verbessert Aufenthaltsqualität am Rathaus
BISCHOFSHEIM (pm/ih) - Die Gemeindeverwaltung hat einen „Verkehrsberuhigten Bereich“ auf der Schulstraße probeweise zum 1. Juli installiert. Damit folgt sie einem Antrag der GALB/ Bündnis 90/Die Grünen, im Bereich zwischen Bahnhofstraße und Rheinstraße dieses moderne Mobilitätskonzept umzusetzen. In dieser Zone ist Schrittgeschwindigkeit Pflicht. Alle Verkehrsteilnehmer sind gleichberechtigt, aber sollten gegenseitig aufeinander Rücksicht nehmen.
„Wir müssen versuchen von einer autogerechten zu einer menschengerechten Gemeinde zu werden“, zitiert GALB-Fraktionsmitglied Isabelle Hummel aus den Forderungen, die bereits die Grünen in Frankfurt sehr erfolgreich umgesetzt haben. Die Übertragbarkeit auf Bischofsheim ist durchaus gegeben, denn hier ist in der Vergangenheit recht wenig passiert. Während das „Spielstraßen“-Schild in angrenzenden Gemeinden wie Trebur bereits zum Standard gehört, ist es hier nur im Neubaugebiet an der Hans-Dorr-Allee sichtbar.
Erreicht werden soll dadurch eine bessere Nutzbarkeit des öffentlichen Raumes für alle Bürger. Die baulichen Gegebenheiten um den Palazzo und das Rathaus – ohne Bürgersteige und mit nur eingezeichneten Parkräumen – bieten beste Voraussetzungen und halten die Kosten äußerst gering bei wenigen Hundert Euro. Natürlich soll keine Verteufelung des Autos stattfinden, sondern nur die Interessen aller Bürger abgewogen werden.
Schon häufiger gab es auch Beschwerden von Bürgern, dass die Sicherheitssituation der Kinder und auch die der älteren, gehbehinderten Personen im Umfeld der Eisdiele und Palazzo unzumutbar sei. „Dass hier noch nichts passiert ist, grenzt an ein Wunder“, so eine Anwohnerin. Jetzt kurz vor Beginn des neuen Schuljahres ist es auch wichtig, den Schulweg im Sinne der jungen ABC-Schützen sicherer zu gestalten.
Umfangreicher Durchgangsverkehr nimmt teilweise nicht viel Rücksicht auf die erkleckliche Anzahl von Müttern mit Kindern oder älteren Personen, die per pedes oder mit dem Drahtesel die Bücherei besuchen und anschließend ein Eis schlecken wollen. „Auch die Aufenthaltsqualität muss für die Bürger in Bischofsheim erhalten bleiben, sonst fallen wir bei den Angeboten für eventuell zuziehende Familien gegenüber anderen Gemeinden wie etwa in Rheinland-Pfalz zurück“, führt Isabelle Hummel aus.
„Wir wollen versuchen, diesen ersten Schritt in ein Gesamtverkehrskonzept mit Anbindung der Fuß- und Radwege an den Damm und weiter Richtung Bürgerhaus auszubauen. Dafür hoffen wir vornehmlich mit der SPD sowie den anderen Parteien weiterzuarbeiten“, so das grüne Mitglied des Sport-, Sozial- und Kulturausschusses.
Auch im Rahmen des Freiflächenkonzeptes Projekt „Soziale Stadt“ wurden zahlreiche Bürgervorschläge ausgearbeitet, die ebenfalls an eine Verkehrsberuhigung im Projektgebiet anknüpfen. So kommt die Gemeindeverwaltung in Zusammenarbeit mit der Gemeindevertretung den Wünschen der Bürger - Bischofsheim als eine zukunftsfähige Gemeinde zu erhalten - nach. Dieses Projekt steht nach der Sommerpause zur weiteren Entscheidung an.
Die Gemeinde kann derzeit aus Landesmitteln noch einen erheblichen Zuschuss zu straßenbaulichen Maßnahmen erhalten.
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