Auswärtssieg in letzter Sekunde SG Wehrheim/Obernhain – HSG MainHandball 24:25 (12:15)

SG Wehrheim/Obernhain – HSG MainHandball 24:25 (12:15)

Das Spiel beim direkten Konkurrenten kontrolliert, am Ende aber beinahe noch aus der Hand gegeben: Die Mainhandballer (Bezirksliga A) machten sich das Leben bei der Spielgemeinschaft Wehrheim/Obernhain nach einer klaren Führung selbst schwer. Hans-Jürgen Hübner wusste nicht so recht, ob er sich freuen oder ärgern sollte. „Dieses Ergebnis beim Tabellenvierten hätte ich im Vorfeld sofort unterschrieben, aber dass wir in der Schlussphase eine Führung von sechs Toren herschenken, das darf nicht sein“, sagte der HSG-Trainer.

Die Gäste bestimmten den Großteil der Partie, brachten jedoch bereits vor dem Seitenwechsel erstmals einen höheren Vorsprung (14:8) durch Nachlässigkeiten nicht über die Zeit. „Wir liegen mit sechs Toren vorne und haben Ballbesitz, schmeißen die Kugel dann aber ohne große Not weg und ebnen dem Gegner den Weg, um wieder näher heranzukommen. Ich kann nicht verstehen, wieso die Mannschaft da nicht in Ruhe den Angriff ausspielt und auf eine Chance wartet“, ärgerte sich Hübner über die Versäumnisse kurz vor der Pause.

Die größten Befürchtungen blieben der HSG-Bank eingangs der zweiten Halbzeit allerdings zunächst erspart. Angesichts einer erneut aufgebauten 21:15-Führung deutete vielmehr alles auf einen sicheren Sieg für die Untermainstädter hin. Nach einer Roten Karte gegen Simon Eicke, der in der 48. Minute aufgrund seiner dritten Zeitstrafe des Feldes verwiesen wurde, wichen die Gäste allerdings zunehmend von ihrer Linie ab und erlaubten sich zahlreiche Konzentrationsfehler. Der Vorsprung schmolz, bis die Mainhandballer in der Folge sogar den 24:24-Ausgleich kassierten.

Hübner nahm eine Auszeit und versuchte, seine Schützlinge so einzustellen, dass sie die zwei Punkte noch retten können. Und schließlich kreierte der Untermainverbund eine für den Gastgeber tödliche Situation: Oliver Mätzke wurde nach einer Passtäuschung geschickt in Szene gesetzt und markierte mit dem Schlusspfiff gerade noch so den befreienden 25. Treffer für den Auswärtssieg. „In den letzten Sekunden haben wir einen kühlen Kopf bewahrt. Davor haben wir eine Weile kopflos agiert“, befand Hübner, der nach dem Spiel zwar einiges bemängelte, als positiv jedoch die meist gute Deckungsarbeit sowie die Leistung von Luca Eberbach hervorhob.

Ohne Pause geht es für die HSG MainHandball direkt mit dem Heimspiel gegen den TuS Dotzheim II weiter. Die Wiesbadener finden sich am Sonntag (17.30 Uhr) in der Kelsterbacher IGS-Sporthalle ein, wo sie nach zuletzt drei Pleiten in Serie und Tabellenplatz neun als Außenseiter antreten. „Wenn wir die Fehler aus dem Spiel bei Wehrheim/Obernhain abstellen, sind wir gut gerüstet für diese Aufgabe. Ich sehe Dotzheim aber keineswegs als krassen Underdog an. Wir werden eine gute Vorstellung abliefern müssen, um gegen diese Mannschaft die Punkte bei uns zu halten“, sagte MH-Trainer Hans-Jürgen Hübner.

HSG: Majura, Wietschorke; M. Steinmetz (8/2), L. Steinmetz (5), Eicke (4), Mätzke (3), Eberbach, Ben Frej (je 2), Prus (1), Hechler, Gericke, Redlich, Dubravcic.

Kommentare

Der Inhalt dieses Feldes wird nicht öffentlich zugänglich angezeigt.
Sicherheitsprüfung
Diese Frage hat den Zweck zu testen, ob Sie ein menschlicher Benutzer sind und um automatisierten Spam vorzubeugen.
Bild-CAPTCHA
Geben Sie die Zeichen ein, die im Bild gezeigt werden.


X