Magische Momente beim großen Finale

Bischofsheimer Ferienspiele endeten mit Zaubershow im Jugendhaus – Zertifikate verliehen

BISCHOFSHEIM (gus) – Bevor der Vorhang für dieses Jahr fiel, ging er am Freitag noch einmal mehrfach auf: Zum Abschluss des zweiwöchigen Bischofsheimer Ferienspielprogramms zeigten die sechs- bis elfjährigen Teilnehmer ihren Eltern und anderen Angehörigen, welche Zauberkräfte sie an den zehn Tagen rund ums Jugendhaus aufgesogen hatten.

 

Eine Show der magischen Künste entfaltete sich da, in der nicht nur die Trickserei selbst, sondern auch die Präsentation eine wichtige Rolle spielte. Es hatten sich zu Beginn der Ferienspiele Zauberergruppen gebildet, die an den einzelnen Szenen zusammenarbeiteten. Kostüme mussten hergestellt und die „Performance“ eingeübt werden. Das galt vor allem für die „Roten Wölfe“, die zum Auftakt der Show eine „Hexenbeschwörung“ vorführten.
Die „Grünen Falken“ nadelten einen Luftballon, ohne dass es ihn zerfetzte – zumindest im zweiten Anlauf, bei dem dann allerdings die Nadel nicht hinein wollte in den widerspenstigen Ballon. Der zeigte sich von der Beschwörungsformel unbeeindruckt, bis die Falken schließlich doch noch siegten.
Gedankenleser Amin erriet eine, ohne sein Wissen von einem Publikumskandidaten ausgewählte Spielkarte, Faris zeigte als weiterer Solokünstler mehrere Tricks aus dem Taschenspielerrepertoire. Geschickte Fragetechnik führt auch zum Erfolg beim Erraten vorher von einem Kandidaten ausgedachter Begriffe. Das bewies Jonathan, dessen Methode allerdings mit Zauberkunst wenig zu tun hat – eine kleine Spaßeinlage.
Der Höhepunkt an Aufwand war die Magische Kiste derWölfe, in der sich ein Ferienspielkind, obwohl im Handstand festgekettet, nach einer 360-Grad-Drehung des zwischenzeitlich geschlossenen schwarzen Kasten plötzlich stehend präsentierte – wer da wohl was gedreht hatte?
Anschließend gab es neben dem Applaus der Zuschauer Zertifikate für die Nachwuchsmagiere, vielleicht etwas für den Lebenslauf. Nicht ganz so nett war es von der Sonne, ausgerechnet während der Abschlussshow mit voller Kraft auf das Jugendhaus zu brennen. Die Verdunklung der Scheiben nutzte so nur wenig und zur Sauna wurde die Zauberstätte somit auch.
Die Grünen Falken und Blauen Drachen hatten nach dem eigentlichen Programm noch einen Außentermin, denn sie hantierten mit Feuer, zauberten Feuerwürmer und spuckten Flammen – das wäre im Gebäude nicht gefahrlos möglich gewesen.
Deutlich spürbar war die Schüchternheit bei vielen der jungen Künstler auf der Bühne. Dies schlug sich in verzagten Stimmen nieder. Die gerade von Zauberkünstlern gerne gepflegte Attitüde, durch eine gewisse dunkle Kühle ihre Allmacht über die Elemente zu demonstrieren, musste in dieser Show daher leider entfallen. Aber das zeigte eben, dass der Weg zum Künstler nicht über ein paar Tage Ferienspiele geht, sondern eine jahrelange Entwicklung und viel, viel Üben verlangt. Ferienspielleiterin Natascha Endler war mit dem Gesehenen jedenfalls zufrieden, „alle haben richtig etwas gelernt in den zwei Wochen“, lobte sie von der Bühne den Zauberauftritt der Kinder.

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