Bauernbrücke dauerhaft für Autos tabu

Gemeindevertreter sind von Sanierung des Bauwerks nicht überzeugt

GINSHEIM (ast) – Sparen durch Sperren: Ab sofort ist die sogenannte Bauernbrücke über die Schwarzbach für den Schwerlastverkehr gesperrt. Wie berichtet, lässt die Statik nur noch Fußgänger und Fahrradfahrer zu. Autos und landwirtschaftliche Fahrzeuge dürfen vorübergehend den Weg über die Sperrtorbrücke am Schwarzbachpumpwerk nehmen. Um die Bauernbrücke für Fahrzeuge aller Art wieder passierbar zu machen, müssten rund 300.000 Euro investiert werden. Gegenwärtig sind im Haushaltsplan aber nur Sanierungskosten von insgesamt 60.000 Euro eingestellt. In der Gemeindevertretersitzung am vergangenen Donnerstag bat Bürgermeister Richard von Neumann darum, die Haushaltssperre aufzuheben. Für rund 30.000 Euro soll zumindest im Herbst der Belag mit Eichenbohlen erneuert werden. 

 

Albrecht Marufke von den Freien Wählern schlug darauf spartüchtig vor, die Bauernbrücke ganz zu sperren und den Überweg am Pumpwerk für alle Verkehrsteilnehmer zu öffnen. So könne man auch die 30.000 Euro für den Belag einsparen. Das bedürfe einer dauerhaften Genehmigung des Regierungspräsidiums Darmstadt, ließ der Bürgermeister wissen. Der Verwaltung liegt gegenwärtig nur eine mündliche Zusage für begrenzte Zeit der Nutzung vor.
Mario Bach (CDU) will ebenfalls sparen. Jetzt 30.000 Euro für einen neuen Belag der Bauernbrücke auszugeben, die nur von Fußgängern und Radfahrern benutzt werden könne, sei Unsinn. Er schlug vor den jetzigen Belag zu belassen, der die Nutzung per Pedes und Fahrrad nicht beeinträchtige. Gleichzeitig müsse selbstverständlich sichergestellt werden, dass der Schwerlastverkehr dauerhaft über die Sperrtorbrücke geführt werden könne. Unter dieser Bedingung könnten die gesamten Sanierungskosten für die Bauernbrücke eingespart werden, folgerte er. 
Ein verblüffter Bürgermeister nahm darauf die Vorlage zur Aufhebung der Haushaltssperre zurück. Er wolle noch einmal mit der Verwaltung über das Bauernbrückenproblem sprechen, ließ er wissen. Nach der Sommerpause wird weiterdebattiert. 

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