Einen mehr als nur gebrauchten Tag erwischten die Krifteler Volleyballer gegen die Enervigo Volleys aus Dresden. Durch das überaus deutliche 0:3 sind damit alle Play-off Pläne der TuS in Gefahr, denn das Restprogramm hat es mehr als in sich.
Von Beginn an zeigten sich die Gäste in allen Spielelementen überlegen. Kriftel fand überhaupt nicht in die Partie. Dresden dagegen spielte fehlerlos, eine deutliche 9:1 Führung war die Folge. Danach hatten die Sachsen leichtes Spiel den Satz mit 25:15 nach Hause zu bringen.
Zumindest am Anfang des zweiten Durchgangs konnten die Krifteler Fans auf eine Wende hoffen. Durch eine verbesserte Annahme wurde der Angriff ebenfalls erfolgreicher. Bis zum 14:14 hielten die Gastgeber wenigstens einigermaßen mit, allerdings auch begünstigt durch einige der wenigen Fehler der Gäste. Doch dann zog Dresden leicht davon (18:15). Mit einem fehlerlosen Spiel sicherten sie sich Satz 2 mit 25:21.
Viel änderte sich auch in Abschnitt 3 nicht. Nach einem 9:9 Beginn kassierten die Krifteler 5 Punkte in Folge. Davon erholten sie sich nicht mehr. Dresden hatte nun leichtes Spiel die Partie mit 25:17 nach Hause zu schaukeln.
Ein bitterer Abend für die TuS, da das komplette Team sich bereits nach wenigen Minuten aufgab und keinerlei Aufbäumen zeigte. Die einzige Ausnahme bildete Mittelangreifer Arthur Breburda, der sich als bester Angreifer und Aufschläger seines Teams zumindest etwas mit der silbernen MVP-Medaille trösten konnte. Bereits am kommenden Sonntag um 16 Uhr haben die Krifteler es selbst in der Hand zu Hause gegen den amtierenden Meister von den Blue Volleys aus Gotha sich vor den eigenen Zuschauern ihr wahres Gesicht zu zeigen. Zumindest kann es kaum schlechter werden.
Kriftel vor nächstem Spitzenspiel
Einfacher wird es nicht. Am kommenden Sonntag, 1. März, um 16 Uhr empfangen die Krifteler Volleyballer die Blue Volleys aus Gotha. Der Meister des Vorjahres ist im Moment punktgleich mit Spitzenreiter Rottenburg und will sich die beste Position für die Play-offs sichern.
Die Play-offs sind auch das Ziel der Krifteler, die mit der deftigen 0:3-Niederlage gegen Dresden allerdings einen herben Rückschlag erleben mussten. Nach der überaus enttäuschenden Vorstellung der TuS haben die Spieler von Trainer Tim Schön nun die Gelegenheit vor ihrem Publikum sich zu rehabilitieren. Gotha hat momentan einen guten Lauf und wird sicherlich nicht die gleichen Fehler begehen, die sie im Hinspiel machten, als Kriftel trotz einiger Ausfälle alle drei Punkte mitnehmen konnte.
Trotz des ungünstigen Zeitpunkts hofft Kriftel auf viele treue Zuschauer, die auch gegen Dresden bis zuletzt gegen die Niederlage ankämpften.
Krifteler U16 w wird 6. Bei den Hessenmeisterschaften
Nach drei Vorrundenspieltagen, an denen wir uns als Dritter in der Abschlusstabelle direkt für die Hessischen Meisterschaften qualifiziert haben, standen diese am Samstag, den 21.02.2026 beim VC Wiesbaden an. Aufgrund unserer bisher gezeigten Leistungen wollten wir bei der Hessenmeisterschaft um die Medaillen spielen und vielleicht mit etwas Glück gar das Halbfinale gewinnen. Leistungsmäßig waren wir nahe an die Etablierten herangekommen. Leider gibt es aber auch noch andere Kriterien, die zum Erfolg und Misserfolg beitragen.
Doch der Reihe nach: Unser erstes Spiel hatten wir gleich gegen unseren stärksten Konkurrenten um die beste Ausgangssituation für das Halbfinale. Biedenkopf hatte bereits gegen Baunatal gewonnen, also mussten wir gegen sie gewinnen, wenn wir Gruppensieger werden wollten.
Da wir beim letzten Vorrundenspieltag gegen sie gewonnen haben, wussten wir, dass wir das schaffen könnten und legten auch sehr engagiert und zielstrebig los. Wir hatten sie fast den gesamten Satz lang unter Kontrolle und lagen teilweise mit drei Punkten vorne. Es schien so, als hätten wir den Gegner im Griff. Aber Biedenkopf ist erst besiegt, wenn der letzte Ballwechsel erfolgreich ist. Ein paar Schlampigkeiten, sollten das verhindern. Biedenkopf drehte den Satz noch und wir verloren leider mit 25:27. Das hat schon weh getan!
