Den letzten Tag nutzten 60 Besucherinnen und Besucher um die Sonderausstellung „Rhein-Main-Wellpappe: Vom Babbedeggel zum Kaddong“ im Hattersheimer Stadtmuseum noch einmal oder sogar zum ersten Mal zu sehen.
Der Vorsitzende Hans Franssen begrüßte die Gäste der Finissage am Sonntag, 22. Februar, mit einer beeindruckenden Bilanz: seit der Eröffnung am 26. Oktober hatten bis dahin 600 Besucherinnen und Besucher das Museum besucht. Letztendlich war die Ausstellung über die Geschichte der Hattersheimer Rhein-Main-Wellpappe an 26 Tagen geöffnet, was zusammen mit dem Abschlusstag einen Besucherdurchschnitt von 25 Personen je Öffnungstag bedeutete.
Der Geschichtsverein hatte mit der zweiten Sonderausstellung seit Eröffnung des Stadtmuseums ein wichtiges Kapitel der Hattersheimer Industriegeschichte aufgeschlagen und einen umfassenden Über- und Einblick zum Thema Wellpappe und zur Firmengeschichte der Holfelder AG präsentiert.
Dass die Schau so erfolgreich gelaufen ist, schrieb Franssen auch der besonderen Vorarbeit zu, bei der Zeitzeugen befragt und deren Wissen bzw. von ihnen überlassenen Objekte in die Ausstellungsplanung einbezogen werden konnten. So entstand beispielsweise das historische Dokument, ein 28 Minuten langer Interviewfilm, mit den ehemaligen Mitarbeitern Joachim Menzel, Peter Nauheimer und Matthias Scherer. Sie hatten von der Wellpappen-Produktion, den Arbeitsbedingungen in der Fabrik und den Umständen der Schließung des Unternehmens berichtet. Ihnen galt deshalb auch der ausdrückliche Dank des Vorsitzenden stellvertretend für alle anderen ehemaligen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Rhein-Main Wellpappe, die mit Informationen und historischem Material den Verein unterstützt hatten.
Mit Applaus wurden die Kuratorinnen Kirsten Rose, Dr. Andrea Schneider und Ulrike Milas-Quirin bedacht, denen Hans Franssen zum Abschluss seiner Rede für die gelungene Ausstellung und die Organisation des attraktiven Rahmenprogramm sowie wertvolle Vermittlungsarbeit Anerkennung aussprach.
Im Anschluss nutzten die Besucherinnen und Besucher der Finissage bei einem Gläschen Sekt die Zeit für Gespräche über Erlebtes oder Anekdoten aus dem Arbeitsleben. Dabei wurde deutlich, dass für die Ehemaligen Arbeitszeit und Lebenszeit in vielerlei Hinsicht deckungsgleich waren. Bei der Verabschiedung erhielten die Organisatorinnen von den Gästen viel Lob für die Präsentation. Dazu mischte sich Dankbarkeit für die Wertschätzung und die Gelegenheit, ehemalige Kollegen wiederzutreffen und Erinnerungen auszutauschen.
Über den Jahreswechsel hinweg ist es dem Geschichtsverein mit der Ausstellung über die Rhein-Main-Wellpappe dreizehn Wochen lang gelungen, ein Stück Hattersheimer Industriegeschichte in Erinnerung zu rufen und für viele Besucherinnen und Besucher wieder lebendig zu machen.
Weitere Informationen auch online unter www.hattersheimer-geschichtsverein.de

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