Drei Zwerge bringen den Saal zum Kochen

Volles Haus bei der Damensitzung des GCC in Gustavsburg und Partylaune schon vor der Sitzung

 

GUSTAVSBURG (ag) – Tolle Partystimmung herrschte schon kurz nach der Saaleröffnung im Gustavsburger Bürgerhaus. Hier hieß es „gebt den Frauen das Kommando“. Nicht nur das die Damen an diesem „Saturday night“ alleine unter sich waren, auch führte eine Frau, Andrea Forg, im Übrigen schon seit 23 Jahren Sitzungspräsidentin beim Gustavsburger Carneval Club 1947 e.V., einmal mehr souverän Regie.
Zwar kostete es Forg am Anfang einige Mühe die Aufmerksamkeit der ausgelassen plaudernden Frauenschar zu erlangen, doch als das Frauenballett „Flower Power“ aus Guntersblum in ihren farbenprächtigen Kostümen über die Bühne wirbelten, hatte die Showtime endgültig begonnen.

 

Schon zur Pause herrschte Hochstimmung im Saal. Mächtig dazu beigetragen hatte das „Heddernheimer Dreigestirn“. Als „ Die drei Zwerge“ brachten Holger Stammer, Rosario Ribando und Luciano Velarid den Saal zum Toben. Der Erfolg der jungen Burschen: eine gute Idee, prächtig umgesetzt und dazu stimmungsgeladene Musik vom Band mit perfekter Playbackmimik. „Das ist Wahnsinn“ von Wolfgang Petry, tönte aus den Lautsprechern, und das war auch die Stimmung im Saal.

In der Pause war allenthalben größtes Lob zu vernehmen. Seit 1991 zelebriert der GCC seine Damensitzungen. „Sie sind immer ausverkauft und die Stimmung ist phänomenal“, schwärmte Hermann Frank, Vorsitzender des Carneval-Clubs, über das Aushängeschild des Vereins. Der gebürtige Bayer, aus Bad Birnbach, bei Passau, hatte dennoch Sorgenfalten im Gesicht, die Technik machte den Karnevalisten im ersten Teil zu schaffen. Rauschende Boxen und Rückkopplungen der Mikros beunruhigten die Techniker hinter der Bühne, im Saal hörte man allerdings wohlwollend darüber hinweg. 
Zu groß war die Abwechslung, so ansprechend das Programm. Rudi Lucas und Guido Heddergott von den Eiskalten Brüdern aus Gonsenheim machten den Gustavsburgern allerdings nicht nur Komplimente, als sie den Ort als „Jurassic Park der Mainzer Vororte“ oder die Damenwelt als „aus der gefühlten Bronzezeit“ bezeichneten.
Andy Ost, bundesweit bekannt aus der Mainzer Fernsehsitzung, hatte seine neuesten Liedparodien parat und erhielt stehende Ovationen. Der „Deutsche Michel“ alias Bernhard Knab, präsentierte einmal mehr rhetorisch gekonnt seine Politik- und Gesellschaftskritik. Der Fraport AG schrieb er ins Stammbuch, dass man zwar mit den Fliegern leben müsse aber: „Nur die gesunde Arbeitskraft erhält die Marktwirtschaft“.
Die Auftritte des Entertainers, Liedermacher, Komponisten und Texter Oliver Mager haben in Gustavsburg bereits Heimspielcharakter, bereits zum achten Mal in Serie stand er auf der Bühne und brachte die Damen zum Singen und Schunkeln. Zu den Klängen von „Azuro“ und „Volare“ gossen das Männerballett „die Scheinheiligen Mönche“ aus Bechtolsheim kräftig Öl ins Feuer.
Orientalisch, gemäß dem Motto der Sitzung, „Vom Orient her – da schweb ein, der Narr – nach Gustavsburg am Rhein“ ging es in den zweiten Teil der Mammutsitzung. Die Tanzformation „Saraab“ aus Reinheim bei Darmstadt präsentierte ein getanztes orientalisches Traumbild, in schimmernden Farben und Figuren. „Armor“ Andreas Heider hatte dann den deftigen Witz zur fortgeschrittenen Stunde parat. Im knappen Miniröckchen verschoss er partnerschaftliche Spitzen.
Frank Böhme hat als „Muttersöhnchen“ seine Paraderolle gefunden. Als Führerscheinanwärter fiel er jedoch, sehr zur Erheiterung des Damenvolkes, erfolgreich durch. Axel Heilmann vom Frankfurter Carneval Verein, mit seinem Vortrag „Dressman“, hatte zusammen mit dem Herrenballett „First Generation“ aus Dienheim die „Late time show“ übernommen. Nach über vier Stunden abwechslungsreicher Unterhaltung spielten die „Zigeuner“ aus Hofheim, mit Hits aus den 80ern zum großen Finale auf. Schluss war danach allerdings für viele Frauen immer noch nicht, die Party, mit der Musikkapelle „Make up – Thomas Killian“ ging noch bis in die frühen Morgenstunden weiter.
Am kommenden Samstag lädt der GCC zur Fremdensitzung. Restkarten, so Frank, sind für Kurzentschlossene noch zu haben.
Noch keine Bewertungen vorhanden


X