CDU verteidigt absolute Mehrheit

Kommunalwahl 2026: Dank an 81 engagierte Wahlhelferinnen und Wahlhelfer

Foto: Gemeinde
Zufrieden mit der Auszählung am Montag in Saal I (v. li.): Bürgermeister Christian Seitz, die Verwaltungsmitarbeiterinnen Sonja Rühl, Sarah Dincgez und Sylvia Becker vom Auszählungsteam, Wahlleiter Sven Sander (Mitte hinten), Erster Beigeordneter Martin Mohr und Jutta Kuchenbrod vom Team Wahlen.
Zufrieden mit der Auszählung am Montag in Saal I (v. li.): Bürgermeister Christian Seitz, die Verwaltungsmitarbeiterinnen Sonja Rühl, Sarah Dincgez und Sylvia Becker vom Auszählungsteam, Wahlleiter Sven Sander (Mitte hinten), Erster Beigeordneter Martin Mohr und Jutta Kuchenbrod vom Team Wahlen.

mpk/hb

Nachdem das Trendwahlergebnis am Wahlsonntagabend zunächst noch einen knapperen Wahlausgang vermuten ließ, waren am Montag um 13.42 Uhr dann alle Stimmzettel der Kommunalwahl in Kriftel ausgezählt. Das Ergebnis: Die Christdemokraten verteidigen mit 53,94 Prozent ihre absolute Mehrheit. Damit verbesserte sich das Ergebnis der CDU im Vergleich zum Ergebnis der Trendwahl innerhalb von etwa 18 Stunden um 2,74 Prozent. Das Auszählen der Stimmzettel, auf denen kumuliert und/oder panaschiert wurde, brachte am Montag also nochmal ordentlich Bewegung ins Kommunalwahlergebnis der Gemeinde.

In der Gemeindevertretung behält die CDU damit weiterhin 17 von 31 Sitzen. Die Sozialdemokraten konnten ihr Ergebnis von 2021 leicht verbessern (von 13,86 auf 15,51 Prozent), damit sind sie im Parlament künftig mit fünf statt vier Personen vertreten.

Die Krifteler Grünen mussten Verluste hinnehmen, sie holten nur noch 19,83 Prozent (2021: 21,67). Dies hat tatsächlich handfeste Folgen: Sie sind nun nur noch mit sechs statt sieben Gemeindevertretern am Start.

Die FDP bleibt mit ihren 10,72 Prozent bei ihren bisherigen zwei Sitzen, auch wenn sie prozentual im Gegensatz zu 2021 geringe Einbußen zu verzeichnen hatte (von 11,05 Prozent auf 10,72 Prozent).

Spitzenreiter bei den Kandidatinnen und Kandidaten sind auf der CDU-Liste Tanja Seitz (3.455), bei den Grünen Regina Vischer (2.945 Stimmen), bei der SPD Clemens Schäfer (1.653 Stimmen) und bei der FDP Berthold Heil (1.904 Stimmen). Von 8.437 Wahlberechtigten bei Gemeinde- und Kreiswahl gaben 4.888 ihre Stimmen ab, 153 Stimmzettel waren ungültig. 2.346 Wähler haben ihre Stimme per Briefwahl abgegeben.

1.777 Wahlberechtigte konnten mitbestimmen, wer in den Ausländerbeirat Kriftel einzieht: 283 Wählerinnen und Wähler gaben ihre Stimme ab. Die meisten votierten für die langjährige Vorsitzende des Ausländerbeirates, Carmen Jimenez Gutierrez. Die weiteren sechs Sitze nehmen Guiseppe Lettini, Fatma Gencer, Ivanna Hlukha, Nasratullah Samadi, Delamawit Bekele und Mark Alqas Elias ein.

Folgen des Kumulierens und Panaschierens

Nicht alle Wählerinnen und Wähler setzen bei einer Kommunalwahl ein Listenkreuz, und das Kumulieren und Panaschieren blieb auch diesmal nicht folgenlos. So holte Elke Wetterau-Bein, CDU-Listenkandidatin Nummer 23, die zwölftmeisten Stimmen bei der Union. Auch Sven Mukrasch kletterte von Listenplatz 19 auf Platz 15.

