„Es läuft gut.“ Diese Rückmeldung hat Franz Jirasek aus den sechs Abteilungen der TuS Kriftel bekommen. Da es auch mit den Finanzen stimmt und die Mitgliederzahl steigt, blickte der Vorsitzende bei der Jahreshauptversammlung zufrieden zurück und auch voraus. Wahlen gab es nicht, auch personell ist Kriftels größter Verein ganz gut aufgestellt und somit auf einem soliden Kurs.
Wobei die Abteilungen schon berichteten, dass sie Trainer, Betreuer, Kampfrichter und andere Helfer immer gebrauchen können. Kein Wunder, denn von den nunmehr rund 2250 Mitgliedern sind 749 Kinder und 238 Jugendliche. Die Turner stellen mit 854 die größte Abteilung, gefolgt von Handball (566), Volleyball (464), Leichtathletik (211), Rhythmischer Sportgymnastik (153) und Tischtennis (141). Auch die Erhöhung der Beiträge zum Jahresbeginn hat laut Jirasek nicht zu größeren Problemen geführt.
Die Sportstätten sind ein wichtiges Thema für den Verein und waren es auch bei der Sitzung. Der Kreis und die Gemeinde stellen die Hallen zur Verfügung, die Schwarzbachhalle geht bei der Sanierung auf die Zielgerade. Durch Spenden der Mainova gibt es zwei neue Anzeigetafeln für Schwarzbach- und Weingartenhalle. Apropos Halle: Jirasek sprach offen die Idee an, sich über eine weitere Sportstätte Gedanken zu machen. Mit einem Fachmann vom Landessportbund hatte die TuS dazu schon Kontakt. Laut dem Vorsitzenden muss der Verein nun erst einmal weitere Hausaufgaben machen, etwa die Bedarfe abfragen und sich auch noch professioneller aufstellen. Hans-Joachim von Kiel ergänzte als Abteilungsleiter der Leichtathleten, auch beim Sportplatz sei eine Sanierung mittelfristig notwendig. Das sei auch für die Schulen wichtig.
Beim Volleyball und Handball indes schnuppern sie schon dauerhaft oder punktuell Bundesligaluft. Die Volleyballer stellen zwei Teilnehmer an der deutschen Meisterschaft, 20 Sportler im Hessen- und einen im Nationalkader. Die Handballer haben zudem jetzt zum 1. Juli eine komplette Spielgemeinschaft mit dem TV Hofheim zur HSG Schwarzbach gebildet. Sie bleiben aber der TuS Kriftel als Abteilung erhalten, das war den Verantwortlichen in diesem Prozess ganz wichtig. Und auch Jirasek betonte während der Versammlung: „Die HSG ist für die Entwicklung des Handballsports ganz wichtig.“
Auch bei den Finanzen führt Kassierer Hans-Jürgen Albert die große TuS-Schiff im ruhigen Fahrwasser und von den Umsätzen wie ein kleines Unternehmen. Und so ist die Suche nach weiteren aktiven Ehrenamtlichen eine Hauptaufgabe für die kommenden Jahre. Um den „TuS-Dampfer“ weiter mit Vollgas durch die Sportgewässer steuern zu können.

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