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Kerb mit „Cordula“ und „Rosie“

Strahlender Sonnenschein lockt zahlreiche Besucher – Neue und wiedergewonnene Attraktionen

Bürgermeister Michael Antenbrink (links) wurde während des Kerbeumzugs auf dem Rathausplatz zum Ehrenkerbeborsch ernannt.
(Fotos: T. Höfel)
 

FLÖRSHEIM (hö) – Das Wetter wirkte wie bestellt an diesem ersten Kerbewochenende (20./21. Oktober): Der offensichtlich kaum verabschiedungswillige Spätsommer ließ beinahe durchgängig die Sonne hervortreten und trug mit Sicherheit zu dem gut gelaunten Treiben auf dem Kerbeplatz am Mainufer bei. Auf jeden Fall veranlasste er die Kerbeborsch um Kerbevadder Kilian Müller, den sonntäglichen Kerbekaffee aus dem Gemeindezentrum St. Gallus ebenfalls spontan ins Freie zu verlegen. „Das kam sehr gut an bei den Leuten“, freute sich Müller, der nach dem vorausgegangenen traditionellen Festgottesdienst in der angrenzenden Kirche und dem von zahlreichen Schaulustigen gesäumten Kerbeumzug durchweg zufrieden wirkte – und sich inmitten seiner „Kollegen“ äußerst wohl zu fühlen schien. „Wir sind durch die Kerb alle zusammengewachsen. Die letzte Zeit hat die Gemeinschaft noch einmal verstärkt, ich bin sehr zufrieden mit der Truppe.“

Diese setzt sich aus 16 Kerbeborsch der Jahrgänge 2000/2001 und ihren 15 Kerbemädels zusammen. Dass sie mittlerweile als gut eingeschworenes Kollektiv funktionieren, durften sie in den zurückliegenden Tagen nicht nur bei den Feierlichkeiten, sondern auch den organisatorischen Pflichten unter Beweis stellen. Als besonderer Höhepunkt zählte dazu wie gewohnt das Aufstellen des Kerbebaums am Samstagmorgen, das sich mehr oder weniger nahtlos an den Kneipenumzug des Vorabends anschloss und einmal mehr als nicht ganz unproblematische Aufgabe entpuppte. Nach dem erfolglosen Versuch, über verschiedene Anlaufstellen einen geeigneten Ersatz für die zu kurze Leiter zu finden, konnte der schmale, hohe Baum dank leichter Umjustierungen am mobilen Kran schließlich doch an seinem vorgesehenen Platz neben der Gaststätte „Zum Hirsch“ postiert werden.

Der durch die anfänglichen Schwierigkeiten entstandene zeitliche Mehraufwand schadete dem Programmablauf jedoch in keiner Weise. Pünktlich um 16 Uhr positionierten sich die Kerbeborsch in Reih und Glied und mit den in diesem Jahr blau-gelben Schärpen vor ihrem Baum, um die Kerb gemeinsam mit Bürgermeister Michael Antenbrink offiziell zu eröffnen. Die am Ende doch „nervenaufreibende Vorbereitung“, wie Müller später erklärte, war in diesem Moment endgültig abgeschlossen und hatte sich allem Anschein nach gelohnt. Während er mit den Worten „Hier stehen wir in Blau und Gelb und regier’n die Kerbewelt“ die ersehnte Kerberede einleitete, durfte Kerbepupp „Rosie“ aus den Baumwipfeln bereits auf einen gefüllten Rummelplatz blicken. Für den Abend jedoch sah sie sich im Ringen um die Aufmerksamkeit der Kerbegesellschaft neuer weiblicher „Konkurrenz“ ausgesetzt: Auf dem Kerbetanz im Gemeindezentrum St. Gallus schien „Cordula Grün“ besonders begehrt zu sein – der aktuelle Hit des österreichischen Künstlers „Josh.“, der über den Abend hinweg mehrfach gefordert und durch die Flörsheimer Showband „Don’t Stop“ mehr als einmal dargeboten wurde. Eingeleitet wurde die bis in die Morgenstunden gehende Veranstaltung zuvor durch den Fassanstich im Beisein des Ersten Stadtrats Sven Heß.

An gleicher Stelle fand am Montag, 23. Oktober, nach dem traditionellen Weckruf auch der obligatorische und gut besuchte Frühschoppen statt. Dem im Anschluss folgenden Gickelschlag wohnten über 200 Zuschauer bei, ehe zumindest terminlich eine kleine Verschnaufpause folgte. „Es ist anstrengend, aber mit sehr viel Spaß verbunden“, fasste Kerbevadder Müller zusammen.

Auf dem Kerbeplatz selbst dürfte bei den meisten Besuchern der Spaß eindeutig im Vordergrund gestanden haben. Neben vielem Altbekannten boten ein Rückkehrer und ein „Newcomer“ nicht nur am Familientag am Dienstagnachmittag besonderen Anlass zur Freude: Mit der Berg- und Talbahn war ein bei Klein und Groß beliebter Karussellklassiker nach mehrjähriger Abstinenz zurück am Mainufer, während man sich ein paar Stände weiter in übergroßen Wasserbällen austoben und -probieren konnte.

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