Hattersheim wird digitaler

Neue Ideen wurden umgesetzt, KI unterstützt die Verwaltung / Hattersheim als eine von sechs Pilotkommunen ausgewählt

Bürgermeister Klaus Schindling an der ersten digitalen Stele auf dem Hattersheimer Friedhof.
Bürgermeister Klaus Schindling an der ersten digitalen Stele auf dem Hattersheimer Friedhof.

hb

Auch 2025 konnten bei der Digitalisierung, den smarten Anwendungen und dem OZG wieder neue Ideen umgesetzt und der Weg zur Digital City erfolgreich fortgesetzt werden.

Bei der OZG-Umsetzung steht Hattersheim am Main weiterhin auf Platz 1 aller Kommunen in Hessen - mit über 250 digitalisierten Leistungen. Für das Jahr 2026 ist geplant, diese weiter auszubauen. Auch die freiwilligen Leistungen (wie z. B. die Anmeldung zu den Ferienspielen oder dem Weihnachtsmarkt) stehen weiterhin im Fokus.

Aufgrund des Fortschritts im Bereich der OZG-Umsetzung wurde die Stadt Hattersheim am Main als eine von sechs hessischen Pilotkommunen ausgewählt, in Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung (BMDS) und dem Hessischen Ministerium für Digitalisierung und Innovation (HMD) die OZG-Umsetzung mit Hilfe von entwickelten Blaupausen in der gesamten Bundesrepublik voranzutreiben. Der Fokus liegt dabei auf den zentral entwickelten EfA-Leistungen („Einer für Alle“). Zu Beginn der Zusammenarbeit fand in den Räumlichkeiten der Stadtverwaltung ein Workshop mit allen Beteiligten statt. Es wurden die Herausforderungen am Beispiel der Ehe-Online, der elektronischen Wohnsitzanmeldung und der Gewerbe-An-, Um- und Abmeldung diskutiert. Weiterhin gibt es einen engen Kontakt mit dem HMD, um sich in diesem Themenfeld weiter auszutauschen.

Smarte Sensoren bieten Unterstützung in vielen Bereichen

Im Bereich Smart City wurden im Jahr 2025 einige Abfallbehälter im Stadtgebiet mit Sensoren ausgestattet, die den Füllstand messen und so unnötige Fahrten zum Leeren der Behälter verhindern. Außerdem wurden die Besucherzählanlage und die Wassertemperaturmessung im Hattersheimer Freibad eingerichtet und aktiviert. Auf dem smarten Dashboard können Interessierte sich nun vorab über die Belegung im Freibad und die Wassertemperatur informieren. Auch im Bereich Smart City ist der weitere Ausbau für dieses Jahr geplant (z. B. weitere Environment-Sensoren in öffentlichen Räumen).

Erste digitale Info-Stele installiert

Ebenfalls mit in den Bereich Smart City fällt der Aufbau der ersten digitalen Info-Stele der Stadt Hattersheim am Main. Diese wurde vor kurzem am Friedhof in Hattersheim installiert. Unter Federführung des Referats Friedhof, Grün, Natur wurde die Stele ausgesucht und konfiguriert.

Besucherinnen und Besucher des Hattersheimer Friedhofs können über den Touchscreen auf einfache Weise Informationen zu Bestattungsterminen, die Karte des Friedhofs und Ansprechpartner erhalten. Auch dynamisch erfasste Daten wie die Wetterdaten, die von der Wetterstation in Hattersheim geliefert werden, können dort abgerufen werden.

Die Informationen werden über einen PC in der Stadtverwaltung aktualisiert und gepflegt. Dadurch fallen die regelmäßigen Fahrten für die Aushänge im Schaukasten weg, was die Umwelt und den Haushalt schont. Für das Jahr 2026 sind weitere Stelen in den anderen beiden Stadtteilen geplant.

KI hält auch bei der Stadtverwaltung Einzug

Auch der Einsatz von KI wurde in diesem Jahr bei der Stadtverwaltung Hattersheim am Main per KI-Dienstanweisung etabliert, und somit die Vorgaben der EU-KI-VO umgesetzt. Auf Basis dieser KI-Dienstanweisung ist vor kurzem eine DSGVO-konforme KI-Lösung für die Sachbearbeitung, zunächst probeweise, eingeführt worden. Das Tool soll Mitarbeitende beim Erstellen von Texten und Grafiken, aber auch beim Vergleichen von verschiedenen Dokumenten unterstützen. Auf der gleichen Technologie wurde ein neuer KI-Chatbot auf der Website www.hattersheim.de implementiert. Er kann genauere Informationen zu den Leistungen der Stadtverwaltung zur Verfügung stellen. Das System ist mehrsprachig und wird mit einer eigenen Datenbasis gespeist.

Für Bürgermeister Klaus Schindling ist die Digitalisierung in Hattersheim ein zentrales Thema. „Sowohl die Verwaltungsdigitalisierung wie auch die Umsetzung des Onlinezugangsgesetzes und die Smart-City-Projekte sind unerlässlich für eine zukunftssichere Stadt Hattersheim am Main. Ich bin daher hocherfreut über die Vorbildfunktion, die wir weiterhin in verschiedenen Bereichen innehaben. Durch die engagierte Arbeit im IT- und Digitalisierungsteam wurde Hattersheim als hessische Pilotkommune bei der bundesweiten Digitalisierungsoffensive ausgewählt. Und auch im öffentlichen Raum zeigt sich an immer mehr Orten, dass die Digitalisierung voranschreitet. So konnten wir jetzt die erste digitale Stele auf dem Friedhof in Hattersheim bereitstellen.“

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