Eine frohe Botschaft für die Welt

63. Aktion Dreikönigssingen: "Heller denn je" - Segenspaket der Sternsinger für die Gemeindeverwaltung

63. Aktion Dreikönigssingen: "Heller denn je" - Segenspaket der Sternsinger für die Gemeindeverwaltung

„Alles ist in diesem Jahr durch die Corona-Pandemie anders, auch dieser Eröffnungsgottesdienst“ - das machte Aachens Bischof Dr. Helmut Dieser bereits am 29. Dezember im Rahmen des bundesweite Auftakts zur 63. Aktion Dreikönigssingen im Aachener Dom deutlich. Eigentlich war geplant, dass 1.200 Sternsinger zu diesem Anlass im Dom zugegen sind - letztendlich waren es nur zwölf, die Corona-Pandemie ließ mitten in der zweiten Welle keinen anderen Schritt zu. Jedoch konnten die vielen engagierten Mädchen und Jungen dem Wortgottesdienst auf digitalem Wege beiwohnen und an den Bildschirmen die Dankesworte von Bischof Dieser entgegennehmen: „Ihr bringt den Glanz zu den Menschen und in die Augen der Kinder, für die ihr die Spenden sammelt.“ Diese Formulierung passt zum Leitmotiv der Sternsinger-Aktion: „Heller denn je – die Welt braucht eine frohe Botschaft!“ Und unter dem Motto „Kindern Halt geben - in der Ukraine und weltweit“ bitten die Sternsinger in diesem Jahr um Spenden.

Alternative Aktionsformen

Die 63. Aktion Dreikönigssingen stellt sich in Zeiten der Pandemie anders dar als sonst. Mitte Dezember sprachen die bundesweiten Träger der Aktion Dreikönigssingen, das Kindermissionswerk "Die Sternsinger" und der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ), die Empfehlung für die Sternsingergruppen aus, in der momentanen Situation auf einen Besuch der Menschen an den Haustüren zu verzichten. Stattdessen setzt man gemeinsam mit den Sternsingern in den bundesweit rund 10.000 Pfarreien auf ein kontaktloses Sternsingen mit alternativen Aktionsformen, wie zum Beispiel dem Versenden von Segensbriefen und -paketen oder digitalen Sternsingerbesuchen. Die diesjährige Sternsingeraktion wurde zudem bis zum 2. Februar verlängert, damit für alle mehr Zeit zur Verfügung steht, um den Segen auf unüblichem Wege zu erhalten.

Die Sternsinger-Aktion 2021 ist kontaktlos und kreativ sowie solidarisch mit den Kindern in der Welt. Die Organisatoren sind überzeugt: Die Welt braucht eine frohe Botschaft, den Segen der Sternsinger, auf den sich zahlreiche Menschen zum Jahreswechsel so sehr freuen. Zugleich brauchen die Mädchen und Jungen in den Ländern der Einen Welt dringend die Unterstützung der Sternsinger. Denn die Folgen der Pandemie werden sie ganz besonders betreffen: ein Mangel an Lebensmittelversorgung, Schulschließungen, eine unzureichende Gesundheitsversorgung, ein Anstieg ausbeuterischer Kinderarbeit.

Segnen und sammeln steht also auch in diesem Jahr auf dem Programm der Sternsinger – und in Online-Formaten kann sogar gesungen werden.

Segen und Spende

Segensbriefe und -pakete, Segensaufkleber und weitere Materialien, die bei möglichen kontaktfreien Aktionsvarianten eingesetzt werden können, hat das Kindermissionswerk in großem Maße zur Verfügung gestellt. Auch in Gottesdiensten oder Sternsinger-Andachten kann der Segen ausgegeben und um Spenden für die Sternsingeraktion gebeten werden.

Da aufgrund der Kontaktbeschränkungen keine Hausbesuche durch die Sternsinger durchgeführt werden können, hat sich auch die hiesige katholische Kirchengemeinde St. Peter und Paul Hofheim-Kriftel alternative Varianten überlegt, um das Brauchtum in diesem Jahr fortführen zu können. So wurde auf der Homepage https://stpup.de ein gut acht Minuten langes Video veröffentlicht, das mit einer kleinen Abordnung von Sternsingern in der katholischen Kirche St. Vitus gedreht worden war. "Zugegeben, an der Übertragung von Weihrauchduft scheitert das Internet, aber ansonsten ist es sicher sehr vertraut und fast so wie der persönliche Besuch", heißt es dort erläuternd und mit einem Augenzwinkern.

Gemeinde unterstützt Hilfsprojekte

Und auch im Krifteler Rathaus musste der offizielle Besuch der Sternsinger mit Fototermin und Gesprächen in diesem Jahr leider ausfallen. Trotzdem erhielt die Gemeindeverwaltung von den Sternsingern ein „Segenspaket“. Enthalten waren unter anderem Segensspruch-Aufkleber. Der Erste Beigeordnete Franz Jirasek, der selbst als Jugendlicher in Hofheim als Sternsinger unterwegs war, und Bürgermeister Christian Seitz brachten jetzt einen der Aufkleber über dem Eingang des Rat- und Bürgerhauses an. „Wir werden natürlich die diesjährige Aktion des Dreikönigssingens zum Motto ‚Kinder Halt geben in der Ukraine und weltweit‘ unterstützen und spenden“, versprechen beide. Sie hoffen, dass im nächsten Jahr wieder viele Kinder als Sternsinger ins Rathaus kommen können.

In der gesamten Pfarrei gab es in diesem Jahr die Möglichkeit, von den „SternBringern“ ein Segenspaket kontaktlos in den Briefkasten geliefert zu bekommen. Inhalt: ein Streifen mit dem Segen zum Aufkleben an die Tür, ein Gebetstext, Informationen zum Sternsingerprojekt 2021 und eine Spendentüte mit Überweisungsträger.

Seit ihrem Start 1959 hat sich die Aktion Dreikönigssingen zur weltweit größten Solidaritätsaktion von Kindern für Kinder entwickelt. Rund 1,19 Milliarden Euro wurden seither gesammelt, mehr als 75.600 Projekte für Kinder in Afrika, Lateinamerika, Asien, Ozeanien und Osteuropa unterstützt. Bei der 62. Aktion zum Jahresbeginn 2020 hatten die Mädchen und Jungen aus 10.034 Pfarrgemeinden, Schulen und Kindergärten rund 52,4 Millionen Euro gesammelt. Mit den Mitteln fördert die Aktion Dreikönigssingen weltweit Projekte in den Bereichen Bildung, Gesundheit, Pastoral, Ernährung und soziale Integration.

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