Neuerscheinungen, bewegende Geschichten und virtuose Musik

Kulturforum Kriftel: Lesebühne am vergangenen Freitag im Rathaus

hb

Neuerscheinungen, bewegende Geschichten und virtuose Musik standen am 9. Oktober im Mittelpunkt der „Lesebühne“ Kriftel. Autorin Sabine Muchow präsentierte die Anthologie „Ins Land der Hoffnung“, die der Verein Nordbuch herausgegeben hat. Sie las ihre Geschichte von Einstein im Himmel und der gefundenen Weltformel. Anschließend entführte sie alle mit einer Geschichte von Sascha Zurawczak in die Hölle, die eine wüstenartigen Trostlosigkeit ist und wo sich keiner um den anderen kümmert. Und wie durch einen grünenden Keim, den man beachtet und wachsen lässt, eine lebendige Gemeinschaft entstehen kann.

Uta Franck nahm das Publikum mit in ihre Kindheit und Jugend nach Meldorf, an die Westküste Schleswig-Holsteins. In ihrem Buch „Wie ich zur Spökenkiekerin wurde“ hat sie Erinnerungen versammelt. Die Autorin berichtete davon, wie sie sich durch Arbeit beim Bauern auf dem Feld mit dem Verziehen von Rüben das Geld für ein Fahrrad zusammensparen wollte. Auch ihre Erlebnisse als Tochter eines Vogelschutzbeauftragten waren interessant. Besonders eindrucksvoll war die Erinnerung an einen eiskalten Wintertag, an dem sie ganz allein auf der Nordsee Schlittschuh lief.

Nach der Pause stellte Hanna Dunkel, Autorin aus Kriftel und langjährige Organisatorin der Lesebühne, ihren Roman „Øen“ vor. Das dänische Wort bedeutet „eine Insel“. Die Autorin nahm ihre Zuhörer mit an die Strände Bornholms. Ihr Roman erzählt von dem deutschen Polizist Lars Lerchenberger, der sich von einem traumatischen Erlebnis erholen möchte. Doch dann erfährt er, dass der Maler Hendrik Hansen sein leiblicher Vater ist und er fünf versteckte Bilder erben soll. Lars begibt sich auf die Suche, auch nach dem unbekannten Teil seiner Familiengeschichte.

Nächste Lesebühne am 6. November

Für den musikalischen Höhepunkt des Abends sorgte der bulgarische, weltbekannte Pianist Georgi Mundrov. Mit fünf Musikstücken und einer Zugabe begeisterte er das Publikum durch sein virtuoses und leidenschaftliches Spiel. Strahlende Gesichter und lang anhaltender Applaus waren der verdiente Lohn für einen gelungenen Abend.

Die nächste Lesebühne des Kulturforums Kriftel findet am 6. November um 20 Uhr am gleichen Ort statt. Dann stellt die Hamburger Autorin Birgit Rabisch ihren neuen Roman „Unser Törn ins Vergessen“ vor. „Es ist ein Logbuch, nicht nur über die Schrecken und Banalitäten des Alltags mit Demenz, sondern mit Metaphern des Wassers, des Meeres und des Segelns auch das poetische Porträt einer beharrlichen Liebe“, kündigt Hanna Dunkel an. Für die musikalische Begleitung sorgt dann Paul Pfeffer mit Gitarre und Gesang.

Kommentare

Der Inhalt dieses Feldes wird nicht öffentlich zugänglich angezeigt.
Sicherheitsprüfung
Diese Frage hat den Zweck zu testen, ob Sie ein menschlicher Benutzer sind und um automatisierten Spam vorzubeugen.
Bild-CAPTCHA
Geben Sie die Zeichen ein, die im Bild gezeigt werden.


X