„WEIT. Die Geschichte von einem Weg um die Welt“

Konzert und Open-Air-Kino im Rahmen von „GartenRheinMain“ am Freitag, 21. August

hb

Das Motto von „GartenRheinMain“ lautet in diesem Jahr „Demokratie pflanzen“. Damit stellt das Projekt der KulturRegion FrankfurtRheinMain Gärten und Parks, insbesondere Gemeinschaftsgärten als zentrale Orte der Begegnung in den Mittelpunkt, die in unserer demokratischen Gesellschaft Menschen unterschiedlichster Herkunft und Lebenswelten zusammenbringen. Auch in der Hattersheimer Siedlung gibt es diese Grünflächen, die Raum für Austausch schaffen und so Toleranz und lebendiges Miteinander wachsen lassen.

Ein besonderer Anlass, um im Freien zusammenzukommen, bietet am Freitag, 21. August, das Open-Air-Kino in der Alfred-Embs-Anlage (hinter der Friedensstraße 5): Gezeigt wird in diesem Jahr der Film „WEIT. Die Geschichte von einem Weg um die Welt“, der die außergewöhnliche Reise eines jungen Paars nachzeichnet, das in Richtung Osten loszieht, um dreieinhalb Jahre später als Familie aus dem Westen wieder nach Hause zurückzukehren. „In einer Zeit, in der in Europa wieder Grenzkontrollen etabliert werden, bringen wir mit ‘WEIT‘ einen Film nach Hattersheim, der anhand der Reise der Protagonisten Gwendolin Weisser und Patrick Allgaier zeigt, wie leicht sich Grenzen überwinden lassen, wenn man offen auf Menschen zugeht“, so Erste Stadträtin Heike Seibert zur Filmauswahl. Und mit Blick auf den Veranstaltungsort fügt sie hinzu, dass sich „im letzten Jahr gezeigt hat, wie wunderbar vielfältig das Open-Air-Publikum in der Siedlung war. Es war schön zu sehen, wie Grün und Kultur die Menschen verbinden. Ort und Film passen also ganz wunderbar zusammen und ich freue mich auf die Veranstaltung.“

Zur Einstimmung findet vorab als kleines Highlight ein Konzert des Duos „Hübner & Schönfelder“ statt, das bereits im Vorjahr bei der Veranstaltungsreihe „…über den Dächern“ das Hattersheimer Publikum begeistert hat. Das Duo kommt nicht zufällig zu diesem Anlass wieder ins Rhein-Main-Gebiet – vielmehr fügt sich hier zusammen, was zusammengehört: Ein Teil des Duos, Falk Schönfelder, hat die Musik für den Film „WEIT“ komponiert.

Das Konzert von Falk Schönfelder (Klavier) und Matthias Hübner (Cello) startet um 20 Uhr. Filmbeginn ist bei Einbruch der Dunkelheit um ca. 21.15 Uhr. Bei Gewitter oder starkem Regen entfällt der Film und das Konzert wird in den Südringtreff, Südring 16, verlegt.

Für die Veranstaltung wird kein Eintritt erhoben, aber eine Anmeldung im Stadtteilbüro ist unter Telefon 06190/935818 oder per E-Mail: stb-hattersheim[at]hawobau[dot]de erforderlich.

Die Kooperationsveranstaltung von Stadtteilbüro, Hattersheimer Wohnungsbaugesellschaft, KulturForum Hattersheim e. V. und der Stadt Hattersheim am Main, ist Teil des kinoSommer hessen 2026 – ein Projekt vom Film- und Kinobüro Hessen.

Zum Film

Im Frühling 2013 packen Gwendolin Weisser und Patrick Allgaier ihre Rucksäcke, um sich auf einen langen Weg um die Welt zu machen: Von ihrer Heimatstadt Freiburg soll es so weit in den Osten gehen, bis sie irgendwann aus dem Westen wieder nach Hause zurückkehren. Und das alles über Land und Wasser.

Per Anhalter reisen sie los, über den Balkan bis nach Moskau. Weiter durch das touristisch kaum erschlossene Zentralasien, den Kaukasus, bis in den Iran. Im Mittelpunkt der Reise steht dabei immer der unmittelbare Kontakt zu den Menschen, denen sie durch das „per Anhalter reisen“ besonders intensiv begegnen dürfen. Jedes Auto bringt eine neue Geschichte, eine neue Begegnung, die man so nie hätte planen können.  Auf Pakistan folgen Indien, Nepal, das Karakorum-Gebirge, China und die Mongolei. Die Nächte verbringen sie meist in ihrem kleinen Zelt. Im sibirischen Irkutsk dann die große Überraschung: Schwanger. Die Passage auf einem Frachtschiff wird gebucht und das Geburtsland des Kindes gewählt: Mexiko. Nach der Geburt ihres Sohnes Bruno im Frühjahr 2015 verlangsamen sie ihren Reiserhythmus. Ein Jahr lang erkunden sie als Familie Mittelamerika. Als sie schließlich nach mehr als drei Jahren mit Kind im Hafen von Barcelona ankommen, beschließen sie, die letzten 1.200 Kilometer zu Fuß zurück zu legen. Dreieinhalb Monate laufen sie durch Spanien, Frankreich, die Schweiz und schließlich durch Deutschland um sich der alten Heimat ganz langsam, Schritt für Schritt, zu nähern.

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