Leserbrief Gedanken zur Stadtentwicklung

Was versprach Bürgermeister vor der Wahl? Zuhören - entscheiden - machen. Was passiert, ist davon weit entfernt. Hier einige Schlagworte: Herrnberg-Komplex, versteigertes, verwahrlostes Haus in der Kolpingstraße, Parksituation usw.

Warum hat die Stadt nicht von ihrem Vorkaufsrecht Gebrauch gemacht? Warum lässt sie zu, dass der Eigentümer vom Komplex Herrnberg noch größeren Einfluss auf die Stadtentwicklung nimmt durch den Erwerb weiterer Komplexe? Warum hat man die Ansiedelung der Gewerbeeinheiten wie Wettbüros, Shishabars usw. im Wohngebiet überhaupt genehmigt? Warum hat man nicht bedacht, dass dafür auch Parkplätze benötigt werden, denn wo keine Parkplätze auch keine Gäste? Friseursalons etwa müssen Parkplätze kaufen. Privatleute müssen Besucherparkplätze vorhalten.

Was will man den Anwohnern und Bürgern der Stadt noch zumuten? Brennende Mülltonnen, zugeparkte Straße und Grundstücke, belästigte bzw. niedergeschlagene Frauen. Die Sicherheit ist nicht mehr gewährleistet. Das alles wäre vermeidbar gewesen, wenn man mit Weitblick gehandelt hätte!

Warum tut man sich in Flörsheim mit der Einführung von Anwohnerparken schwer? In anderen Kommunen bereits längst eingeführt! Stattdessen heißt es immer wieder: "Wir haben keine Handhabe". Lieber lässt man Einfahrten zuparken und setzt betagte Witwen unter Druck (Hausverkauf, Baumschnitt usw.). Denn hier ist keine Gegenwehr zu erwarten.

Unbebaute Grundstücke müssen innerhalb einer gewissen Frist bebaut werden. Warum hat man bei unbewohnten, heruntergekommenen Anwesen keine Handhabe? Die Anmeldung eines Gewerbes muss genehmigt werden. Die Zeit zu handeln wurde verschlafen. Kluge Köpfe braucht das Land!

Dagmar Müller

Rheinallee, Flörsheim

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