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Wickerer Weinfestcup feiert gelungene Premiere

Carsten Riedel siegt beim „Finale dahoam“

(vb) – Am vergangenen Wochenende drehte sich für die Tennisspieler des TV Wicker alles um das beliebte Wickerer Weinfest und den Wickerer Weinfestcup, ein erstmals ausgerichtetes Leistungsklassenturnier.

 

TVW-Sportwart Nils Heibel, Carsten Riedel und Markus Messerschmitt hatten eine Idee. Nach Einführung der Leistungsklassen für alle hessischen Mannschaftsspieler erweiterte sich die Turnierlandschaft um etliche neu angebotene Turniere, hier können die Teilnehmer ihre eigene Leistungsklasse verbessern.
TVW-Sportwart Nils Heibel, Carsten Riedel und Markus Messerschmitt hatten die Idee, ein Turnier mit Leistungsklassenunterteilung anzubieten, was bei den meisten anderen Turnieren nicht der Fall ist. Der Termin war schnell gefunden und weil das Wickerer Weinfest just an diesem Wochenende stattfand, war der Name „1. Wickerer Weinfestcup“ auch naheliegend.
Durch das Mitwirken der für den Hochheimer Ski-und Tennisverein spielenden Markus Messerschmitt und Carsten Riedel war auch sichergestellt, genügend Plätze für die Ausrichtung zu haben. Die Leistungsklassen wurden in drei Konkurrenzen aufgeteilt. LK 5–14, LK 13–20 und LK 19–23 waren schließlich die genauen Definitionen. Als schließlich die Genehmigung des hessischen Tennisverbandes eintraf, war die Hoffnung auf etwa 30 bis 40 Meldungen trotz zeitgleicher Turniere in Eschborn, Wiesbaden und Groß-Gerau durchaus berechtigt.
Nach und nach trudelten neue Meldungen per E-Mail aus der Rhein-Main-Region und darüber hinaus ein. Neben Teilnehmern aus Mainz, Wiesbaden, Frankfurt, Bad Homburg, Kronberg und Lorsch kam auch die Frage auf, wo denn Himbach, Echzell oder Steinheim lägen. Der Wickerer Weinfestcup wurde angenommen in der Tennisgemeinde und zählte letztendlich 79 Teilnehmer.
Pünktlich zur Eröffnung des Wickerer Weinfestes ging es am Freitagabend zeitgleich in Wicker und Hochheim bei herrlichem Tenniswetter los.
Großkampftag war der Samstag mit über 100 Partien – hatte man doch durch die B-Runde allen Verlierern der ersten Runde ein zweites Spiel garantiert. Eine goldrichtige Entscheidung, die großen Zuspruch bei den Turnierteilnehmern fand. Etliche enge Partien und Championstiebreaks ermittelten schließlich die Halbfinalisten für den Finalsonntag. Im Finale der Damenkonkurrenz kam es zum Spiel zweier Teamkolleginnen. Brigitte Nörenberg und Carmen Mildenberger aus Glashütten spielten clever ihre Erfahrung aus und ließen in den Vorschlussrunden ihren Gegnerinnen keine Chance. Im Finale spielte Brigitte Nörenberg groß auf und holte sich mit 6:0/6:1 den Titel „Erste Weinfestcupsiegerin“.
Die beiden sympathischen Damen gewannen viele neue Tennisfreunde in Wicker und Hochheim und besuchten sowohl am Samstagabend als auch Sonntagnachmittag gemeinsam das Weinfest.
In der „Königskonkurrenz“ LK 5–14 standen mit Carsten Riedel und Markus Messerschmitt zwei Lokalmatadoren im Halbfinale. Messerschmitt, der in Flörsheim seine Tennisjugend verbrachte und hier das Tennisspielen lernte, traf auf den an Nummer 2 gesetzten Stefan Hofmann vom TC Hofheim-Ried. Nach zwei langen und kräfteraubenden Partien am Samstag (7:6/6:2 gegen Jens Stadtmüller aus Frankfurt – 6:4/2:6/10:6 gegen Jonas Minthe aus Mainz) fehlte ihm etwas die Power, wodurch er sein Halbfinalspiel deutlich mit 1:6/2:6 verlor.
Besser machte es sein Hochheimer Mannschaftskollege Carsten Riedel im zweiten Halbfinale. Riedel hatte mit dem 15-jährigen Leonard Stolz vom TSC Mainz den frisch gebackenen Rheinhessenmeister der Aktiven und eines der hoffnungsvollsten Tennistalente aus Rheinland-Pfalz auf der Gegenseite. Die größere Erfahrung des 32-jährigen Neu-Hochheimers gab beim 6:3/7:5-Erfolg schließlich den Ausschlag und Riedel zog ins „Finale dahoam“ ein – trainiert er doch weiterhin regelmäßig mit seinen ehemaligen Teamkollegen und Freunden beim TV Wicker.
Im Finale boten Carsten Riedel und Stefan Hofmann den Zuschauern Tennis der Extraklasse mit intensiven Ballwechseln. Nach 1:1-Sätzen musste der Championstiebreak des dritten Satzes die Entscheidung bringen. Aber Riedel hatte nicht nur noch ein Ass im Ärmel sondern gleich drei und ging frühzeitig in Führung. Nach etwa zwei Stunden Spielzeit verwandelte er den zweiten Matchball per Überkopfball. 10:6 im Championstiebreak – der Jubel in Wicker und die Freude war Riesengroß.
Zeitgleich spielte im Finale der LK 19–23 mit Thorben Zander ein weiterer Wickerer. Als Nummer 6 der Setzliste gestartet, zog Zander nach Siegen gegen Ralf Siegmund (Kronberg/6:0 6:1), Vereinskamerad Nils Heibel (6:3/6:2) und David Hirsch aus Weisskirchen (6:3/6:2) ins Finale ein. Dort traf er auf Oliver Radtke vom TC Ober-Roden. Auch hier erwischte Zander den besseren Start und gewann den ersten Satz mit 6:4. Radtke kämpfte sich aber zurück in die Partie und holte sich den zweiten Satz mit 7:5. Im Championstiebreak fehlte Zander das „Matchglück“ und er musste den 10:6-Erfolg von Oliver Radtke im dritten Satz anerkennen.
Sieger in der LK-Gruppe 13–20 wurde Michael Bartel (BW Walldorf) durch einen souveränen 6:4/6:3-Erfolg gegen Konstantin Klauer vom TC Bad Homburg.
Weitere Erfolgreiche Wickerer Akteure waren Thorsten Ruepp und Christopher Heibel als B-Rundensieger ihrer jeweiligen Gruppe. Ruepp rang Marius Lenth vom TC Bierstadt mit 4:6/7:5/10:7 nieder, Heibel behielt im „Wickerer Duell“ gegen Sean Condon mit 7:5/6:4 die Oberhand.
Bei der abschließenden Siegerehrung freute sich der gut aufgelegte Turnierleiter Nils Heibel über den tollen Verlauf des Turniers und dankte allen Helfern und Beteiligten für drei tolle Tage in Wicker. Alle geehrten bekamen Weinflaschen gesponsert vom Weingut Mitter-Velten aus Hochheim und etliche Sachpreise überreicht. Einig war man sich bei den Turnierorganisatoren, ein gelungenes Turnier aus der Taufe gehoben zu haben und man hofft, den Wickerer Weinfestcup dauerhaft in der Turnierlandschaft etablieren zu können.
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