Zwei Filme aus Hattersheim am Main beim „Flimmer“-Festival dabei
Zum Kinder- und Jugendmedienfestival des Main-Taunus-Kreises „Flimmer“ haben gleich zwei städtische Einrichtungen aus Hattersheim Beiträge eingereicht. Die Kinder des Schulkinderhauses Rathausstraße haben ein Musikvideo gedreht und die Kinder der offenen Lernhilfe der Familienoffensive haben aus gemalten Bildern, Texten und Tönen einen Film zusammengestellt.
Gerade diese herausfordernde Zeit, die geprägt ist von Kontaktbeschränkungen, Verordnungen und Hygienevorschriften, war die Ausgangslage dieser Filmideen. Es war für die Kinder sowie die Fachkräfte eine neue Herausforderung, der sich alle mit viel Spaß und großem Engagement gestellt haben. So sind zwei wirklich tolle Filme entstanden.
„Maskenmüll“
Was tun gegen Langeweile in der Corona-Pandemie? Das fragten sich die Kinder aus dem Schulkinderhaus in Hattersheim. Im vertrauten Rahmen sprachen die Kinder intensiv über die Corona-Pandemie. Dabei war auch das unschöne Bild im Stadtgebiet Thema. Denn sowohl auf den Gehwegen als auch in den Gebüschen werden die Einwegmasken und Plastikhandschuhe einfach achtlos weggeworfen. Den Kindern ist klar, dass das Tragen von Mund-Nasen-Masken eine wichtige Maßnahme ist, um die Pandemie in den Griff zu bekommen, jedoch ist sie im Alltag auch sehr nervig und anstrengend. Trotzdem muss man sie nicht in die Gegend werfen.
Die Kinder entschieden, ihren Gefühlen Ausdruck zu verleihen und auf den unachtsamen Umgang mit der Umwelt aufmerksam zu machen. Über die Form der Darstellung, sowie den Namen waren sich die Kinder schnell einig. Ein Musikvideo sollte es sein mit dem Namen „Maskenmüll“.
Innerhalb des Musikprojektes agierten die Kinder in eigener Regie. In sieben Treffen wurden Textpassagen geschrieben und die Liedauswahl getroffen. Im Anschluss daran wurde der Text eingesungen und auf das entsprechende Lied angepasst. Weiter ging es mit der Entwicklung des Storyboards und der Auswahl der Drehorte.
Der Prozess war im vollen Gange und in der nächsten Zeit war von Langeweile keine Spur mehr. Ein Perspektivwechsel bei den Kindern fand statt: Die anfängliche Langeweile wurde jetzt in Motivation umgesetzt. Nun ist es Zeit für die Kinder, sich neue Ziele zu setzen: Sie wollen berühmt werden…
„Tierisch gut - Beste Freunde“
Die Kinder der offenen Lernhilfe der Familienoffensive wurden seit März via Facetime von den Fachkräften beim Lernen begleitet. Ein Filmprojekt war geplant, aber wie dreht man einen Film, wenn man nicht zusammen ist? Mit Unterstützung des Jugendbildungswerkes des Main-Taunus-Kreises haben die Kinder Bilder gemalt, Töne und Sätze eingesprochen und per Videokonferenz als Film zusammen-geschnitten. Somit ist mit dem Film „Tierisch gut – Beste Freunde“ entstanden.
Am Freitag, 29. Januar werden alle elf eingereichten Filmbeiträge von 19 Uhr bis 2030 Uhr im Livestream über www.mtk.org/Flimmer zu sehen sein oder über die Programme: MOK Rhein-Main via Digitales oder im Kabelnetz Programmplatz 391. Für alle, die an diesem Termin keine Zeit haben, gibt es folgende Ausweichtermine: Freitag, 29. Januar, 23.01 Uhr; Samstag, 30. Januar, 23.01 Uhr; Sonntag, 31. Januar, 23.01 Uhr und Montag, 1. Februar, 11.01 Uhr und 15.01 Uhr.
Ein großes Dankeschön geht übrigens an die Flimmer-Organisatorinnen und Organisatoren, die den Teilnehmerinnen und Teilnehmern als besonderes Highlight Pakete mit Popcorn und anderen Leckereien für einen perfekten Kinoabend zu Hause bereitgestellt haben.
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