Eine Punkteteilung war noch möglich, doch dann lief Anna Rosmanitz in eine Springergabel und damit stand die Niederlage gegen den Favoriten fest.
Mit 5:11 Mannschaftspunkten belegt das Team weiterhin mit Platz 7 einen Nichtabstiegsplatz. Dieser soll im letzten Heimspiel gegen den Tabellenneunten Bad Soden 2 zementiert werden.
FFM-Griesheim 2 - SC Hattersheim 3 4,5:1,5
Mit dem Anspruch, etwas Zählbares aus Griesheim mitzunehmen, um den Traum vom Aufstieg am Leben zu erhalten, begann der Mannschaftskampf in nahezu Bestbesetzung. Dies war auch nötig, da die Griesheimer, welche letzte Saison gemeinsam mit Hattersheim aufgestiegen waren, sich erheblich verstärkt hatten. Die Partie von Klaus Winkler war die Erste, die endete. Mit einer Minusqualität im Endspiel hatte Klaus keine Chance und es stand 1:0 für Griesheim. Am Spitzenbrett konnte Sebastian Guttmann einen Fehler seines Gegners gekonnt ausnutzen und holte den vollen Punkt zum Gleichstand von 1:1. Heinrich Landman hatte nur den König, während sein Gegner noch einen Randbauern besaß. Mit viel Erfahrung gelang es Heinrich, seinem Gegner ein Patt abzuluchsen. Michael Döhne hatte zwei Bauern weniger im Turmendspiel und seine Gegnerin war erfahren genug, um diesen Vorteil gewinnbringend zu verwerten. Damit ging Griesheim mit 2,5:1,5 in Führung. Leon Guttmann befand sich in Zeitnot und hatte nur wenig Bedenkzeit bis zur Zeitkontrolle. Ausgerechnet im letzten Zug vor besagter Zeitkontrolle unterlief ihm ein Fehler, den sein Gegner sofort auszunutzen wusste. Die Auswärtsniederlage stand damit bereits fest. Bernd Jess verlor seine Partie im Anschluss noch unglücklich im Turmendspiel.
Durch diese schmerzliche Niederlage rutschte die Mannschaft von Platz 2 auf Platz 5 ab und hat vor der letzten Runde nur noch sehr geringe Chancen auf den Aufstieg. Im Posthof ist dann der vorzeitige Meister SG Untermain 2 zu Gast.
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