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Jauchzet, frohlocket! Die Weihnachtsgeschichte im Konzert in St. Vitus

Das Konzert des Weihnachtsoratorium I-III von J.S.Bach in der katholischen Kirche St. Vitus war ein voller Erfolg.

Die Weihnachtsgeschichte im Konzert in St. Vitus

Seit fast einem Vierteljahrhundert ist er nun der Boss: Andreas Winckler! Kein Wunder, dass der Kirchenchor von St. Vitus und er inzwischen eine verschworene Gemeinschaft sind, eine Gemeinschaft, die entsprechende Ergebnisse zeitigt, ob als Chor des Caecilienverein Kriftel oder als Vitus Gospel Voices. Auch bei der Aufführung der Kantaten 1 bis 3 des Weihnachtsoratoriums von Johann Sebastian Bach am vierten Advent in der ausverkauften Kirche sollte sich diese Symbiose erneut eindrucksvoll bewahrheiten.

Über den musikgeschichtlichen Hintergrund wurde das Publikum im Programmfaltblatt eingehend informiert, so dass dieser Aspekt getrost außer acht gelassen werden darf, womit wir bei der Wiedergabe durch Chor, Orchester und Solisten wären.

Wie bereits erwähnt, präsentierten sich die Sängerinnen und Sänger des Chors in nun schon gewohnter Qualität, sowohl die Ausgewogenheit der Stimmen als auch die Intonation betreffend. Hellwach reagierten sie auf die präzise Zeichengebung ihres Chefs, der ihnen, dem Orchester und den Solisten, ein einfühlsamer musikalischer Koordinator war.

Auf vergleichbar hohem Niveau steuerte die Kammerphilharmonie Rhein-Main den instrumentalen Klangteppich bei. Der Konzertmeister und die Flötistin beeindruckten zudem mit berührenden Soli. Einzig die Pauke irritierte mit zu vordergründig lärmenden „ Kanonenschlägen“, die eher zu Beethovens Schlachtengemälde „Wellingtons Sieg oder die Schlacht bei Vittoria“ gepasst hätten!

Ralf Petrauschs lyrische Tenorstimme eignet sich optimal für die Partie des Evangelisten – bravo! Florentine Schumacher konnte ihr stimmliches Potenzial leider nur andeuten, hatte sie doch nur wenig zu singen. Alexandra Gießlers lyrischer Mezzosopran gebietet leider nur unvollkommen über die pastosen tiefen Töne, welche für Bachs beschaulich tröstenden Arien unverzichtbar sind. Mit virilem, in allen Lagen sehr präsentem Bariton überzeugte Johannes Schwarz!

Fazit: Ein Konzert auf traditionell hohem Niveau!

Dietmar Vollmert

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