Hattersheim ging wieder (r)aus

Bei schönstem Sommerwetter strömten am vergangenen Samstag wieder viele Besucher in die Innenstadt

mpk

Bereits zum vierten Mal verwandelte sich die Hattersheimer Innenstadt am vergangenen Samstag in eine lange Festmeile mit Live-Musik, Attraktionen und Leckereien. Organisiert von der Stabsstelle Wirtschaftsförderung, diente das Innenstadtfest unter dem Titel "Hattersheim geht (r)aus" natürlich insbesondere auch den hiesigen Gewerbetreibenden, um sich den vielen Besucherinnen und Besuchern vorzustellen und auf die eigenen Angebote aufmerksam zu machen.

Das Fest erstreckte sich in diesem Jahr von der Fußgängerzone am Kirchgarten aus über die Hauptstraße bis hin zum Marktplatz. Damit war das Areal in diesem Jahr wieder kleiner als noch 2025, als auch die Frankfurter Straße mit zahlreichen Ständen und einer eigenen Bühne lockte und im Vorjahr eigentlich auch das Zentrum der Feierlichkeiten war. Diesmal stand die Hauptbühne wieder auf dem Marktplatz, und dort ging es pünktlich zum Feststart um 14 Uhr direkt los mit dem großen Gemeinschaftssingen unter dem Motto "Hattersheim singt". Im Gegensatz zu den Vorjahren waren diesmal auch mehrere Chöre aus anderen Kommunen am Start: Neben den Lokalmatadoren der Chorgemeinschaft Hattersheim, der Sängervereinigung Okriftel und des Gesangvereins Liederkranz-Eintracht Eddersheim präsentierten auch die "Future Sounds" der Sängervereinigung aus Hochheim am Main, die Sport- und Sängervereinigung Raunheim, die Chorgemeinschaft aus Frankfurt Sossenheim sowie die ChoryFeen vom Gesangverein Liederkranz 1860 Kriftel ihr Können.

Letztere starteten den Chorreigen auf dem Marktplatz, und von Anfang an animierten sie das schon früh erfreulich zahlreich erschienene Publikum zum Mitmachen. Bei ihrer deutschsprachigen Interpretation des Welthits "Africa" von Toto sollten alle gemeinsam durch lautstarkes Händereiben und Aufstampfen den herbeigesehnten Regen samt Donner simulieren.

Die Chöre aus Hochheim und Raunheim hatten mit der lustigen "Schule der magischen Tiere" auch einen wunderpar passenden Song zum Mitsingen mitgebracht, ebenso wie das "Lied von den Möwen".

Die Sängervereinigung Okriftel schmetterte gemeinsam mit dem MainChor Liederkranz Eddersheim gleich dreimal afrikanische Töne an: "Banuwa", "African Call" und "Siyahamba" verbreiteten ihre Anziehungskraft entsprechend weniger durch die Texte in der jeweilgen Sprache als durch Vibes, die sich auf die Zuhöherschaft übertrugen.

Klassischer ging es die Sossenheimer Chorgemeinschaft an: "Zeig mir den Platz an der Sonne", "Für mich soll's rote Rosen regnen" und "Que sera, sera" waren allesamt Hits, die genug Zuschauerinnen und Zuschauer direkt mitsingen konnten. Und auch die Chorgemeinschaft Hattersheim hatte mit "Ein Kompliment", "Mamma Mia", "Twist and Shout" und "Barbara Ann" alleseits bekannte Hits in petto.

Dmita "Hattersheim singt" seinem Namen auch alle Ehre machen konnte, hatten die Veranstalter rechtzeitig vorgesorgt: Die Broschüre zum Fest enthielt alle Liedtexte und wurde auch noch direkt auf dem Marktplatz aktiv verteilt.

Die Bühne auf dem Marktplatz blieb auch im weiteren Verlauf des Innenstadtfests der zentrale Standort für Live-Musik. Am Abend sorgte die "L.A. Band" mit diversen Mitgliedern aus Hattersheim für hervorragende Stimmung mit ihrer Gute Laune-Musik, bestehend aus Schlagern, Oldies und Welthits aus den Bereichen Pop und Rock.

Kleinkunst und Handarbeit

Die Hauptstraße und der Mosonmagyaróvár-Platz hatten währenddessen vor allem Angebote für Familien, Kinder und Jugendliche zu bieten. Dort sorgte beispielsweise ein Spielmobil für Unterhaltung. Die mobile Jugendarbeit der Stadt Hattersheim hatte den Demokratiebus mitgebracht, und neben zahlreichen Ständen mit Spezialitäten und weiteren Attraktionen rundeten ein Karussell und Trampolin-Hüpfgelegenheiten das vielfältige Angebot ab.

Eine "Oase der Kreativität" war in der Fußgängerzone am Kirchgarten zu finden: Der dortige „Handmade & Art Markt“ lud Besucherinnen und Besucher dazu ein, eine große Auswahl an handgefertigten Unikaten, Produkten und Kunstwerken zu entdecken.Talentierte lokale Künstlerinnen und Künstler zeigten dort Handwerkskunst und individuelle Kreationen, von Schmuck über Kleidung bis hin zu Deko-Artikeln.

Ebenfalls am Kirchgarten zu finden war die Kleinkunst-Bühne, auf der am Nachmittag diverse Entertainer für gute Laune sorgten: Luca Wiebe überzeugte als Zauberkünstler und Jongleur mit Stand-Up-Einlagen, Monsieur Chapeau zeigte sogenannte "Rola-Rola Artistik" (also die Kunst des Gleichgewichts) auf Koffern, Magic Max ist ein talentierter Nachwuchszauberer, der mit seinen zarten 15 Jahren bereits Mitglied des Magischen Zirkels ist, und Karl-Eugen Läberle brachte als charmanter Spaßkellner das Publikum zum Lachen.

Weitere Künstler bereicherten das gesamte Festgelände als Walking Acts, so zum Beispiel die interaktive Band "Rumbacoustic" und das Musikduo "Swinging Hearts" aka Anita Fricker und Angela Scochi, "bewaffnet" mit Ukulele und Helikontuba und Songs im Stile der 30er bis 50er Jahre des vorherigen Jahrhunderts schmetternd.

Dazu war es sommerlich ohne große Hitze, was dem Besucherandrang sichtlich gut tat. Kurz: Das Innenstadtfest etabliert sich in Hattersheim mehr und mehr zu einer neuen Tradition, und es wäre alles andere als eine Überraschung, wenn im kommenden Jahr eine fünfte Auflage stattfinden würde.

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