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Prima Pannenshow dank Zapfenstreich

Beim 35. Bockbieranstich im Bischofsheimer Bürgerhaus wollte das Bier erst nicht fließen

BISCHOFSHEIM (me) – Dieses Jahr war Premiere am Schlaghammer für Bürgermeisterin Ulrike Steinbach, nachdem ihr im vergangenen Jahr Clive Mosby, Vorsitzender des englischen Partnerschaftsvereins aus Crewe & Nantwich, beim traditionsbesetzten Bockbieranstich der Gemeinde half, das erste Fass anzuzapfen. Sehr zur Gaudi der anwesenden Gäste ging einiges schief: Obwohl Steinbach sich mit aller Kraft bemühte, der Zapfhahn ließ sich nicht einschlagen.

 

Nichts von dem flüssigen Nass floss in den riesigen Bierkrug. Die erste Analyse war: „Das Fass oder der Hahn müssen kaputt sein.“ Dagegen witzelte die Band Schlawiner: „Das Fass ist leer.“ Werner Dietz von der Radeberger-Gruppe, von denen das dunkelmalzige „Carolus Magnus“ stammt, schüttelte erstaunt den Kopf. „So etwas habe ich in 50 Jahren noch nicht erlebt“, und holte einen neuen Zapfhahn, „nicht, dass uns noch Sabotage unterstellt wird“.
Tatsächlich hatte sich in dem ersten Zapfhahn eine Kugel versteckt. Jetzt gelang es auf Anhieb und das dunkle Bier mit acht Prozent Alkoholgehalt und 24 Prozent Stammwürze konnte endlich sprudeln und von den Helfern im Trachtenlook an die ca. 300 Gäste verteilt werden. 
Die Schlawiner, die ihrem Namen alle Ehre machten spielten „In München steht ein Hofbräuhaus“ und auch alle anderen gern gehörten Bierzelt-Klassiker rauf und runter. Die Gäste hatten sich in Dirndl und Janker geworfen und bevölkerten sofort die Tanzfläche und das blieb auch den ganzen Nachmittag so. Es ist erstaunlich, mit wie viel Elan die älteren Leute noch das Tanzbein schwingen, dahinter können sich viele jüngere verstecken.
Die Senioren ab 65 Jahre, sowie alle Schwerbehinderten werden von der Gemeinde für nur fünf Euro zu Bier, Paarweck, Worscht, Brezel und Tanz eingeladen. Die flotten Bedienungen, die natürlich alle zünftig gekleidet waren, wurden von den Parteien, der Generationenhilfe, ehemaligen Verwaltungsangestellten, dem Vereinsring, den Hilfsorganisationen und Gemeindemitgliedern gestellt.
Das Rote Kreuz Mainspitze hatte zusammen mit dem Privatmann Rainer Wolf – er fuhr den Gemeindebus – den Fahrdienst übernommen. Dafür waren viele sehr dankbar, natürlich war es nicht nur für die Hinfahrt gut, für die Rückfahrt war es erst recht hilfreich, wenn das Doppelbock seine Wirkung zeigte. „Wir freuen über die tolle Veranstaltung, bei der die Senioren und Seniorinnen aus sich heraus gehen und ausgelassen feiern“, sagte Organisatorin Ros?witha Schäfer von der Gemeindeverwaltung. Dieses Jahr war es bereits der 35. Bockbieranstich, und es werden sicherlich noch viele folgen, „denn es ist immer gute Laune angesagt und alle Senioren und Seniorinnen feiern mit“, betonte Schäfer.
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