10.000 Gäste beim Adventsmarkt in Kriftel

Kühle Temperaturen und Reste des vorherigen Schneefalls lockten viel Publikum an

Als wäre es nicht schon schön genug gewesen, dass nun bereits zum zweiten Mal seit Pandemiebeginn wieder ein uneingeschränkter Adventsmarkt in Kriftel stattfinden konnte, so spielte diesmal auch noch das Wetter in ungewohntem Einklang mit: Das tatsächliche Schneegestöber fand zwar bereits an den Tagen zuvor statt, aber noch immer erinnerten auf manchen Dächern und hier und da am Straßenrand kleine Schneehügel an die weiße Pracht, und die Temperaturen waren bei Werten um den Gefrierpunkt auch endlich einmal passend zu diesem Anlass. Kein Vergleich zu den oft "suddelwarmen" Bedingungen, die schon öfter mal zu früheren Adventsmärkten herrschten - "am besten" noch garniert mit Regenschauern.

So schmeckten am vergangenen Sonntag bei klirrender Kälte heiße Getränke wie Glühwein und Kinderpunsch nochmal so gut, und die Bürgerinnen und Bürger quittierten dies auch mit einem regen Besucherandrang, und das über den gesamten Tag verteilt. Oft war es bereits so, dass der Adventsmarkt am Tage noch relativ spärlich besucht war und es dann nach Einbruch der Dunkelheit erst richtig voll und sehr drängelig wurde. Diesmal war das Wetter ganztägig angemessen einladend, und so verteilten sich die Besuchermassen auch angenehm über den gesamten Veranstaltungszeitraum.

Kleiner als früher - aber zweifellos lohnend

Und so kam es dann auch zu einem erfreulich großen Andrang: Mehrere Tausend Menschen waren es, die über den gesamten Sonntag hinweg in die Ortsmitte strömten und sich dort zwischen Galeriepassage und der katholischen Kirche St. Vitus gemeinsam vergnügten und sich auf Weihnachten einstimmten. Dabei nahm auch der Adventsmarkt 2023 nicht mehr das Ausmaß an, das zuweilen noch um das Jahr 2010 herum herrschte: Damals reichte das Marktgeschehen zeitweise noch vor bis zum Lindeneck. Aber die letzten Jahre waren hart, insbesondere auch für Schausteller und Kleingewerbe, und der Konkurrenzkampf zwischen den einzelnen Weihnachtsmärkten um die Gunst der Aussteller ist groß - und da ist es grundsätzlich von Nachteil, wenn man nur einen einzigen Markttag in die Waagschale werfen kann.

Trotzdem war ein Besuch des diesjährigen Adventsmarkts zweifellos wieder lohnend: Es gab genug Möglichkeiten, um Weihnachtsgeschenke zu kaufen, wohlbekannte Gesichter zu treffen und es sich bei Glühwein, Grillgut, Waffeln und Crêpes gut gehen zu lassen.

„Man merkt, dass die Menschen wieder große Lust auf Veranstaltungen haben. Der Krifteler Adventsmarkt war äußerst gut besucht, vor allem habe ich viele Familien gesehen und über den ganzen Tag, von elf bis 20 Uhr, war es gleichbleibend voll“, freut sich Marktleiter und Vereinsring-Vorsitzender, Bodo Knopf. Jeder Standplatz „Rund um St. Vitus“ war besetzt, altbekannte, aber auch neue Anbieter waren in den 42 Buden zu finden. „Die Vereine waren mit ihrem Umsatz sehr zufrieden. Einige waren schon vor Ende des Marktes restlos ausverkauft“, schwärmt Bodo Knopf. Zum Erfolg beigetragen habe auch das „traumhaft gute Adventsmarkt-Wetter“: „Es war trocken und angenehm kühl, da hat der Glühwein hervorragend geschmeckt.“

Auch Bürgermeister Christian Seitz war glücklich: „Unser Adventsmarkt ist etwas ganz Besonderes; jedes Jahr zieht er Menschen aus der gesamten Region an.“ Er dankte dem Vereinsring für die perfekte Organisation, dem Musikforum für die schöne Musik und allen, die zum Gelingen des schönen Marktes beigetragen hatten.

Weihnachtslieder an allen Ecken

Apropos Musik: Der Krifteler Adventsmarkt ist stets auch geprägt von besinnlichen Weihnachtsklängen, und da war die diesjährige Auflage keine Ausnahme. Während in der Kirche der evangelischen Auferstehungsgemeinde ein Kinderkonzerte stattfand mit dem Chor der evangelischen Kita Vogelnest und dem Chor der Lindenschule, dem Projektchor der Evangelischen Auferstehungsgemeinde und dem Chor der Weingartenschule, wurde in St. Vitus ab 14 Uhr wunderbare Adventsmusik dargeboten, von Interpretinnen und Interpreten des Gesangstudios Vollmert über das Akkordeon-Orchester "Incantare" und den Chor des Caecilienvereins bis hin zum Finale mit den drei Chören des Krifteler Liederkranzes unter dem Motto "Freue Dich, Welt, der Herr ist da!". Und unter freiem Himmel, auf der Bühne auf dem Kirchplatz vor St. Vitus, stimmten die Wiesbadener Taunusmusikanten in ihren markanten grünen Jacken viele Weihnachtslieder an.

Vielfältiges Programm

Bürgermeister Christian Seitz zog mit dem Ersten Beigeordneten Franz Jirasek zur Markteröffnung mit dem als Weihnachtsmann verkleideten KGK-Vorsitzenden Michael Wipfler über die Marktmeile. Dieser verteilte 20 Kilo Krifteler Äpfel – gespendet von den Betrieben Henrich und Hasenbach – an die andächtig dreinschauenden Kinder.

Der Vereinsring hatte wieder gemeinsam mit den Kirchen, dem Kulturforum und der Ge-meinde ein umfassendes Programm auf die Beine gestellt. Einstimmen können sich die Besucher bereits am Samstagabend bei der Glühweinparty mit DJ vor der katholischen Kirche St. Vitus.

Viel Trubel herrschte am Sonntag auch auf dem Kinder-Adventsmarkt der Kindergärten und Schulen, organisiert von Lydia Rauh von der mobilen Beratung Kriftel. Die Fördervereine boten Waffeln und Gebäck an. Und auch die Kindertheatervorstellung im evangelischen Gemeindehaus war gut besucht.

Vereine und private Anbieter boten selbst hergestellte weihnachtliche Leckereien und Kunsthandwerk an. Erste Weihnachtsgeschenke – zum Beispiel adventliche Deko aus der Töpferwerkstatt, Feinkost und Plätzchen, Grußkarten, Zauberhaftes aus der Bastelwerkstatt oder Upcycling-Gegenstände - ließen sich auch auf dem Adventsbasar in St. Vitus finden. Franz Jirasek zog aus Sicht des Ordnungsamtes eine positive Bilanz. „Alle waren friedlich und gutgelaunt.“

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