Sieg im Herzschlagfinale gesichert

Damen der HSG Hochheim/Wicker besiegen VfR Wiesbaden/Frankfurt

pm

Welch ein Krimi! Die Handballdamen der HSG Hochheim/Wicker haben sich in der Bezirksoberliga Wiesbaden/Frankfurt in einem bis zur letzten Sekunde spannenden Duell bei VfR/Eintracht Wiesbaden mit 25:24 (14:14) durchgesetzt. In einer Partie mit zahlreichen Führungswechseln bewies die HSG vor allem eines: Nervenstärke. Selbst als Wiesbaden immer wieder zurück- und in der Schlussphase noch einmal bis auf ein Tor herankam, behielt die HSG die Oberhand.

Dabei erwischten die Wiesbadnerinnen zunächst den besseren Start und führten bereits nach 27 Sekunden mit 1:0. Die HSG ließ sich davon allerdings nicht beeindrucken. Giulia Budija sorgte schnell für den Ausgleich, und nach dem erneuten Rückstand blieb Hochheim/Wicker geduldig. Cora Schneider und Sina Dubravcic trafen und brachten die Gäste in Führung. Als Julia Pakula anschließend auf 5:3 erhöhte, hatte die HSG das Spiel zunächst unter Kontrolle.

Doch Wiesbaden schlug zurück. Innerhalb weniger Minuten drehten die Gastgeberinnen die Partie und gingen mit 6:5 in Führung. Hochheim/Wicker blieb jedoch dran. Es entwickelte sich ein echtes Hin und Her. Wiesbaden setzte sich zwischenzeitlich auf 9:7 ab, doch die HSG antwortete mit drei Treffern in Folge. Rebecca Simon und Guilia Budija sorgten für den 9:9-Ausgleich. Auch in den letzten Minuten bis zur Pause wechselte die Führung mehrfach. Schließlich ging man mit ausgeglichen Resultat von 14:14 in die Halbzeit.

HSG kommt stark aus der Pause

Nach dem Seitenwechsel legte Hochheim/Wicker sofort nach. Julia Pakula traf zum 15:14, wenig später erhöhte Isabelle Kittles auf 16:14. Die HSG hatte nun ihre stärkste Phase und zwang den VfR/Eintracht erneut dazu, einem Rückstand hinterherzulaufen.

Doch auch diesmal blieb die Gastgebermannschaft hartnäckig und konnten zum 17:17 ausgleichen. Die Partie blieb eng, doch Hochheim/Wicker fand immer wieder Antworten. Alice Richter, Julia Pakula und Cora Schneider hielten die HSG in Führung. In der 45. Minute hatte sich Hochheim/Wicker beim 20:23 erstmals einen kleinen Vorsprung erarbeitet.

Was anschließend folgte, war nichts für schwache Nerven: Rebecca Simon brachte die HSG in der 50. Minute mit 24:21 nach vorne und legte nur wenige Sekunden später zum 25:21 nach. Vier Tore Vorsprung – eigentlich eine komfortable Ausgangslage für die Schlussphase. Doch Wiesbaden gab sich nicht geschlagen. Die Gastgeberinnen verkürzten zunächst auf 22:25 und anschließend auf 23:25. Die HSG hingegen verwarf einen "Matchball" nach dem anderen. Klarste Einwurfchancen wurden liegen gelassen.

In der letzten Minute bekam die HSG sogar noch einmal die Möglichkeit, mit einem Siebenmeter für die endgültige Entscheidung zu sorgen. Doch der Ball wollte nicht ins Tor und plötzlich waren die Wiesbadener wieder im Spiel. 59:40 Minuten waren gespielt, als der Ball zum 24:25 im HSG-Tor unterbracht wurde. Nur noch ein Tor trennte beide Mannschaften. Doch die HSG spielte die verbleibende Zeit souverän herunter und brachte so den 25:24 Auswärtserfolg ins Ziel!

25:24 – ein Sieg, der am Ende vor allem eines war: hart erarbeitet. Für die HSG Hochheim/Wicker bleiben zwei Punkte aus einem echten Handball-Krimi – und die Erkenntnis, dass sich Einsatz, mannschaftliche Geschlossenheit und Nervenstärke bis zur letzten Sekunde auszahlen. Mit 3:3 Punkten belegt das Team aktuell Tabellenplatz 4.

Weiter geht’s am 17. Oktober um 15 Uhr gegen die HSG Sindlingen/Zeilsheim in der Wickerer Goldbornhalle. Die Damen freuen sich wie immer über lautstarke Unterstützung handballbegeisterter Fans!

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