1.399 Teams, 30 Nationen, 4.764 Spiele und 121.304 Tore: Das ist der Partille-Cup, das größte Handballturnier der Welt in Göteborg. Weitere Zahlen gefällig? Fast 50 Spieler, fünf Teams und 13 Betreuer, dann 31 Spiele und einige 100 Tore: Das ist der Anteil der neuen Handball-Spielgemeinschaft HSG Schwarzbach an dem großen Spektakel in der Stadt an der Westküste Schwedens. Denn nach einigen Jahren Pause haben die Hallensportler wieder die weite 16-Stunden-Reise auf sich genommen und waren ein bunter und teils auch stimmungsgewaltiger Teil der großen weltweiten Handballer-Familie.
Junge Spieler, teils junge und erfahrene Betreuer machten den Partille-Cup zum großen Spaß-Fest mit allem, was dazu gehört: Sport auf mehr als 50 Spielfeldern, Klassenfahrt-Gefühl in der Unterkunft in den Räumen einer Schule, Unterhaltung durch verschiedene Aufgaben wie Nationen-Selfies sammeln oder Theaterspiel, einem Teamgeist, der die Jugend wieder ein Stück weiter zusammengeschweißt hat, und sogar einer der eigens „komponierten“ HSG-Hymne. Und als i-Tüpfelchen war die HSG sogar noch am großen Finaltag bei einigen Tausend Zuschauern mit einem Team vertreten. Die weibliche C-Jugend hatte die A-Finals erreicht und hatte sich am Vortag sogar durch einen Sieg in der Verlängerung per Golden Goal für das Viertelfinale qualifiziert. Dort war nach großem Kampf und lautstarker Unterstützung der Fangemeinde mit Megafon und Trommel zwar Endstation, aber die prima Stimmung in der Schwarzbach-Familie konnte das nicht trüben. Mit vielen neuen Eindrücken und dem Gedanken, gerne nächstes Jahr wiederkommen zu wollen, ging’s in den Bus und ab nach Hause.
Und so konnte „Reiseleiter“ Mika Weiner nach einer Woche eine sehr positive Bilanz ziehen: „Ich bin sehr zufrieden, dass die Woche reibungslos gelaufen ist. Und dass alle so mitgezogen haben: Jugendliche und Betreuer. Es hat sich gelohnt und war ein besonderes Erlebnis für alle.“ Er absolviert das Freiwillige Soziale Jahr im Handballverein und hat als Projekt die Organisation der Partille-Fahrt übernommen. Und die HSG hat tatsächlich fünf Teams an den Start gebracht, aus Deutschland hatten nur drei Vereine mehr Mannschaften dabei, darunter auch Nachbar TSG Münster.
Partille, das ist ein hochprofessionell organisiertes Turnier an drei Standorten, mit allein 22 Feldern im Herzen von Göteborg, dort vier Centre Courts mit Tribünen für einige Tausend Zuschauer. Partille, das ist auch eine Eröffnungsfeier mit dem Einzug aller Nationen, viel Musik und Multivision in der 14000-Plätze-Arena Skandinavium. Und es ist eine fröhliche Party für alle Trainer und Betreuer, die teils ihren eigenen Urlaub opfern, um hier ehrenamtlich für ihre Clubs Jugendliche zu betreuen. Die Vereine von der TuS Kriftel und dem TV Hofheim, die seit dem 1. Juli die Handball-Spielgemeinschaft Schwarzbach bilden, haben die Aktion gerne unterstützt. Denn in Sachen Teambuilding kann das ein wichtiger Baustein sein. Das Orgateam dankt zudem an Helfern und Sponsoren, ohne die eine solche Fahrt nicht möglich gewesen wäre.
Für alle Jahrgänge war es die Abschlussfahrt der vergangenen Saison. Unter meist anderen Betreuern gingen die weibliche C- und B-Jugend sowie die männliche C-, B- und A-Jugend für Schwarzbach an den Start. Fünf Spiele standen ihnen in ihren Gruppen bevor, dabei ging es höchst international zu mit Begegnungen gegen Teams von Gastgeber Schweden, aus Dänemark, Norwegen, Island, dann auch Kroatien, der Türkei und sogar Chile. So haben die jungen HSG-Sportler viele Erfahrungen und manches Erfolgserlebnis gesammelt. Am Abschlussabend erlebten sie alle noch den Sieg der deutschen U16-Juniorinnen-Nationalmannschaft beim Länderturnier mit.
Besonders groß war der Jubel, wenn der spezielle HSG-Spielzug „Falscher Hase“ geklappt hat und sie damit selbst die ausgebufften Skandinavier verblüffen konnten. Am Ende schafften es beide Teams der weiblichen Jugend sogar in die A-Finals, die C-Jugend kam durch einen Sieg sogar in den Abschlusstag. Bei den Jungs ging’s in die B-Runde, allerdings war dort auch gegen sehr, sehr starke Teams Endstation. In den Endrunden war auch der HSG-Schiedsrichter Philipp noch im Einsatz, der insgesamt 33 Spiele mit wechselnden Gespannpartnern bei Partille pfiff. So verging die erste Ferienwoche für die Jugendlichen im fernen Schweden wie im Fluge. Und mit einem ersten Nachhol-Schlaf auf der Bus-Heimreise. Vielleicht mit süßen Träumen von Partille 2027….




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