Gold und Silber für Hattersheimer Leichtathleten

Deutsche Meisterschaften der Masters in Mönchengladbach

vb

Zwei Wochen nach dem überaus erfolgreichen Abschneiden bei den Hessenmeisterschaften in Hattersheim ging es für die Masters-Leichtathleten am 18. und 19. Juli zu den Deutschen Meisterschaften nach Mönchengladbach. Zwar hatten sich alle Hattersheimer Teilnehmer der Hessenmeisterschaften für diese Deutschen Meisterschaften qualifiziert, doch die Schulferien machten einigen die Teilnahmechance zunichte. Zum Glück traf dies nicht für die beiden Hattersheimer Top-Athleten Volker Lellek und Katja Popanda zu und beide konnten antreten. Beide hatten auch durchaus berechtigte Medaillenchancen, doch auf Grund der hohen Leistungsdichte unter den Ranglistenbesten war dies nicht so selbstverständlich. Insbesondere Katja war vor ihrem ersten Versuch beim Dreisprung der Altersklasse W55 entsprechend nervös. Doch dieser erste Versuch gelang gleich richtig gut und sie landete bei 9,20 m, was erst einmal Platz 1 bedeutete. Noch zwei Wochen zuvor wäre dies Hessenrekord gewesen und es war klar: Die Medaille ist sicher. Es folgten weitere Top-Weiten von 9,36 m, 9,42 m, 9,37 m – alle besser als der alte Hessenrekord und zum fünften mal besser als je zuvor bis vor diesem Jahr, also auch in den vorherigen jüngeren Altersklassen. Fast hätte Katja die Sensation perfekt gemacht, denn die hochfavorisierte Konkurrentin hatte große Probleme mit dem Anlauf und ihr gelang nur 1 gültiger Versuch, mit dem sie dann aber doch noch mit knappem Vorsprung siegte. Katja freute sich über ihre Silbermedaille und auch die Drittplatzierte war dank Saisonbestleistung mit ihrer Medaille glücklich.

Spannend machte es am nächsten Tag Volker Lellek beim Weitsprung der Altersklasse M60. Im Gegensatz zu den Hessenmeisterschaften, wo er stets mit großem Vorsprung gewinnt, ging es bei den Deutschen Meisterschafte schon des öfteren nur um wenige Zentimeter zwischen Platz 1 und Platz 4 oder gar 5. Es fing auch gar nicht so gut für ihn an, denn nach dem ersten Durchgang lag er gegen die drei und vier Jahre jüngeren Konkurrenten nur auf Platz 3 und es bestand sogar die Gefahr, auf den undankbaren Platz 4 abzurutschen. Doch auch diesmal zeigte Volker wieder einmal Nervenstärke und die Fähigkeit, sich im Wettkampf nochmal zu steigern. Mit 5,06 m im zweiten Durchgang übernahm er die Führung und verbesserte sich im dritten Versuch auf eine erneute Saisonbestleistung von 5,14 m, was ihm mit nur einem Zentimeter vor dem Zweitplatzierten den Sieg und damit die Deutsche Meisterschaft einbrachte. Es war sein vierter DM-Titel, der erste jedoch im Freien nach drei Hallenmeisterschaften, unter anderem in diesem Jahr.

Nach der wohlverdienten Pause stehen nun nach den Ferien neben ein paar kleineren Sportfesten noch die Mehrkämpfe für den einen oder anderen an, unter anderem die Süddeutschen Meisterschaften im Drei- bzw. Fünf-Kampf in Aiching (Bayern). Hier hat sich vor allem Holger Bang im Drei-Kampf der Klasse M65 einiges vorgenommen.

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