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Das Thema passt perfekt zur Wetterlage

In Ginsheim und Gustavsburg haben die zweiwöchigen Ferienspiele begonnen – Bewährter Rahmen

Essen fassen bei den Minis: Die Kleinsten, die im Gustavsburger Kinder- und Jugendhaus aktiv sind, stellen mit in diesem Jahr nur 22 Teilnehmern auch die kleinste Gruppe.(gus/Fotos: Steinacker)

GINSHEIM-GUSTAVSBURG (gus) – Nicht immer passt es so gut wie diesmal, aber das Element Wasser ins Zentrum der zweiwöchigen Ferienspiele am Ginsheimer Jugendhaus zu stellen, erweist sich in der ersten Woche dank des sommerlichen Wetters als Volltreffer. Mit Badekleidung kommen die Kinder der „Midis“, die in der Einrichtung residieren, derzeit zumindest in der Mittagshitze bestens aus. Denn die künftigen Dritt- bis Fünftklässler widmen sich im ersten Teil des Tages dem Bau diverser Stationen an Wasserspielen, die dann am Donnerstag kommender Woche beim Abschlussfest für nassen Spaß für alle sorgen sollen.

Die Leiterinnen der Midi-Gruppe sind in diesem Jahr Simone Hauke, seit Mai bei der Stadt als pädagogische Leiterin im Kindertreff in Gustavsburg tätig, und Ferdaous Chennouf, die schon seit acht Jahren zum Betreuerteam der Ferienspiele zählt. Sie ließen als erstes die 480 Ein-Liter-Flaschen aus den 40 Getränkekisten, die der Lieferant freundlicherweise zur Verfügung stellte, mit Wasser füllen. Nun bilden diese Kisten zusammen mit dem gemauerten Halbrund auf dem Platz vor dem Jugendhaus die Wand eines Wasserbassins, das schnell zum Zentrum des Geschehens der Gruppe wurde.

Natürlich können nicht alle 70 Kinder – die Midis bilden damit erneut die mit Abstand größte der drei Gruppen – gleichzeitig das begrenzt große Becken stürmen. Ersatz bietet eine kleiner Gummipool hinter dem Jugendhaus, wo auch die Basteltätigkeiten stattfinden. Eine Kunststoffplane liegt auf dem Rasen bereit, um – mit biologisch abbaubarer Seifenflüssigkeit präpariert – als Rutschbahn ein bodennahes Flugerlebnis zu ermöglichen. Alles dies soll bis kommenden Donnerstag Form annehmen und zu einem Wasserparcours anwachsen.

In drei Untergruppen haben die Midis sich am Wochenbeginn aufgeteilt und eigenwillige Namen gewählt. Die „Chinchillas“ konkurrieren nun gelegentlich mit den „Besten der Besten“ und den „krassen Zahnseidigen“. Sie arbeiten an den Vormittagen in den Projekten, an den Nachmittagen ist freies Spiel angesagt, immer um Ausflugsangebote ergänzt. So machte sich am Dienstag rund ein Dutzend Teilnehmer auf zu einer Fahrradtour auf die Langenau. Mittwochs und Freitags ist bei den Ferienspielen wie gewohnt Ausflugstag für die gesamte Mannschaft. Der Kurpfalz-Park in Wachenheim ist ein etabliertes Ziel, aber auch der Schwimmbad-Tag auf der Maaraue wird angeboten.

Das Kontrastprogramm zum wilden, kreativen Durcheinander am Ginsheimer Jugendhaus ist das Geschehen im Kinder- und Jugendtreff in Gustavsburg. Hier residieren die Minis, also die Kleinsten, die nach den Ferien die erste oder zweite Klasse besuchen werden. Von den 30 angebotenen Plätzen, sonst ebenfalls verlässlich ausgebucht, werden in der ersten Woche nur 22 in Anspruch genommen – und das ist für Leiterin Michaela Rüffert eine neue Erfahrung seit der Einführung der neuen Struktur mit den drei Alterskategorien. „Sonst waren wir auch immer ausgebucht, wir wissen nicht, woran es liegt, dass es diesmal deutlich weniger sind“, sagt die Mitarbeiterin des Kinder-und Jugendbüros.

Zwei Theorien hat sie zwar parat – so, dass die ABC-Schützen diesmal noch von ihren bisherigen Kitas mitbetreut werden und dass durch die frühen Ferien viele Familien jetzt bereits in Urlaub gefahren sind, weil sie im Juni noch die günstigere Preise mitnehmen wollen. Doch das wird nach dem Ende des Programms genauer zu analysieren sein. Den Teilnehmern kann es egal sein, mit vier pädagogischen Betreuern, unterstützt von einer Praktikantin, ist das Betreuungsverhältnis auch bei den Minis sehr gut.
Im Kinder- und Jugendtreff wird viel gemalt, gebastelt und gewerkelt, aber das Highlight sind auch für die Kleinsten die vielen Ausflüge in die Umgebung. So ist ein Besuch des Hochheimer Abenteuerspielplatzes Standard bei der Gruppe. Rüffert weiß auch, dass die Mainzer Neustadt mit dem Wasserspielplatz am Goetheplatz bei den augenblicklichen Temperaturen immer sehr gut ankommt.

In Steinwurfweite haben die „Maxis“, die künftigen Sechst- und Siebtklässler, ihre Basis, das Zinn-Schulhaus. Hier sind noch einmal 25 Plätze zu vergeben gewesen. Alle drei Gruppen gemeinsam schließen die zweiwöchigen Spiele am Freitag kommender Woche mit einem Großausflug ins Frankfurter Rebstockbad ab – auch das ist inzwischen ein etablierter Programmpunkt der Ginsheim-Gustavsburger Ferienspiele. Auch, wenn zumindest die Midis dann zwei ziemlich nasse Wochen hinter sich haben, zumal am Donnerstag, auch dies ein Angebot an alle drei Gruppen, die Feuerwehr auf dem IGS-Parkplatz die Schläuche auspacken und ordentlich Wasserfontänen herabprasseln lassen wird.

Verpflegt werden die Kinder auch in diesem Jahr wieder durch Andreas Schneider von der Ginsheimer „Altrheinschänke“. Die Stadt gönnt ihren Ferienspielkindern damit ein Catering der gehobenen Art, so dass es auch an diesem nicht ganz unwesentlichen Punkt für die Zufriedenheit der Kinder mit dem Angebot stimmt. Umso rätselhafter eben die nachlassende Teilnahme bei den jüngsten Jahrgängen. Daraus müsse man aber nicht gleich ein größeres Problem oder einen Trend ableiten, betont Rüffert, die derzeit keinen Anlass sieht, an den Konzepten grundlegend zu rühren.

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