Am Samstag, 4. April, ist die letzte Gelegenheit sich die Ausstellung in der Galerie im Nassauer Hof anzuschauen und selbst künstlerisch tätig zu werden. Die Ausstellung wurde am 20. März eröffnet. Die Worte „zwischen Bäumen“ im Titel drücken aus, dass es sich um das Thema Wald handelt. Jeder Mensch verbindet eine eigene Vorstellung mit dem Begriff „Wald“. Für viele bedeutet es Ruhe, Erholung, Durchatmen, Inspiration. So haben Kurse zum „Waldbaden“ immer stärkeren Zulauf. Aber Wald sind nicht nur Bäume, hier sind kleine Lebewesen, Pflanzen, filigrane Figuren, auch Menschen, die um den Wald kämpfen. Sieben Künstler zeigen in der Ausstellung ihre Interpretation von Wald.
Clara Schuster ist gut bekannt in Hattersheim. Neben ihrer künstlerischen Tätigkeit bietet sie regelmäßig Zeichen- und Malereiworkshops an. Sie ist die Sprecherin des Arbeitskreises Kunst im Hattersheimer KulturForum. Carla Schuster ist mit ihrer Arbeit „Besetzung und Räumung (2020), Dannenröder Forst“ in der Ausstellung vertreten.
Roland Meyer-Petzold war 1981 Mitgründer der Gemeinschaft ATELIER Römerberg e. V., Wiesbaden. Lange Zeit war er als Kunstpädagoge tätig. Er ist mit sieben Arbeiten in der Ausstellung vertreten. Weiter findet man Werke von Andreas Koridass, der als Bildhauer, Fotograf, Grafik-Designer, und Zeichner in Mainz lebt und arbeitet.
Die Heimat für die aus Niedersachsen stammende Elisabeth Springer-Heinze ist nun Wiesbaden. Als Lieblingsmaterial für ihre künstlerischen Werke benutzt sie gerne Papier des täglichen Gebrauchs. Neben zwei weiteren Werken ist ein Papierabformungs-Objekt mit dem Titel „Bewegtes Blau“ in der Ausstellung zu bewundern. Die Künstlerin und Kunstpädagogin Ingrid Schiller kommt ebenfalls aus Wiesbaden. Sie hat drei Linolschnitte für die Ausstellung ausgewählt. Von Bärbel Zühlke-Schinzler hängt ihre Ölmalerei „Brandenburg“ in der Ausstellung.
Ruth Ohlig-Kiesel lebt in Taunusstein und ist seit 1998 freischaffende Künstlerin. Sie interessiert sich vor allem für organische Naturmaterialien – Pflanzenteile, Fundstücke und Fragmente. Im Atelier werden diese Materialien gesichtet, vereinzelt und in neue Zusammenhänge überführt. Fünf ihrer Kunstwerke kann man sich in der Ausstellung ansehen und dadurch einen ungewöhnlichen Blick auf den Wald erlangen.
Zwischen den ausgestellten Arbeiten der Künstlerinnen und Künstler entstehen neue Kunstwerke durch die Aktionen, die samstags von 15 bis 17 Uhr stattfanden und noch stattfinden und zu denen alle eingeladen sind. Am 21. März war das Interesse sehr groß. Es wurden mit der Gelliplatte Abdrucke von Naturmaterialien gemacht. Etwa 50 Menschen folgten der Einladung. Einige ließen ihre Arbeiten in der Galerie, so dass auch spätere Besucher sie noch bewundern konnten. 20 Interessierte ließen sich am Samstag, 28. März, inspirieren und brachten den Frühling zu Papier. Carla Schuster gab Tipps und Anregungen zum Malen von Ästen oder Blüten. Die meisten Gäste wollten ihre Arbeiten mit nach Hause nehmen.
Für den 4. April ist es vorgesehen, Collagen herzustellen. „Aus unterschiedlichen Papieren entstehen vielschichtige Wälder“, ist in der Einladung vermerkt. Nina Chambre wird diese Aktion leiten. Auf jeden Fall ist ein Besuch in der Galerie im Nassauer Hof lohnend, sei es, um ein eigenes Kunstwerk mitzunehmen oder einfach, um die vielfältigen Werke zu genießen.


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