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Aus Holz und Leder entsteht ein Schuh

Traditionell veranstaltete der HGV in der ersten Ferienwoche seine Museumsspiele – Zwölf Kinder arbeiteten zum Thema „Römer“

Zum Programm gehört auch ein Ausflug an die Saalburg, wo sich viele Spuren des Lebens in der Römerzeit entdecken lassen.

(Foto: privat)

BISCHOFSHEIM (me) – Auch in diesem Jahr gab es im Bischofsheimer Museum Ferienspiele. Dabei haben alle einen Riesenspaß, und das Gute ist, man lernt auch noch etwas. Leider ist die Anzahl der Plätze begrenzt, mehr als zwölf Kinder können aus Platzgründen nicht teilnehmen und viele melden sich bereits für nächstes Jahr wieder an. Einige der Kinder sind „Wiederholungstäter“, sie haben schon ein paar Mal an den Ferienspielen teilgenommen. Das zeigt, dass die Spiele Spaß machen. Das Motto in diesem Jahr war „panem et circensis“ also „Brot und Spiele“, ein Leitspruch der alten Römer. Die Kinder sollten einen kleinen Einblick bekommen, was die alten Römer alles gemacht haben.

In den ersten zwei Tagen wurden Mosaike, Sandalen und Öllämpchen hergestellt. Dafür kamen Daniel und Jörg und brachten Formen sowie Ton mit, sodass jedes Kind seine eigene Lampe machen konnte. Die Sandalen wurden aus Holz und Leder hergestellt und die Kinder arbeiteten kräftig an ihren eigenen Schuhen. Dazu musste erst das zugeschnittene Holz glatt geschmirgelt und dann das Leder daran befestigt werden.

Das Verhältnis Betreuer zu Kindern ist 1:2, besser könnte es gar nicht sein. In diesem Jahr waren es bereits die 19. Ferienspiele des HGV und sie fanden wie immer in der ersten Ferienwoche statt. Es war eine gemischte Gruppe von elf Kindern, davon die drei Jungen Jonas, Daniel und Fabian, sowie acht Mädchen: Amelie, Anna, Isa, Julia, Klara, Lara, Linda und Paula.

Im Teilnahmebeitrag inklusive ist ein Mittagessen, das jeden Tag zusammen gekocht und gegessen wird. Am Montag gab es – wie im jedem Jahr – Nudeln mit Tomatensoße und Käse. Dienstag gab es vegetarischen mexikanischen Eintopf. Am Mittwoch und Donnerstag waren alle unterwegs und es wurde Picknick gemacht. Die Saalburg, die am Mittwoch besucht wurde, öffnete das Haupttor, die Porta Praetoria, damit die Besucher auf den Spuren der Römer eine Zeitreise unternehmen können. Alle Teilnehmer waren sehr wissbegierig und erkundeten das Gelände.

Der Ausflug am Donnerstag führte zur Villa Rustica in Heppenheim, ein Gelände in der Nähe des Industriegebietes. Dort konnten sich alle an Ausgrabungen beteiligen und waren mit Feuereifer dabei.

Am Freitag wurden die Kunstwerke noch fertiggestellt, um sie dann beim Abschlussfest im Heimatmuseum den Besuchern stolz präsentieren zu können, die angefertigten Sachen konnten sich wirklich sehen lassen. Mittags gab es Pellkartoffeln und Quark und nachmittags bei dem Abschlussfest mit den Eltern und Großeltern sorgten diese für Kaffee und Kuchen, während die kalten Getränke vom HGV gestellt wurden.

Da im Museum ein Klavier steht, durfte – wer wollte und konnte – darauf spielen und so gab es zum Mittagessen noch musikalische Unterhaltung, denn zwei der Kinder konnten schon richtig gut spielen. Auch die Betreuer Louisa – ein ehemaliges Ferienspielkind –, Mechthild, Kalli, Conny und Volker sowie Martin Stotz, der Restaurator – hatten jede Menge Spaß mit den Kindern. Praktikant Magnus kam hinzu, der seit Jahren an den Ferienspielen teilnimmt, in diesem Jahr jedoch zu alt als Ferienkind und zu jung als Betreuer war.

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