Noch mehr weh getan hat dann Anfang des zweiten Satzes, dass eine unserer wichtigsten Spielerinnen sich am Fuß verletzte. Sie musste ausgewechselt werden. Wir konnten ihre Aufgabe im Spiel aber nicht positionsgetreu wechseln, sodass wir leider ziemlich aus dem Konzept gekommen sind. Statt im zweiten Satz das Ruder noch mal herumzureißen, verloren wir auch diesen und somit ging der Gruppensieg an Biedenkopf.
Im zweiten Spiel ging es dann gegen Baunatal. Baunatal hatte die Qualifikation zur Hessenmeisterschaft gewonnen und zeigte im Spiel gegen Biedenkopf schon, warum. Auch in deren Team stehen ein paar Kaderspielerinnen und die wollen auch erst einmal geschlagen werden. Zunächst war das Spiel sehr ausgeglichen. Unserem Spiel merkte man aber den Frust aus der ersten Begegnung an und auch die Unsicherheiten in der Annahme konnten wir nicht abstellen. Mitte des Satzes setzte sich Baunatal dann mit starken Aufschlägen ab und gewann diesen souverän.
Mit Beginn des zweiten Satzes lief es dann bei uns wieder besser. Mit jetzt eigenen, starken Aufschlägen fanden wir zurück ins Spiel und konnten den zweiten Satz für uns entscheiden. Wir hatten wieder Hoffnung, zumindest das Halbfinale zu erreichen, um später um eine Medaille spielen zu können.
Leider kam es wieder anders. Die zwischenzeitlich gut versorgte Verletzung brach erneut aus und wir mussten erneut beim Wechseln improvisieren. Auch dieses Mal warf uns das total aus der Bahn. Es lief nicht mehr viel zusammen, obwohl sich alle sehr bemühten und alle es versucht haben. Aber die Köpfe hingen schon zu tief. Der Tiebreak ging dann glatt an Baunatal und für uns blieb nur das Spiel um Platz 5 übrig. Das war schon ziemlich frustrierend, weil wir uns ein besseres Abschneiden erhofft hatten.
Mit einer neu formierten Aufstellung gingen wir dann in das Spiel um Platz fünf. Trotz unserer erlebten Enttäuschungen gingen wir das Spiel sehr konzentriert und motiviert an und es lief sehr gut. Mit guten Aufschlägen und erfolgreichen Angriffen gewannen wir den Satz eindeutig.
Und wir machten im zweiten Satz gleich weiter. Führten da sofort 5:0, bis der nächste Einbruch kam. Dieses Mal keine physische Verletzung, sondern ein psychischer Knick. Der VCW-2 machte 10 Aufschläge in Folge und diesem Rückstand liefen wir dann schon fast resignierend hinterher. Wir kamen zwar noch einmal heran, doch mit einer weiteren Aufschlagserie, glich der Gegner aus.
Der Tiebreak war dann schnell vorbei. Dem VCW-2 gelang alles – uns nichts mehr. Da war die Luft endgültig raus.
Trotz diesem gebrauchten Tag - ausgerechnet bei der Hessenmeisterschaft - kann man mit dem Verlauf der U16-Saison sehr zufrieden sein. Alle Spielerinnen haben sich weiterentwickelt. Mit unseren Kaderspielerinnen haben wir ein deutlich höheres, spielerisches Niveau ins Team bekommen, an denen sich die anderen orientierten, sich selbst weiter verbessert haben und somit dazu beigetragen haben, dass wir am ganz großen Ziel schnuppern durften.
Alle Spielerinnen wechseln in der kommenden Saison in die U18. Wir wünschen allen eine gute Weiterentwicklung und viel Spaß bei einem der schönsten Sportarten.
Für die TuS Kriftel U16/1 waren dabei/spielten: Xinya Becker (Z), Maurizia Förch (L), Viola Grünberg (M), Mia Henrich (z), Vanessa Hermann (A), Anna-Lena Liedtke (D), Lena Mattes (A), Janina Matysek (M) und Lisa Schales (M). Gecoacht und betreut wurden sie von Willi Jankowski (T) und Veronika Hermann (TA).
TuS Kriftel U16-Jugend feiert Hessenmeistertitel
Am Samstag, 21. Februar, fand in Wiesbaden in einer ganz neuen Halle die Hessenmeisterschaft der U16 männlich statt. Dieses Turnier hat jedes Jahr zwei Höhepunkte: Der Einzug ins Finale stellt die Qualifikation für die Regionalmeisterschaft auf dem Weg zur Deutschen dar und der Sieg des Finales kürt den Hessenmeister.
