Es ist ein schöner Brauch und meistens auch der erste offizielle Termin im neuen Jahr: Der Empfang der Hattersheimer Sternsinger-Delegation im Innenhof des Nassauer Hofes.
Auch am vergangenen Montagvormittag kamen sie wieder, in ihren schmucken Gewändern, mit strahlenden Kronen und stolz ihre goldenen Sterne tragend, um Bürgermeister Klaus Schindling ein zum Anlass passendes Ständchen zu singen. Fröhlich wünschten Kaspar, Melchior und Balthasar ein fröhliches Jahr und baten um den Segen für dieses Haus - und alle, die da gehen ein und aus. Frohsinn, Friede und Einigkeit soll allen verliehen werden, heißt es abschließend in diesem klassischen Sternsingerlied.
Bürgermeister Schindling lobte die dargebotene Sangeskunst und berichtete den Kindern kurz von eigenen Kindheits- und Jugenderinnerungen als Sternsinger, wie der zu seiner Zeit üblichen Zugabe in Form des Lieds "Stern über Bethlehem, zeig uns den Weg", bevor er den Sternsingerinnen und Sternsingern für ihren Besuch herzlich dankte und natürlich auch die mitgebrachten Spendendosen mit einigen Scheinen füllte.
Zur Stärkung und zum Aufwärmen standen auch diesmal wieder jede Menge Weckmänner und heißer Kakao für alle bereit. Ein leckeres Angebot, von dem die Kinder nur zu gerne Gebrauch machten. Schließlich brachte Pfarrer Andreas Klee am Ende des Besuchs noch den neuen Segen an der Rathaustür an: "20*C+M+B+26" wird dort in den nächsten zwölf Monaten zu lesen sein.
Eröffnung der 68. Aktion Dreikönigssingen in Freiburg
„Wir wollen Segen bringen, Segen sein“ schallte es am Dienstag, 30. Dezember, lautstark über den Platz der Alten Synagoge in der Freiburger Innenstadt. Rund 1.000 Sternsingerinnen und Sternsinger und ihre 200 Begleitenden riefen bei der bundesweiten Eröffnung der 68. Aktion Dreikönigssingen ihren Slogan in den Freiburger Himmel und machten deutlich, warum sie in den kommenden Tagen unterwegs sein werden. „Als Königinnen und Könige setzt ihr euch dafür ein, dass Kinder, denen es nicht so gut geht, in einer besseren Welt aufwachsen können. Ihr macht euch dafür stark, dass Kinder nicht mehr arbeiten müssen, sondern zur Schule gehen und ihre Potenziale entfalten können“, sagte Erzbischof Stephan Burger, der sich über den Aktionsauftakt in seinem Erzbistum freute. „Die von euch gesammelten Spenden bewirken so viel Gutes. Darum möchte ich euch von ganzem Herzen Danke sagen – für euer Engagement und eure Solidarität. Ihr bringt Freude und Licht in die Häuser, die ihr besucht. Ihr bringt den Segen und seid ein Segen für viele Mädchen und Jungen in aller Welt.“
108 Königinnen und Könige zu Gast im Kanzleramt
Bundeskanzler Friedrich Merz empfing am Dienstag, 6. Januar, erstmals in seiner Amtszeit die Sternsingerinnen und Sternsinger im Bundeskanzleramt. 108 Königinnen und Könige, jeweils vier Kinder und Jugendliche aus allen 27 deutschen Bistümern, kamen nach Berlin und vertraten dort die engagierten Mädchen und Jungen, die sich um den Jahreswechsel bundesweit an der 68. Aktion Dreikönigssingen beteiligen.
Seit 1984 bringen die Sternsingerinnen und Sternsinger zum Jahresbeginn ihren Segen „Christus mansionem benedicat – Christus segne dieses Haus“ ins Bundeskanzleramt. Aus allen Himmelsrichtungen reisen sie in ihren prächtigen Gewändern, mit ihren goldenen Sternen und glänzenden Kronen in die Bundeshauptstadt.
Mehr als 1,4 Milliarden Euro seit dem Aktionsstart 1959
„Schule statt Fabrik – Sternsingen gegen Kinderarbeit“ lautet das Motto der 68. Aktion Dreikönigssingen. Die Aktion bringt den Sternsingerinnen und Sternsingern das Thema Kinderarbeit näher und zeigt, wie wichtig die Kinderrechte auf Schutz und Bildung sind. Das Dreikönigssingen 2026 ermutigt die Sternsingerinnen und Sternsinger sowie ihre Begleitenden, sich gegen Kinderarbeit einzusetzen und eine gerechtere Welt zu gestalten. Seit dem Start der Aktion 1959 kamen beim Dreikönigssingen insgesamt mehr als 1,4 Milliarden Euro zusammen, mit denen Projekte für benachteiligte und Not leidende Kinder in Afrika, Lateinamerika, Asien, Ozeanien und Osteuropa gefördert wurden. Mit den Mitteln aus der deutschlandweiten Solidaritätsaktion von Kindern für Kinder werden Projekte in den Bereichen Bildung, Ernährung, Gesundheit, Kinderschutz, Nothilfe, pastorale Aufgaben und soziale Integration unterstützt. Bundesweite Träger sind das Kindermissionswerk ‚Die Sternsinger‘ und der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ).




Kommentare