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Zwei neue Boote für den Ruderverein

„Adam Munk“ und „Main-Sprinter“ / Ruderer von Wirbelschleppe erfasst

FLÖRSHEIM (drh) – „Wenn der Verein einen neuen Zweier kauft, bezahle ich ein weiteres Boot“, so lautete der Deal, den Bootswart Rudolf Axthelm im vergangenen Jahr dem Ruderverein vorgeschlagen hatte. Der Ruderverein ließ sich bereitwillig auf die außergewöhnliche Bedingung ein, nutzte die Chance und ließ beim Anrudern am Sonntagnachmittag somit gleich zwei neue Boote taufen. „Mit den Neuanschaffungen halten wir unseren Bootsbestand aktuell“, meinte Vorsitzender Ludger Schader. Der Verein kaufte einen gut erhaltenen gebrauchten Zweier für 5.800 Euro und Rudolf Axthelm bezahlte daraufhin einen neuen Doppelzweier in ähnlicher Preiskategorie. Axthelm sorgte persönlich für den Transport des neuen Bootes und fuhr sogar nach Tschechien, um den Neubau mit dem großen Bootsanhänger des Vereins persönlich abzuholen. Beide Boote sollen dem Sportbetrieb dienen.

 

Das vom Verein finanzierte Boot durfte Rudolf Axthelm auf den Namen „Main-Sprinter“ taufen, möchte der Verein doch sein stetes Bestreben nach Leistung darstellen. Das vom Bootswart spendierte neue Rennboot trägt den Namen des Vereinsidols Adam Munk. Adam Munk hätte das Boot selbst taufen sollen, konnte aus gesundheitlichen Gründen jedoch nicht anwesend sein. Der 85-Jährige gehört seit 70 Jahren dem Ruderverein an und ist bis ins hohe Alter ein aktiver Ruderer auf dem Main. „Wer sonst könnte ein schöneres Beispiel für den Rudersport geben“, lobte der Vorsitzende Ludger Schader. Das neue Boot soll eine Verbindung zwischen den jungen Leistungssportlern und den treuen, älteren Vereinsmitgliedern darstellen.
Der Verein hatte große Umbauten am Vereinsheim geplant, doch die vom Architekten veranschlagte Umbausumme von 150.000 Euro wurde durch eingeholte Angebote fast um das Doppelte übertroffen. „Das ist für unseren Verein zu viel, zumal es auch immer weniger Zuschüsse gibt“, gesteht Schader, der im April mit seinen Bauausschusskollegen nach Alternativen schauen möchte.
Zudem beschäftigt ein Wirbelschleppenvorfall der vergangenen Tage den Verein. Die Freizeitruderer Claudia Seidenfaden und Michael Diehl waren beim Sport auf dem Main von einer Flugzeugwirbelschleppe erfasst worden und in Bedrängnis geraten. „Nicht auszudenken, was passiert wäre, wenn dies Kinderruderern beim Training passiert wäre“, meinte Schader. Schon die beiden Erwachsenen hatten vor Schreck die Ruder aus den Händen fallen lassen, peitschten die Verwirbelungen ihnen doch das eiskalte Wasser ins Gesicht. Im Training seien die Trainer der Kinder und Jugendlichen zwar stets in der Nähe, dennoch bleibe es gefährlich. Von Fraport oder einer anderen Institution hätte es bislang keinerlei Reaktion gegeben, doch möchte sich der Verein auch von rechtlicher Seite absichern, um für eventuell weitere Vorkommnisse gewappnet zu sein.
Dessen ungeachtet laufen bereits die Vorbereitungen für den Drachenbootcup, interessierte Mannschaften können sich ab sofort beim Verein anmelden. Das Spektakel findet am 1. September statt.
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