Zum dritten Saisonspiel in der Bundesliga machten sich zehn motivierte Spielerinnen auf den Weg nach Simmern. Die Halle war gut gefüllt und bot einen passenden Rahmen für die Begegnung. Aufgrund der Ferien war der Kader diesmal besonders klein. Trainer Max Kästner und Athletiktrainerin/Physiotherapeutin Helena Nitzke sowie einige Fans begleiteten die Mannschaft. Die Botschaft vor dem Spiel war eindeutig: Zusammenhalt, Teamgeist und gegenseitige Unterstützung. Jede sollte für die andere einstehen, sich gegenseitig unterstützen und auch nach Fehlern weiter motivieren. Es hieß bis zum Ende Durchhalten, füreinander kämpfen und als Team auftreten. Eine zusätzliche Herausforderung wartete auf dem Spielfeld. Durch den kleinen Kader mussten sie immer wieder ihre Positionen wechseln und Aufgaben übernehmen, die sie sonst nicht gewohnt waren. „Doch die Mannschaft nahm diese Herausforderung an und meisterte sie mit Bravour“, war der Trainer zufrieden.
Zu Beginn waren die Mädels vom Schwarzbach, die unter der Flagge der TSG Münster antreten, noch etwas unsicher. Doch mit den ersten Toren fanden sie immer besser ins Spiel. Sie erarbeiteten sich ihre Chancen, kämpften um jeden Ball und überzeugten mit einer stabilen Abwehr. Auch die beiden Torhüterinnen zeigten tolle Paraden und trugen dazu bei, dass Münster das Spielgeschehen bestimmte und eine Überraschung nach zuvor zwei deutlich verlorenen Spielen in der Luft lag. Auch nach der Pause knüpfte die Mannschaft zunächst an ihre gute Leistung an. Doch mit zunehmender Spielzeit machten sich die schwindenden Kräfte bemerkbar. Einige technische Fehler und unglückliche Torabschlüsse verhinderten, dass sich die Mädels weiter absetzen konnten.
Ab der 46. Minute entwickelte sich ein spannendes Duell, in dem beide Mannschaften bis zum Schluss um jeden Treffer kämpften. Die Entscheidung fiel denkbar knapp. Auch wenn es diesmal nicht für die ersten Punkte gereicht hat, können die Münsterer Mädels sehr stolz auf ihre Leistung sein. „Jede einzelne Spielerin hat gekämpft, niemand hat aufgegeben. Auf dem Feld und von der Bank aus unterstützten sich alle gegenseitig und hielten als Mannschaft zusammen. Auch die mitgereisten Fans standen das gesamte Spiel über hinter dem Team und sorgten für zusätzliche Motivation“, so das Fazit der Trainer. Für die nächsten Spiele gab es von den Eltern, den mitgereisten Fans und allen die die Daumen gedrückt haben, noch eine Portion Motivation: „Mädels, nehmt diesen Teamgeist mit ins nächste Spiel! Ihr habt gezeigt, was ihr gemeinsam erreichen könnt. Kämpft weiter füreinander, glaubt an euch und bleibt dran. Dann holt ihr euch beim nächsten Mal die ersten zwei Punkte!“
Es spielten: Sara Ivancic, Nora Friton (Tor), Eleni Prösamer (5), Emma Kern (2), Ida Jordan (1), Lucy Trog, Louisa Winter (8/2), Mette Neumann (2), Smilla Racky (3), Sophie Seym (2).
Vorschau
Am letzten Wochenende der Herbstferien legen die Handballer vom Schwarzbach schon wieder mächtig los. Allen voran steht das nächste Heimspiel der Bundesliga der weiblichen B-Jugend unter der Flagge der TSG Münster, aber mit vielen Spielerinnen aus Kriftel und Hofheim ein. Gegen die „Yellow Tigers“ aus Weiterstadt hoffen sie nicht nur auf ein gut gefülltes Haus, sondern auch vielleicht hier auf die ersten Punktgewinne der Saison. Die Aktiven hingegen müssen jeweils reisen, für die Damen in der Oberliga wäre ein Erfolgserlebnis in Bieber wichtig, die Herren hingegen streben wollen nach vier Siegen ihre weiße Weste bewahren.
Samstag, 17. Oktober
- Damen I: KSG Bieber – Schwarzbach 19.30 Uhr
- Männer I: HSG Breckenheim/Wallau/Massenheim II – Schwarzbach 16.15 Uhr
- Damen II: TG Rüdesheim – HSG Schwarzbach 17 Uhr
- Männer II: Katzenelnbogen/Klingelbach/Miehlen – Schwarzbach 17.30 Uhr
Sonntag, 18. Oktober
- Weibl. B-Jugend: TSG Münster – HSG WBW Yellow Tigers 16 Uhr, SBH
Handballer trauern um früheren Aktivposten Hannelore Seeharsch
Die Handballer der TuS Kriftel trauern um ein langjähriges und sehr aktives Mitglied. Im Alter von 89 Jahren ist jetzt Hannelore Seeharsch gestorben. Der Name Seeharsch steht beim Handball am Schwarzbach für eine lange Tradition, großes Engagement und großen Sport. Hannelore Seeharsch war lange mittendrin und hat sich im Vorstand viele Jahre engagiert. Dort war sie als Mädelwartin aktiv und hat sich schon früh um die Belange im weiblichen Bereich gekümmert. Eine Aufgabe, die heute wichtiger denn je geworden ist.
Aber nicht nur das. Hannelore Seeharsch war auch als Betreuerin engagiert. Unvergessen ist ihre Beteiligung am Projekt mit ihrem Sohn Volker als Trainer bei der weiblichen A-Jugend der TGS Langenhain mit vielen Krifteler Spielerinnen, die es vor 35 Jahren sogar bis zur südwestdeutschen Meisterschaft geschafft haben. Nicht nur dort war Hannelore als Helferin und guter Geist mittendrin und hat mit ihrer guten Laune viele angesteckt.
Denn zudem hat sie die ganze Familie Seeharsch animiert und motiviert. Alle drei Kinder, Volker, Heike und Uwe, spielten aktiv Handball sehr, sehr erfolgreich und teils viele Jahre. Volker war Abteilungsleiter in Kriftel, Uwe im Vorstand Jugendwart und ist jetzt Vorsitzender des Fördervereins. Zudem hat sich Uwe lange als Trainer engagiert, ebenso Volker, der viele Mannschaften bis zu den Aktiven hoch trainierte und sich als Coach einen Namen in der Region gemacht hat, zuletzt auch als Schiedsrichter. Auch ihren Mann Diether konnte Hannelore für die TuS Kriftel begeistern. Er war zunächst Kassenwart in der Handballabteilung, dann viele Jahre ein sehr akribischer Schatzmeister im Hauptverein und ist noch heute Teil der Alten Herren.
Hannelore verfolgte den Handballsport immer mit großem Interesse, auch wenn sie zuletzt nicht mehr häufig in der Halle vorbeischauen konnte. Die Handballer werden ein Mitglied vermissen, dass wie kaum eine Zweite in ihrer Zeit engagiert war. Die TuS Kriftel und HSG Schwarzbach werden sie immer in bester Erinnerung halten. Unser Mitgefühl gilt der Familie. Die Beerdigung fang im engsten Familienkreis statt.


Kommentare