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Intoleranz-Vorwurf ist unbegründet

Vor zwei Wochen setzte sich Leser Christoph Gebhardt aus Hattersheim („Alternativer Blickwinkel“) kritisch mit der achtteiligen und nunmehr abgeschlossenen Serie „Beispiele für die Auflösung der christlichen Zivilisation Europas“ von Norbert Clasen auseinander. Aus der Gemeinde St. Athanasius erreichte die Redaktion hierzu nachfolgende Zuschrift.
 

Sehr geehrter Herr Gebhardt,
Herr Norbert Clasen ist zurzeit erkrankt, so dass er Ihren Leserbrief nicht erwidern kann. Wir bemühen uns, Ihnen in seinem Sinne zu antworten. Es fehlt allerdings hier der nötige Platz, um auf Ihre Vorwürfe und Behauptungen im Einzelnen einzugehen.

Nur einen Punkt möchten wir aber doch herausgreifen: Sie werfen Herrn Clasen „Intoleranz“ vor. Dieser Vorwurf ist unbegründet. Denn Toleranz bedeutet, dass etwas nur geduldet wird. Das heißt nichts anderes, als dass die Wahrheitsfrage damit verknüpft ist. Dass diese Bedeutung seit einiger Zeit umgebogen wird in Anerkennung oder gar Gutheißung von etwas, ist eine Verfälschung. Herr Clasen hat also durchaus recht, wenn er diese Verfälschung nicht mitmacht, was ihm dann als „Intoleranz“ ausgelegt wird.

Allgemein aber ist zu dem Thema, das Sie angesprochen haben – die „Ehe für alle“ – folgendes zu sagen, und zwar vom christlichen Standpunkt aus gesehen, von dem aus Sie offensichtlich mit der Betonung der christlichen Nächstenliebe und dem Zitat aus dem Korintherbrief argumentieren: In diesem Sinne ist festzuhalten, wer die Ehe eingerichtet hat – und das ist zweifellos der Schöpfergott. Er sprach: „Als Mann und Frau erschuf er sie.“ Und weiter: „Seid fruchtbar und mehret euch.“ Dies ist ein Befehl, wo jeder Hinweis auf „Ehe für alle“ nicht erkennbar ist, noch hineingedeutet werden kann. Fragen wir weiter. Wer hat alles erschaffen, wer hat dem Menschengeschlecht eindeutig befohlen, als Mann und Frau sich einzurichten? So ist in Matthäus 19,5 zu lesen: „Darum wird ein Mann Vater und Mutter verlassen und seiner Frau anhängen; und die zwei werden ein Fleisch sein.“ Hier ist nicht die Rede von Mann zu Mann oder Frau zu Frau. Der Schöpfergott hat dies so eingerichtet! Der, der das Universum mit den unzähligen Milliarden von Galaxien geschaffen und eingerichtet hat, hat das so angeordnet. Der, der auch unsere Erde mit ihrem Sonnensystem erschaffen hat. Der, der den Menschen erschaffen hat. Sie und mich. Was haben wir zu unserer Erschaffung beigetragen? Nichts. Deshalb ist der Mensch auch nicht befugt, in den Schöpferplan einzugreifen.

Dieter A. B. Raab und Peter Hoehne
St. Athanasiuskreis, Hattersheim

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