Großer Erfolg für die Showturngruppe Mapindus: Beim hessischen Landesfinale der TuJu-Stars am Samstag, 28. März. In Rodenbach hat sich die Gruppe mit einer eindrucksvollen Darbietung erneut für das Bundesfinale am 20. Juni in Erkelenz qualifiziert.
Insgesamt zehn Gruppen kämpften in einem hochklassigen Wettbewerb um den Titel. Das Publikum erlebte ein abwechslungsreiches und kreatives Showprogramm, das von fantasievollen Unterwasserwelten über Ameisen bis hin zum Thema Bienensterben reichte.
Mit ihrer spektakulären Performance „Panther“ setzte Mapindus dabei ein deutliches Ausrufezeichen. Im Zentrum des Auftritts stand ein eigens gebauter, 4,80 Meter langer Panther, der die Bühne optisch dominierte und der Choreografie eine außergewöhnliche Präsenz verlieh. Die 50 Turnerinnen und Turner – die größte Gruppe des Wettbewerbs – verbanden ihre akrobatischen Elemente eindrucksvoll mit dem aufwendig gestalteten Bühnenbild. Mitreißend inszenierte Bewegungsabläufe, starke Ausdruckskraft und anspruchsvolle Akrobatik wie Flickflack, Salto und weitere turnerische Höchstleistungen sorgten in der Halle ebenso wie im Livestream des Hessischen Turnverbands für begeisterte Reaktionen und langanhaltenden Applaus.
Besonders eindrucksvoll war zudem die erstmalige Präsentation eines dreistöckigen Elements, das perfekt in die Darbietung eingebunden wurde. Der Auftritt hinterließ bei vielen Zuschauerinnen und Zuschauern Staunen und Gänsehaut.
Umso größer war am Ende die Überraschung, als Mapindus trotz dieser herausragenden Vorstellung den 2. Platz belegte. Die Bewertung bei den TuJu-Stars erfolgt unter anderem in den Kategorien Originalität und Kreativität, Bewegungsvielfalt, Kostüme sowie Ausdruck. Warum es trotz eines aus Sicht vieler Zuschauerinnen und Zuschauer außergewöhnlichen Auftritts nicht für Platz 1 reichte, bleibt offen. Anders als in Sportarten mit transparenten Punktesystemen bleibt das Feedback bei den TuJu-Stars vergleichsweise allgemein und lässt nur bedingt Rückschlüsse auf die Entscheidung der Jury zu.
Für die Gruppe überwog nach der ersten Enttäuschung schließlich die Freude über den erneuten Einzug ins Bundesfinale. Zahlreiche mitgereiste Eltern und Unterstützende teilten ihren Stolz und ihre Begeisterung über die eindrucksvolle Leistung der jungen Athletinnen und Athleten.
Bereits am darauffolgenden Tag wartete auf einen Teil der Aktiven die nächste große Herausforderung. Viel Zeit zum Durchatmen blieb nicht: 27 Turnerinnen und Turner im Alter von 14 bis 26 Jahren gingen in Rodenbach mit der Gruppe Zamani beim Showwettbewerb „Rendezvous der Besten“ an den Start. Anders als bei klassischen Wettkämpfen steht hier nicht die reine Platzierung im Vordergrund, sondern die Verbindung aus Kreativität, Innovation, Originalität, Präzision und Bewegungsqualität. Gruppen aus verschiedensten Bereichen wie Tanz, Turnen, Akrobatik, Rope Skipping, Trampolin oder Aerobic präsentieren dabei ihre Vorführungen auf hohem Niveau. Die drei besten Gruppen eines Landesentscheids qualifizieren sich für das DTB-Bundesfinale. Platzierungen im eigentlichen Sinn werden dort nicht vergeben.
Auch Zamani überzeugte mit seiner Darbietung „Break the Silence“ und sicherte sich ebenfalls das Ticket für das Bundesfinale „Rendezvous der Besten“. Damit darf sich die Gruppe auf die bundesweite Bühne freuen: Rodalben wird am 5. Dezember Austragungsort des Bundesfinales und damit Treffpunkt herausragender Showgruppen aus ganz Deutschland. Nach dem erfolgreichen Wochenende ist das für die DJK Flörsheim ein weiterer bedeutender Erfolg und ein eindrucksvoller Beleg für die hohe Qualität der Show- und Turnarbeit in beiden Formationen. Für die Athletinnen und Athleten bedeutet die Qualifikation nicht nur Anerkennung für ihren Einsatz, sondern auch die Chance, ihre Show vor nationalem Publikum zu präsentieren.
Nach dem erfolgreichen Wochenende legte die Gruppe nun eine kurze Osterpause ein, bevor die Vorbereitungen auf die beiden Bundesfinals starten. Trainerin und Jugendleiterin der DJK Flörsheim Elena Bach fasst die vergangenen Tage so zusammen:
„Dieses Wochenende war für uns in vielerlei Hinsicht etwas ganz Besonderes. Beide Gruppen haben mit großer Leidenschaft, Disziplin und beeindruckender Ausstrahlung gezeigt, was in ihnen steckt. Natürlich war nach dem TuJu-Stars-Finale zunächst auch Enttäuschung spürbar, aber umso schöner ist es, dass am Ende die Freude über gleich zwei Qualifikationen überwiegt. Ein solcher Erfolg ist nur möglich, weil wir auch im Hintergrund auf unglaublich viel Unterstützung zählen können. Unser herzlicher Dank gilt deshalb besonders den Eltern, die mit Fahrdiensten, Verpflegung, mentalem Rückhalt sowie ihrem Einsatz bei Kostümen und Requisiten einen ganz wesentlichen Beitrag geleistet haben. Jetzt nutzen wir die Osterpause, um kurz durchzuatmen, und dann richten wir den Blick mit voller Motivation auf die nächsten Herausforderungen.“



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