Die Stadt Hattersheim am Main informiert die Bürgerinnen und Bürger über eine neue, aktive Maßnahme zur Eindämmung der Asiatischen Tigermücke (Aedes albopictus) im Bereich der drei Friedhöfe im Stadtgebiet. Ab sofort werden auf den Friedhöfen in Hattersheim, Eddersheim und Okriftel regelmäßige Kontrollen durchgeführt, bei denen Brutstätten an zentralen Bereichen der Friedhöfe entfernt und behandelt werden. Dabei kommt ein zugelassenes Bacillus thuringiensis-Präparat (BTi) zum Einsatz. Dieser biologische Wirkstoff enthält einen Eiweißstoff, der ausschließlich Mückenlarven abtötet, allen anderen Tieren und Pflanzen jedoch nicht schadet.
Wichtige Punkte der Maßnahmen:
- Reinigungsarbeiten an typischen Brutstätten, um mögliche Wintereier zu entfernen wurden bereits durchgeführt.
- Ab sofort erfolgt eine regelmäßige Kontrolle sämtlicher stehender Wasserbehälter in zentralen Bereichen der Friedhöfe (z. B. Wasserabgabestellen, Gießkannen, Bereiche um die Urnenstelen) mit Entfernung von Brutstätten in Wasserbehältern und stehenden Gewässern.
- Zusätzlich erfolgt ein gezielter Einsatz des zulässigen BTi-Präparates, um die Entwicklung der Mückenlarven zu verhindern.
- Es findet eine fortlaufende Koordination mit den Gesundheits- und Umweltbehörden statt, um die Rechtskonformität und Wirksamkeit sicherzustellen.
Die oben aufgeführten Maßnahmen werden über den Sommer hinweg fortgeführt, um Eier und Larven der Tigermücken in Wasseransammlungen zu beseitigen. Dadurch kommt es in Folge nicht zum Massenschlupf (ab Mai/Juni).
Bürgermeister Klaus Schindling bittet dabei auch alle Bürgerinnen und Bürger um ihre Unterstützung: Auf allen individuell betreuten Grabstätten sollten unbeabsichtigte Wasseransammlungen verhindert werden, damit die Friedhöfe und die angrenzenden Bereiche sicher, sauber und frei von Brutstätten der Tigermücke bleiben. Mit den folgenden Maßnahmen kann jede und jeder aktiv dabei helfen:
- Ausleeren und Aufräumen – alle Wasseransammlungen an den Gräbern sollten regelmäßig vollständig ausgeleert werden: Das können Dekorationsartikel, Übertöpfe und Untersetzer oder auch Grabvasen, Blumenschalen und Gießkannen sein.
- Entsorgen – Defekte oder nicht mehr verwendbare Behältnisse sollten sofort weggeworfen werden, damit sich darin kein Wasser sammeln kann, z. B. Transportbehälter für Blumen, Pflanztöpfe oder sonstiger Abfall.
- Stehende Wasserquellen oder verdächtige Brutstätten sollten umgehend der Friedhofsverwaltung oder den Mitarbeitern der Friedhöfe gemeldet werden.
- Die Tigermücke lässt sich nur gemeinsam eindämmen. So kann man zum Beispiel mit anderen Personen, die auf dem Friedhof Gräber pflegen, ins Gespräch kommen und so auf die Maßnahmen aufmerksam macht.
Schon eine Verringerung der Tigermückenpopulation sorgt für eine geringere Belästigung durch Stiche und senkt das Risiko für potentielle Krankheitsübertragungen deutlich.
Informationen zur Tigermücke
Die Asiatische Tigermücke stammt ursprünglich aus Südostasien. In den letzten Jahrzehnten verbreitete sie sich als blinder Passagier weltweit durch den globalen Handels- und Reiseverkehr. Der Klimawandel und die damit verbundenen immer milderen Winter in unseren Breiten begünstigen ihre Ansiedlung. Sie legt ihre Eier bevorzugt in kleinen Wasserstellen ab, in denen sich Regenwasser sammeln kann, wie beispielsweise in Blumentopfuntersetzern, Vogeltränken oder verstopften Dachrinnen.
Aussehen: Auffällig ist das schwarz-weiß gestreifte Muster am ganzen Körper, besonders gut sichtbar ist der weiße Streifen auf Hinterkopf und Rücken. Die Tigermücke misst etwa 0,5 bis 1 cm. Im Vergleich zu einheimischen Stechmücken ist sie daher eher klein.
Weitere Informationen zur Prävention und Bekämpfung der Tigermücke finden Sie auf der Seite des Hessischen Landesamts für Gesundheit und Pflege:
https://hlfgp.hessen.de/klimawandel-und-gesundheit/asiatische-tigermuecke

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