Sommerkonzert zeigt Bandbreite der Ensembles

Mehr als 700 Gäste erleben musikalischen Schuljahresabschluss am Graf-Stauffenberg-Gymnasium

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Es war ein Abend, an dem sichtbar wurde, wie breit die musikalische Arbeit am Graf-Stauffenberg-Gymnasium aufgestellt ist. Beim Sommerkonzert präsentierten Schülerinnen und Schüler der Klassen 7 bis 13 gemeinsam mit Lehrkräften, Eltern und Ehemaligen ein Programm, das von klassischer Musik über Filmmusik bis zu Pop und Big-Band-Sound reichte. Mehr als 700 Gäste kamen in die voll besetzte Aula.

Schulleiter Klaus Hartwich begrüßte das Publikum und zeigte sich sichtlich erfreut über die große Resonanz. „Auch wenn ich Sie wegen der Scheinwerfer kaum sehen kann: Ich weiß, der Saal ist richtig voll“, sagte er. Das freue vor allem die jungen Musikerinnen und Musiker, die ein Schuljahr lang geprobt, geübt und ihr Können erweitert hätten. Nachdem wenige Tage zuvor bereits die jüngeren Jahrgänge beim kleinen Sommerkonzert in der Schulaula ihr Können gezeigt hatten, standen nun die älteren Schülerinnen und Schüler im Mittelpunkt.

Es wurde ein Abend mit Tempo, wechselnden Klangfarben und spürbarer Freude am gemeinsamen Musizieren. Die Symphonics eröffneten mit Corellis „Gavotte“ konzentriert und sicher. Später zeigten sie mit Musik aus „Aladdin“, wie selbstverständlich klassische Orchesterarbeit und Filmmusik an diesem Abend nebeneinanderstanden.

Der Chor brachte mit „Mamma Mia“, „I Want It That Way“ und „Africa“ bekannte Titel auf die Bühne, die beim Publikum sofort Wiedererkennung auslösten. Die Big Band setzte mit Musik aus „Moana“, „Hooked On A Feeling“ und „Valerie“ schwungvolle Akzente. Gerade hier wurde deutlich, wie sicher die Schülerinnen und Schüler inzwischen mit Rhythmus, Einsätzen und Bühnenpräsenz umgehen. Das Orchester spannte den Bogen von Gallo bis Mozart und setzte mit „Grease!“ einen lebendigen Akzent in seinem Programmteil.

Auch die Pop-Folk-Formation fügte sich überzeugend in den Abend ein. Mit Ed Sheerans „I See Fire“, „Iris“ und „Don’t Speak“ brachte sie einen moderneren, direkteren Klang auf die Bühne – näher an der Musik, die viele Jugendliche selbst hören. Musikalische Breite gepaart mit besonderer Nähe zum Publikum.

Einen eigenen Akzent setzte der Eltern-Lehrkräfte-Ehemaligen-Chor, kurz ELEC. Mit „Hakuna Matata“ und „Mercy“ zeigte das Ensemble, dass Musik am Graf-Stauffenberg-Gymnasium nicht mit den Klassenstufen endet. Erwachsene, ehemalige Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte standen hier gemeinsam auf der Bühne, als ein sichtbares Zeichen dafür, dass die musikalische Arbeit weit über den Unterricht hinauswirkt.

Deutlich wurde an diesem Abend auch, wie viel Organisation hinter einem solchen Konzert steckt. Rund 200 Mitwirkende mussten koordiniert, Auftritte vorbereitet, Umbauten geplant und technische Abläufe abgestimmt werden. Hartwich sprach deshalb von einer „logistischen Meisterleistung“. Man habe gesehen, „mit welcher Leidenschaft und Freude“ musiziert werde, sagte er. Hinter diesem Abend stecke „unfassbar viel Üben“.

Dass das Konzert trotz der vielen Wechsel reibungslos verlief, hatte viel mit der musikalischen Leiterin Katrin Pons zu tun. Sie übernahm die Gesamtleitung des Abends, leitete das Orchester und verantwortete gemeinsam mit Dominik Plachta die Pop-Folk-Formation. Außerdem führte sie zusammen mit Wiebke Vella den Eltern-Lehrkräfte-Ehemaligen-Chor. Damit war Pons an mehreren zentralen Stellen des Konzerts beteiligt.

Gewürdigt wurden außerdem Vellas Chorarbeit mit dem ELEC, Bernhard Frank für die Big Band und die Technik-AG, Dominik Plachta für Symphonics und Pop-Folk sowie Lilit Di Tavi-Danieljan für die Symphonics. Miriam Schröer unterstützte das Konzert als Korrepetitorin und begleitete musikalisch. Auch die Technik-AG trug im Hintergrund entscheidend dazu bei, dass die vielen Auftritte technisch sauber ineinandergriffen und auch die passenden Lichteffekte saßen.

Zum Abschluss vereinten sich alle Ensembles bei Bob Marleys „One Love“. Nach einem Abend mit vielen Stilrichtungen, wechselnden Besetzungen und großem Engagement war das mehr als nur ein Schlussstück. Es wurde zum gemeinsamen musikalischen Zeichen für das, was dieses Konzert ausmachte: viele Beteiligte, ein voller Saal und eine Schule, in der Musik sichtbar gelebt wird.

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