Dank der hervorragenden Krifteler Jugendarbeit konnten sich zwei Mannschaften für diese Meisterschaft qualifizieren. Das Turnier startete direkt mit dem Duell Kriftel 1 gegen Kriftel 2, bei dem sich Kriftel 1 souverän durchsetzen konnte. Der weitere Gruppengegner der Krifteler waren die mittlerweile durch Freundschaften geknüpften Gegner aus dem Main-Kinzig-Kreis. Erik Weber, Trainer der 1. Mannschaft, wollte nichts anbrennen lassen, stellte seine Mannschaft bestmöglich auf und erreichte so einen ungefährdeten Sieg zum Gruppensieg. Das Halbfinale war erreicht.
Auch die zweite Mannschaft konnte die Main-Kinzig-Volleys in den dritten Satz zwingen und musste diesen knapp mit 15:13 abgeben. Daraus ergab sich, dass Kriftel 2 um die Plätze fünf und sechs spielte und Kriftel 1 im Halbfinale stand. In der parallelen Gruppe konnte Wiesbaden den Gruppensieg erreichen, der TV Biedenkopf wurde Zweiter und Eichwald errang den 3. Platz.
Der erste Höhepunkt bedeutete Halbfinale Kriftel gegen Biedenkopf. Kriftel nahm sich vor, mit hohem Druck die Biedenköpfer Mitte aus dem Spiel zu nehmen – und das gelang. Mit enormem Aufschlagdruck und einem guten Mix aus Float und Rotation erzwang Kriftel viele einfache Spielsituationen und setzte sich dann mit Flexibilität im Angriff durch. Das führte zu einem deutlichen 25:11 und 25:14. Damit war die Qualifikation für die Regionalmeisterschaft erreicht.
Parallel konnte sich Wiesbaden in einem verloren geglaubten Halbfinale letztlich mit 15:13 gegen die Main-Kinzig-Volleys durchsetzen, obwohl sie schon dramatisch mit zwischenzeitlich 7 Punkten zurücklagen. Freud und Leid so nah beieinander – Dramaturgie pur.
Kriftel 2 erreichte in einem ebenfalls wieder sehr knappen Spiel einen Sieg und damit den 5. Platz mit 15:12 im dritten Satz. Nach einem Auf und Ab in dieser Saison ein starkes Ergebnis mit einer tollen Trainerleistung der Familie Gorbatschow mit Unterstützung von Jorris Müller.
Nach der Pflicht sollte die Kür folgen. Auf den Krifteler Schultern lastete die Erwartung, gewinnen zu müssen – das war ja schon die gesamte Saison so. Durch eine Verletzung von Max Keller und Albert Panomai musste sich die Mannschaft in den letzten drei Wochen neu aufstellen. Eine weitere Meldung über eine Verletzung von Till Kraus nach dem Pfiff zum Einschlagen führte dazu, dass Erik Weber das Team nochmal umstellen musste. Bis dahin spielte die TuS ein großartiges Turnier. Diese Umstellung führte durchaus zu einer emotionalen Eruption im Team. Es hat eine Zeit gedauert, bis sich alle gefangen hatten und den Fokus wieder auf das eigene Spiel legen konnten. Das macht was im Kopf.
Der erste Satz ging zu 23 an Wiesbaden. Der zweite Satz war durch große Unsicherheit geprägt. Finn Kuhnert lenkte das Spiel dann jedoch entscheidend, setzte gekonnt die Mittelangreifer Lukas Lauer und Florian Heinle wiederholt ein, um so Lücken für die Außen- und Diagonalangreifer Jakob Witte, Conner Huysmans und Jonne Weber zu schaffen. Felix Trinter konnte in einer entscheidenden Phase das Krifteler Spiel stabilisieren. Der zusätzliche Wechsel auf der Liberoposition Samuel Weth für Jakob Czmok führte zu einem weiteren Ruck in der Mannschaft, der zu einem 25:22 und 16:14 Sieg und damit zum Hessenmeistertitel für die TuS Kriftel führte. Mal wieder hat Wiesbaden alles von uns gefordert.
Erik Weber freute sich über diesen Titel und möchte an dieser Stelle noch einmal die Leistungsbreite des Kaders hervorheben. Entscheidend war zuletzt die Energie hinten raus. Durch die Wechselmöglichkeiten, insbesondere auch im Zuspiel mit Johan von Lojewski und Theo Reif, sorgten über das gesamte Turnier im Finale für das Quäntchen mehr. Herzlichen Glückwunsch an die tolle Entwicklung und die Jungs für diesen großartigen Mannschaftserfolg!
Für die TuS Kriftel 1 spielte: Jakob Witte, Conner Huysmans, Finn Kuhnert, Lukas Lauer, Jonne Weber, Till Kraus, Felix Trinter, Johan von Lojewski, Florian Heinle, Theo Reif, Jakob Czmok, Samuel Weth.
Für die TuS Kriftel 2 spielte: Alex Dai, Levi Nolte, Quentin Weiß, Randall Redeen, Lukas Krementz, Philipp Troschke, Royce Bassili, Silas Heisen, Nic Hochheimer, Marlon Bernstein, Tristan Sadhoff.



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