Mehr E-Tankstellen sollen kommen

Ausschuss für Umwelt, Bauen und Verkehr tagte unter besonderen Pandemiebedingungen

Große Abstände und permanentes Maskentragen in einem kühl durchlüfteten Saal: Die Corona-Pandemie macht auch vor dem Ausschuss UBV nicht Halt.

Ausschuss für Umwelt, Bauen und Verkehr tagte unter besonderen Pandemiebedingungen

Die sich verschärfende Pandemielage im Main-Taunus-Kreis war auch bei der Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Bauen und Verkehr am vergangenen Dienstag deutlich wahrnehmbar. Erstmals mussten die Ausschussmitglieder auch sitzend auf ihren Plätzen noch durchgehend einen Mund-Nasen-Schutz tragen. An den einzelnen Tischen waren Mikrofone aufgestellt, damit man bei Redebeiträgen nicht hin und her laufen muss und trotz Maske möglichst klar und deutlich verstanden werden kann. Und schließlich wurde, trotz nun herbstlich-kühler Temperaturen am Abend, stets für eine ausreichende Durchlüftung im Okrifteler Haus der Vereine gesorgt.

In der Praxis bedeutete dies: Nicht alle Redebeiträge waren immer klar und deutlich zu verstehen. Maske über Mund und Nase, gepaart mit einer schützenden Plastiktüte über dem Mikrofon - das kann natürlich kein Fest für audiophile Genießer werden. Und im Laufe der etwa 80-minütigen Sitzung wurde es im Saal auch immer kühler; manch einer griff bei fortschreitender Dauer zu Jacke und Kopfbedeckung. Aber was soll man auch machen: Während einer Pandemie gehen Maßnahmen zum Infektionsschutz nun einmal vor, und das aus sehr gutem Grund. Zumutbar und praktikabel waren die Rahmenbedingungen allemal, man machte gemeinschaftlich das Beste daraus.

Förderung von E-Mobilität

Die koalierenden Fraktionen von CDU, FWG und FDP stellten einen gemeinsamen Antrag bezüglich des Ausbaus von E-Tankstellen. Demnach soll der Magistrat prüfen, ob seitens der regionalen Energiebetriebe weitere Ökostrom-Tankstellen im Hattersheimer Stadtgebiet installiert werden können.

Die Koalition begründete ihren Antrag mit dem Willen zum Umstieg auf ein Mehr an E-Mobilität. Zu deren Förderung erachtet man eine zunehmende Anzahl an E-Tankstellen im öffentlich zugänglichen Bereich für hilfreich. Erhebliche Investitionen seien notwendig, um die von der Bundesregierung angestrebte Verkehrswende herbeizuführen. Und da es sich dabei nicht um eine kommunale Aufgabe handelt, sollte man den Versuch unternehmen, die Energieversorger aus der Region zum Ausbau des E-Tankstellennetzes in Hattersheim zu bewegen.

Der SPD-Fraktionsvorsitzende Dr. Marek Meyer begegnete dem Antrag positiv und regte zusätzlich an, auf die Tankstellenbetreiber im Stadtgebiet zuzugehen und zu fragen, ob diese auch weitere entsprechende Ladesäulen aufstellen könnten.

Winfried Pohl, Fraktionsvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen, stellte fest, dass man diesen Antrag ausdrücklich begrüße. Jedoch habe man auch Zweifel an der Bereitschaft der Energiebetriebe. In der Vergangenheit hätten diese zwar vereinzelt Muster-E-Tankstellen aufgestellt, sich mittlerweile aber weitestgehend aus diesem Geschäft zurückgezogen. Deshalb plädiere seine Fraktion dafür, den Antrag um die Formulierung "und/oder weitere Anbieter" zu erweitern. Man könne sich gut vorstellen, dass einzelne Geschäfte solche Stationen anbieten. Beispielsweise bieten manche Supermärkte solche Dienste in Form von Schnellladestationen bereits an, und das kostenlos während der Einkaufszeit.

Die Koalition zeigte sich mit dieser Abänderung ihres Antrags einverstanden, der Antrag wurde seitens der Mitglieder des Ausschusses UBV schließlich einstimmig befürwortet.

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