Bei den Grünen wurde die auf Listenplatz 5 stehende Dorothe Kettner-Andal von Barbara Besant und Therese Tobisch-Schuster überholt.

Die SPD schickt nach dem Wählerwillen ihre ersten fünf Listenplätze auch in die Gemeindevertretung, und auch bei der FDP haben die ersten drei Listenplätze die meisten Stimmen geholt.

Wie Kriftel für den Kreistag gestimmt hat

Die Krifteler Wählerinnen und Wähler haben am Sonntag auch auf Kreisebene der CDU ein gutes Ergebnis beschert - mit 45,26 Prozent jedoch deutlich weniger klar als vor der eigenen Haustür. Dafür holte die AfD hier 10,64 Prozent, während SPD (12,71 Prozent) und Grüne (16,97 Prozent) jeweils etwas weniger als bei der Gemeindewahl holten. Auf die sonstigen Parteien entfielen 14,42 Prozent.

Wahlbeteiligung von 57,95 Prozent

Die Wahllokale waren wieder in der Weingartenschule untergebracht. Mit der Wahlbeteiligung von 57,95 Prozent zeigte sich Wahlleiter Sven Sander auch im Vergleich mit Nachbarkommunen zufrieden, auch wenn es etwa ein Prozent weniger als bei der letzten Kommunalwahl am 14. März 2021 waren. Sein Fazit: „In Kriftel ist die Wahl insgesamt ruhig und ohne Probleme über die Bühne gegangen.“ Er bedankte sich gemeinsam mit Bürgermeister Christian Seitz herzlich für die gut organisierte und durchgeführte Wahl - bei seinem Team Wahlen im Wahlbüro, den Wahlvorsteherinnen und Wahlvorstehern, den 81 ehrenamtlichen Wahlhelferinnen und Wahlhelfern, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Verwaltung sowie dem Bauhof und den Hausmeistern für die gut organisierte sowie motiviert und sorgfältig durchgeführte Wahl.

Nach Wahlschluss waren am Sonntagabend noch die Stimmzettel der sechs Wahlbezirke plus drei Briefwahlbezirke ausgezählt worden, in denen nur Listen angekreuzt worden waren. Am Montag war es ab 8 Uhr die Aufgabe der Rathaus-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter alle Stimmzettel auszuwerten, auf denen kumuliert und panaschiert wurde.

Stimmen der Parteien

CDU Kriftel sagt „Danke“ für ein hervorragendes Ergebnis

"Das Team der CDU Kriftel bedankt sich sehr herzlich bei den Wählerinnen und Wählern für das hervorragende Ergebnis bei der Kommunalwahl am vergangenen Sonntag. Die Mitglieder der neu gewählten CDU Fraktion sehen dies als Bestätigung der intensiven Arbeit der vergangenen Jahre und insbesondere als Ansporn und Verpflichtung, sich auch in den kommenden fünf Jahren konstruktiv und engagiert für die Menschen in Kriftel einzusetzen. Spitzenkandidat und Parteivorsitzender Alexander Feist: „Die Kriftelerinnen und Krifteler können sich darauf verlassen, dass wir auch in Zukunft das machen, was wir vor der Wahl angekündigt haben. So haben wir es immer gehalten.“

Besonders gefreut hat sich die CDU Kriftel auch über die vielen Personenstimmen für die Krifteler Kandidatinnen und Kandidaten auf der Liste für den Kreistag. Auch in den kommenden fünf Jahren werden damit die Interessen unserer Gemeinde wirkungsvoll und engagiert durch Christian Seitz, Tanja Seitz und Alexander Feist im Kreistag vertreten."

Regina Vischer (Grüne): Bedauern über Sitzverlust

"In Anbetracht der derzeitigen politischen Situation können wir mit unserem Ergebnis zufrieden sein. Bedauerlicherweise hat der Rückgang von 1,85 Prozent zu dem Verlust von einem Sitz in der Gemeindevertretung geführt, so dass wir künftig nur noch sechs Sitze haben werden. Die Auswirkung auf die Ausschüsse und den Gemeindevorstand bleibt noch abzuwarten. Das Ergebnis zeigt, dass die Krifteler und Kriftelerinnen mit der politischen Arbeit der Gemeindevertretung zufrieden sind. Die Mehrheitsverhältnisse haben sich nicht verändert. Wir werden auch zukünftig für unsere Schwerpunktthemen Klimaschutz, Klimaanpassungsmaßnahmen, BürgerInnen- und Jugendbeteiligung kämpfen, auch wenn wir wie gehabt auf das Wohlwollen der CDU angewiesen sind."

