Etwa zehn Fotografen und Fotografinnen trafen sich am 30. Juli am Stadtteilbüro der Hawobau, um zu einer gemeinsamen Fototour in die Hattersheimer Siedlung aufzubrechen. Im Rahmen des Sommers der Demokratie hatten sie sich vorgenommen, die Vielfalt des Stadtteils mal durch Kamera- oder auch Handy-Objektive zu betrachten und einiges davon festzuhalten.
Zum Einsatz kommen sollten auch etwa leere Plastikflaschen, Massagerollen und große sowie kleine „Glasmurmeln“ – wie man solche Dinge oder auch besondere Perspektiven in die Gestaltung von Fotografien einbinden kann, wurde zuvor besprochen. Zwar hatte natürlich jede/jeder sein Handy auch dabei, dennoch entschlossen sich fast alle Teilnehmer*Innen des Workshops das Angebot anzunehmen, mal mit einer „richtigen“ Kamera auf die Fotopirsch zu gehen. Also stand am Anfang des Spazierganges eine kurze Einweisung in den Umgang mit Autofokus, manuellem Fokus oder dem Zoom-Objektiv – während des gemeinsamen Spaziergangs wurden aber auch noch viele Dinge spontan nachgefragt und erklärt.
Die Gruppe zog mit einem kleinen Rollwagen voller Zubehör zunächst zum Eisernen Steg, von dort an der Bahnlinie entlang bis zu Schwarzbach, dann zum Tierpark, zur Alfred-Embs-Anlage und abschließend an der „Essbaren Siedlung“ vorbei wieder ins Stadtteilbüro. Es wurde viel experimentiert und gelacht, so mancher Spaziergänger oder Radfahrer wird sich an diesem Tag gewundert haben, warum so viele Menschen mit einer Kamera vor dem Gesicht dort unterwegs waren.
Zwei Wochen später hatte die gesamte Gruppe noch einmal sehr viel Spaß beim gemeinsamen Bilderbetrachten. „Das war ein toller Workshop, ich bin richtig froh, die Kamera mal ausprobiert zu haben.“ - „Die Fotos sind doch anders als die mit dem Handy.“ - „Wenn wieder mal so was angeboten wird, bin ich bestimmt wieder dabei!“, waren Resümees, die von Teilnehmer*Innen zu hören waren.
Zu sehen sein werden die Bilder des Fotoworkshops, genauso wie die Arbeiten des Cyanoptypie-Workshops und des Graffiti-Workshops, beim Abschlussfest des "Sommers der Demokratie", welches am Samstag, 27. August, um 15 Uhr in der Alfred-Embs-Anlage beginnt. Dort werden auch die „Lieder für die Teilhabe“ zu hören sein, für die man im entsprechenden Workshop extra „Siedlungs-Texte“ gefunden hat. Alles kann man bei Kaffee und Kuchen sowie bei „Siedlungsmusik“ genießen.


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