Iris Otto ist freiberufliche Autorin und schreibt normalerweise Krimis. Mit ihrem neuesten Werk „Das Elternhaus“ hat sie sich nun an einen Entwicklungsroman herangewagt: Sie verfasste eine packende Familiengeschichte über mehrere Jahrzehnte, eingebettet in die ereignisreiche Zeit des Wirtschaftswunders, des Mauerbaus, der 68er Bewegung und des Kalten Krieges bis zum Jahrtausendwechsel, wie sie den Inhalt selbst beschreibt. Die Geschichte spielt in Liederbach, ist aber fiktiv. Die Idee für den Roman kam ihr während der Coronazeit.
Über 60 Literaturinteressierte waren ins Krifteler Rat- und Bürgerhaus gekommen. Organisatorin Hanna Dunkel vom Krifteler Kulturforum freute sich über das große Interesse. Seit 2008 organisiert sie viermal im Jahr Lesungen. Wichtig ist ihr neben interessanten Persönlichkeiten und Stoffen auch die jeweils passende musikalische Begleitung. „So können sich die Zuschauer noch besser in die Epoche hineinversetzen“, findet auch Iris Otto. Sie wurde unterstützt von Paul Pfeffer am Saxophon. Er versetzte die Zuhörinnen und Zuhörer mit den passenden Ohrwürmern in die jeweilige Zeit. Singen konnte er aufgrund einer Erkältung leider nicht.
Nächste Lesung im Oktober
Die nächste Lesebühne findet am 9. Oktober statt. „Wir stellen die Anthologie ‚Im Land der Hoffnung‘ vor. Vier Autorinnen werden ihre Geschichten und Gedichte vorlesen. Georgi Mundrov, ein weltberühmter Pianist, wird sie begleiten“, kündigt Hanna Dunkel an. Sie habe ihn einmal erlebt und er habe sie total begeistert. „Er hat zugesagt, obwohl er am nächsten Tag zu einem Konzert nach Italien fliegt“, freut sie sich.
Wer regelmäßig über Veranstaltungen der Lesebühne informiert werden möchte, kann sich für den Newsletter anmelden unter: https://lists.dunkel.cloud/sympa/subscribe/lesebuehne


Kommentare