Dorothea Barth (SPD): Nicht zufrieden, aber Freude über weiteren Sitz

"Seit ich in der Gemeindevertretung mitarbeite – das ist seit der Kommunalwahl 2001 - hält die CDU ihre absolute Mehrheit. Das macht die Arbeit der Opposition schwierig. Ideen und Vorschläge von uns können leicht abgelehnt werden und sind damit bei Bürgerinnen und Bürgern nicht immer sichtbar. Manchmal allerdings tauchen sie nach einiger Zeit in leicht abgeänderter Form wieder als Antrag der Mehrheitspartei auf. „Ein Schelm, wer Böses dabei denkt!“

Tatsache ist, dass die Krifteler offenbar mit der Arbeit der CDU so zufrieden sind, dass sie ihr alle fünf Jahre wieder zur absoluten Mehrheit verhelfen. Das muss man nicht mögen, aber akzeptieren. Dazu kommt der Bundestrend, dass Leute, die nicht die CDU stärken wollen, die Grünen wählen. Unter diesem Gesichtspunkt sind wir mit dem Ergebnis zwar nicht zufrieden, freuen uns aber, dass wir einen Sitz dazugewonnen haben. Schön wäre es gewesen, wenn dieser Sitz von der CDU gekommen wäre, aber er kam von den Grünen. Die Opposition ist damit also leider nicht größer geworden, aber die Akzente haben sich wenigstens ein bisschen verschoben.

Ein Sitz mehr bedeutet außerdem, dass wir in den Ausschüssen wieder zwei Sitze bekommen werden und damit in unserer Arbeit besser aufgestellt sind. Wir lassen uns also nicht entmutigen. Nicht umsonst haben wir für den Wahlkampf das Motto gewählt „Gemeinsam für Kriftel“. Die Zusammenarbeit im Ortsverein und auch in der Fraktion ist sehr gut und vertrauensvoll. Alle bringen sich mit Ideen und Mitarbeit ein. Wir werden insbesondere bei den Themen Ortsentwicklung und bezahlbarer Wohnraum auch in der kommenden Wahlperiode nicht lockerlassen und mit unseren Anträgen eigene konstruktive Akzente setzen. Weitere Themen werden sich ganz sicher ergeben. Natürlich hoffen wir, dass sich unsere Hartnäckigkeit bei der nächsten Wahl auch in Stimmenzuwachs auszahlen wird."

Florian Conrad (FDP): Wahlziele erreicht

Der FDP-Fraktionsvorsitzende Florian Conrad zeigte sich mit dem Wahlausgang in Kriftel zufrieden. Man hatte sich seitens der Freien Demokraten zum Ziel gesetzt, wieder zweistellig abzuschneiden und die Anzahl der Sitze in der Gemeindevertretung zu halten - und beides ist gelungen. Auch gerade angesichts der landläufigen Umfragewerte der FDP könne sich das Abschneiden der Krifteler FDP sehen lassen.

Der CDU bescheinigte Conrad neidlos, dass diese in Kriftel nun mal nach wie vor eine klassische und stabile Volkspartei sei, nicht zuletzt durch die tiefe Verwurzelung in der hiesigen Vereinslandschaft.

Für die kommenden fünf Jahre nimmt sich die FDP vor, in Kriftel weiterhin auf die Fehler aufmerksam zu machen, die in den Augen der Freien Demokraten von der regierenden CDU begangen werden. Man will weiter sehr aktiv im Parlament agieren und in jeder Sitzungsrunde eigene Anträge vorlegen. Insbesondere die Themen Ortsentwicklung, Haushalts- und Steuerpolitik will man kritisch im Blick behalten.

Gerade bezüglich der Ortsentwicklung fordert Conrad, dass hier zu Beginn der Legislaturperiode schnellstens Nägel mit Köpfen gemacht werden. Bevor womöglich die nächste, wie auch immer geartete Krise dafür sorgen könnte, dass das Thema abermals verschoben wird.

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