Am Dienstag, 28. April, hatte die AWO- Kriftel zu einem informativen Vortrag zur Pflege ins Rat-und Bürgerhaus Kriftel eingeladen.
Zunächst informierte Jannie Langeler über das Thema Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung. Auch wenn das Thema vielen unangenehm sei, sei es doch wichtig, sich darüber Gedanken zu machen, so lange man gesund und entscheidungsfähig sei. Dann könne man im Ernstfall sicher sein, dass nichts geschieht, was man nicht will und man entlastet auch die Angehörigen damit. Sie stellte einige Möglichkeiten und Alternativen vor, und wies darauf hin, dass die AWO Kriftel ganz konkrete Hilfe und Beratung zu dieser Thematik anbietet. Jannie Langeler berät auf Wunsch und erklärt die Unterlagen, so dass eine passende individuelle Entscheidung getroffen werden kann. Wer also aus Unsicherheit vor dem Ausfüllen komplizierter Formulare zögert, kann sich gerne an Jannie Langeler oder Hartmut Kessler wenden, die einen Gesprächstermin für eine Beratung vermitteln.
Danach informierten Marion Waßner, die Leiterin des AWO-Pflegedienstes und ihre Stellvertreterin Lydia Kahl über die Möglichkeiten und Chancen für Angehörige, wenn in der Familie ein Pflegefall eintritt. Sie wies darauf hin, dass es im Krankenhaus einen Sozialdienst gibt, der weiterhelfen kann und auch soll. Auch ein Gespräch mit einem Pflegedienst, wie zum Beispiel der AWO, gibt Orientierung im „Pflegedschungel“. Es hat hier bei den Pflegekassen Veränderungen im Vergleich zu den Vorjahren gegeben.
Marion Waßner ging besonders darauf ein, wie pflegende Angehörige entlastet werden können. Es gibt hier, je nach Situation, mehr Möglichkeiten und Budgets als man denkt. Sie stellte das Angebot der AWO vor, das neben der „klassischen Pflege“ auch Hilfe im Haushalt, wie Putzen und Einkaufen, umfasst, sowie zweimal wöchentlich die „Goldenen Jahre“. Hier können Pflegebedürftige in kleinen Gruppen und unter Betreuung einen abwechslungsreichen Nachmittag erleben. Das Angebot umfasst auch einen Hol- und Bringdienst.
Wie man an den vielen gestellten Fragen merkte, war bei dem Thema manches selbst Personen neu, die schon länger Angehörige pflegen. Besonders wichtig und sehr willkommen war daher das Angebot von Marion Waßner, sich bei auftauchenden Problemen oder Unsicherheiten gerne an den AWO-Pflegedienst um Rat (und ggf. Tat) zu wenden. Durch ihre lange Erfahrung und Praxis in verschiedenen Bereichen der Pflege bestehe eine gute Chance, auch in verzwickten Fällen Lösungen zu finden. Dieses Angebot gelte natürlich für Alle, nicht nur für AWO-Mitglieder
Am Schluss der Veranstaltung bedankte sich Gerhard Mantel im Namen des Publikums bei Marion Waßner und Lydia Kahl für den praxisnahen und informativen Vortrag und überreichte ein Getränkepräsent. Er wünschte ihnen weiterhin Kraft und Erfolg bei ihrer so wichtigen Aufgabe, dankte ihnen für ihre tägliche Arbeit, und ihr großes Engagement im Pflegebereich.
„Das hat uns richtig weitergeholfen“, sagte einer der Zuhörer, und damit hatte er sicher auch die Meinung des Publikums wiedergegeben.

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