Asien, Amerika, Afrika, Europa – und hier sitzt mittendrin der bekannte Architekt Balthasar Neumann neben einem Hund als treuem Gefährten. Wo gibt es denn so etwas? In Würzburg! 50 Damen, darunter zehn Teilnehmerinnen der SG DJK Hattersheim sowie weitere aus den Sportvereinen DJK SC Schwarzweiß Flörsheim, DJK Sportfreunde Bad Homburg und DJK Schwarz Weiss Griesheim, nahmen an der DJK-Frauenfahrt des Diözesanverbands Limburg am 13. Juni nach Würzburg teil. Dabei bewunderten sie fantastische Deckengemälde mit oben beschriebenem Ausschnitt und erlebten gemeinsam einen wunderbaren Tag mit viel Sonne. Gut organisiert hatte den Tagesausflug Beatrix Rinkart, die DJK-Gleichstellungsbeauftrage, von der die Damen erfuhren: „In der Stadt Würzburg wurde vor 105 Jahren der erste DJK-Verein gegründet.“
Kaum aus dem Bus gestiegen ging es für die Damen nach der Ankunft über die Alte Mainbrücke mit ihren Heiligenfiguren: Golden glänzte im Sonnenlicht der Heiligenschein des Nepomuk mit seinen fünf Sternen und an der Uferseite die hoch gelegene Festung Marienberg. Ein anderer Heiliger, der Frankenapostel St. Kilian, war Namensgeber für den beeindruckenden Dom, der viertgrößten romanischen Kirche Deutschlands, mit barocken Stuckdekorationen. Auf ihrem Rundgang durch die Altstadt gab es für die DJK-Sportlerinnen - aus der Abteilung Frauenfitness in Hattersheim Susanne, Gerlinde, Rosi, Gisela, Gabi, Hatice, Maritta, Nora, Martina und Bärbel - einiges zu entdecken. Vorbei an Brunnen, zahlreichen Kirchen, Rathaus und Falkenhaus lud eine Kaffeepause am Marktplatz zur Stärkung und angeregten Gesprächen ein. Eine gemütliche Fahrt mit der Bimmelbahn rundete das Sightseeing-Programm mit weiteren Infos und Panorama-Ausblick ab.
Doch was wäre Würzburg ohne sein barockes Residenzschloss, ehemaliger Sitz der Fürstbischöfe und heute Unesco-Welterbe? Hier sahen die Besucherinnen nicht nur als architektonischen Höhepunkt das Treppenhaus, das der Hofarchitekt Balthasar Neumann als stützenfreies Muldengewölbe und bautechnische Meisterleistung geschaffen hatte, sondern auch das größte Deckenfresko der Welt. Doch wen erkannte man zwischen den beiden weißen Stuckfiguren in der oberen Ecke? Es war der Maler dieses Meisterwerks selbst, nämlich Giovanni Battista Tiepolo aus Venedig. Weiter rechts blickte Antonio Giuseppe Bossi über seine eigene Schulter, der als italienischer Stuckateur als Hauptmeister des Würzburger Rokokos gilt. So bewunderten die Damen mit dem geschmückten Elefanten, furchterregenden Krokodil, liegenden Kamel und eben auch dem treuen Hund die Exotik der damals bekannten vier Kontinente Asien, Amerika, Afrika und Europa, jeweils personifiziert durch fürstliche Frauengestalten. Als Hort der Künste wurde der Würzburger Hof ebenfalls dargestellt. Weitere Höhepunkte boten bei der Führung der Weiße Saal, der Kaiser- und Spiegelsaal. Im Hofgarten hatten die Fahrtteilnehmerinnen zuvor schön flanieren und entspannen können.
Die DJK-Damen ließen dann im Gasthaus „Schützenhof“ mit typisch fränkischer Küche den Tag in Geselligkeit und netter Atmosphäre ausklingen. Dabei genossen sie vom Biergarten aus den tollen Ausblick auf die Stadt, bevor der Bus sie wieder wohlbehalten zurückbrachte. Beatrix Rinkart freute sich, „dass das gemeinsame Erlebnis Frauen aus mehreren Vereinen zusammengebracht hat und weiterhin verbindet.“


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