Ein Raum voller Klang

Jubiläumskonzert des Singkreises der Evangelischen Auferstehungsgemeinde Kriftel

Foto: Stephan Frisch
40 Jahre Singkreis der Evangelischen Auferstehungsgemeinde! Das wurde am 19. April mit einem Konzert in der Kirche gefeiert.
40 Jahre Singkreis der Evangelischen Auferstehungsgemeinde! Das wurde am 19. April mit einem Konzert in der Kirche gefeiert.

hl/pm

Am Sonntag, 19. April, feierte der Singkreis der Evangelischen Auferstehungsgemeinde sein 40. Chorjubiläum. Passend zu einem Geburtstag wurden auch Gäste empfangen: Der Evangelische Kirchenchor Flörsheim und der Chor für neue geistliche Lieder aus Kriftel. In den Reihen des Singkreises sangen zudem noch Mitglieder des Eppsteiner Ensembles Vox Vallis mit.

Der heutige Singkreis hat sich vor 40 Jahren gegründet. Gründungsmitglied Renate Müller schildert die Entstehung des Kreises so, dass es eine Idee war, aus Frauen, die beim Falten und Kuvertieren des Gemeindebriefes fröhliche Lieder trällerten, eine „ordentlich“ singende Gruppe zu machen. Am 18. Februar 1986 trafen sich 24 Sängerinnen und Sänger zum ersten Singabend im Vorraum der Kirche. Die erste Dirigentin war Ursula Neubauer aus Hofheim. Die letzten elf Jahre hat Kristel Neitsov-Mauer den Chor geleitet. Von den Gründungsmitgliedern sind heute noch vier dabei: Renate und Hans Müller sowie Irene und Berthold Haas, die von Pfarrerin Melanie Khalil eine Urkunde erhielten. Die Pfarrerin hatte sich sehr über die Segenswünsche des Singkreises bei ihrer Ordination vor zwei Monaten gefreut und wünschte dem Jubilar weitere erfolgreiche Jahre.

Durch die Jahrzehnte wurde im Singkreis nicht nur zusammen gesungen, sondern auch höhere Ziele erreicht – vierstimmiges Singen mit und ohne Verstärkung anderer Chöre; es wurde sowohl Bach als auch Rutter gesungen. Dabei ist die Geselligkeit nie zu kurz gekommen, das Feiern sowie auch Auftritte bei den Geburtstagen waren immer in der Tagesordnung.

Singen beflügelt

Das Konzert begann mit einem Kanon – „Singen macht Spaß, Singen tut gut!“ Der Titel wurde zum Programm, denn das ganze Konzert war plötzlich getragen von einem freundlichen und beflügelten Geist des lobenden Singens. Es wurden viele „Lieblingslieder“ der Gruppe gesungen, vor allem die Lieder, die den Lebenskreis so schön zusammenfassen, wie der Psalm 139 („Du bist da“) oder ein Lied von Markus Pytlik, das zu jedem Anlass passt – „Alles hat seine Zeit“.

Die Mitglieder des Singkreises durften aber auch einmal zuhören, weil das Ensemble der Schwesterkirche St. Vitus – der Chor für neue geistliche Lieder – den Jubilar-Chor mit drei Liedern begrüßte. „Gib mir die richtigen Worte“, „Singen will ich dir, Gott“ und das altbekannte „Gut, dass wir einander haben“ klangen beschwingt, begleitet von Gitarre, Klavier und Flöte.

Aus der Empore klangen dann vom Singkreis zwei Lieder mit Orgelbegleitung: der Psalm 104 von Dieter Golombek, und eines der schönsten Kirchenlied-Kompositionen überhaupt: „Jesus, bleibet meine Freude“ von Johann Sebastian Bach.

Danach hatte der Gastchor aus Flörsheim das Wort. Ein Wunsch von Clemens Bittlinger: „Sei behütet“, ein rockiger Kanon: „Rock My Soul“ und zum Schluss ein märchenhaftes Lied von Großmeister John Rutter „A Clare Benediction“ rundeten den Gastbeitrag ab.

Der Chor aus Singkreis und Ensemble Vox Vallis sang verschiedene Segenslieder und zum Schluss zusammen mit den Gastchören das überaus flotte und gleichzeitig tiefgehende Loblied, basierend auf Psalm 104: „Lobe den Herrn, meine Seele“. Die Synergie, die daraus entstanden ist, machte die Kirche zu einem vollen Klangraum mit einer unbeschreiblichen Stimmung.

Singen ist bedeutend

Der Vorsitzende der Evangelischen Auferstehungsgemeinde – Thomas Milkowitsch – erinnerte die Zuhörer, welche Tragweite und Bedeutung die Musik in der Gemeinde hat. Zudem sind die Chorsänger als größte ehrenamtliche Gruppe der Gemeinde enorm wichtig: Ostern, Weihnachten oder Erntedank – der Chor ist da und gestaltet die Gottesdienste mit dem gesungenen Lob. Auch die Gemeindefeste sind ohne den Chor nicht denkbar.

Ihre engagierte Arbeit mit dem Chor und die Bedeutung des lobenden Singens fasst Chorleiterin Kristel Neitsov-Mauer wie folgt zusammen: „In dem Lied, das zu dem weltbekanntesten Kirchenlied überhaupt zählt – „Amazing Grace“ – steht: „When we have been there ten thousend years, we have no less days to sing Gods praise“ (dt: „Und wenn wir auch zehntausende Jahre im ewigen Licht verbracht haben, wird es doch keinen Tag gegeben haben, an dem wir weniger Grund hatten, Gott zu loben“). So ist es.“

Alle Gäste, sowohl die Singenden als auch die Hörenden, waren im Anschluss an das Konzert zu einem gemeinsamen Beisammensein im Gemeindehaus eingeladen. Die Stimmung trug bis in die späteren Stunden.

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