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Wettschießen in blau-weißer Tradition

SG Okriftel lud zu ihrem alljährlichen Schützen-Oktoberfest – Stefan Müller wird Bürgerschützenkönig, CCM gewinnt Pokalschießen der Vereine

Die bestgekleidetsten Besucher des Oktoberfestes der Schützengesellschaft Okriftel und die Jury, die darüber entschieden hat: Christa Fassl, Axel Knauber, Peter Wesp, Anna Lena Schreiber, Karl Heinz Spengler, Melanie Huhler und Jochen Fassl (v.l.).
(Foto: A. Kreusch)

OKRIFTEL (ak) – Am Samstagabend, 29. September, kurz nach 18 Uhr verkündeten es drei Böllerschüsse dem ganzen Ort: Der diesjährige Bürgerschützenkönig und seine beiden Ritter stand fest. Den Titel errang unter den 31 beteiligten Schützen Stefan Müller mit 10,8 Punkten. Zu seinen Rittern wurden nach einem spannenden Stechen die zuvor mit 10,7 Punkten gleichauf liegenden Melanie Caspari (im Stechen mit 9 Punkten) und Karl Heinz Spengler (im Stechen mit 8 Punkten), erhoben.

Auch in diesem Jahr fand der Schieß-Wettbewerb um den Titel des Bürgerschützenkönigs im Rahmen eines zünftigen Oktoberfestes im Schützenhaus am Mühlgrabenweg statt, bei dem ab 10 Uhr morgens gegessen, getrunken und geschossen werden konnte. Die Schützengesellschaft Okriftel (SGO) hatte dafür wieder süffiges Festbier vom Fass, leckere gegrillte Haxen, feine Weißwürste und heißen Fleischkäse serviert, dazu nach Wahl Sauerkraut, Brot oder Brezeln. Am Nachmittag gab es Kaffee und von den Schützenfrauen hausgebackene Kuchen; die vielen Gäste waren also gut versorgt.

Das Pokalschießen der Vereine stand in diesem Jahr ebenfalls wieder auf dem Programm des Schützen-Oktoberfestes. Diesmal hatte es eine ganz besondere Bedeutung: In den beiden Vorjahren hatte jeweils der FC Germania Okriftel den Wanderpokal erringen können. Ob er dieses Jahr ebenfalls – und dann für immer! – in die Hände der Fußballer überreicht werden würde, hielt den Schieß-Eifer der übrigen beteiligten Schützen des Carneval Clubs Mainperle (CCM), der Geschichtsfreunde Okriftel und des Radfahrerklubs Wanderlust auf einem hohen Niveau. Als es in den nachmittäglichen „Endspurt“ ging, wurden von einigen Wettkämpfern schnell noch mehr Schießkarten gekauft – schließlich wurden für jeden Verein die drei besten Ergebnisse ihrer Schützen gewertet und man konnte mit weiteren Schüssen das Vereinsergebnis ja vielleicht noch verbessern. Vielleicht waren sich die Germania-Schützen in diesem Jahr zu sicher, den großen Pokal endlich für immer in ihr Vereinsheim am Wäldchen mitnehmen zu dürfen, vielleicht kämpften die anderen Vereine, gerade um dies zu verhindern, doch ein bisschen mehr als sonst. Das Ergebnis war am Ende ein vierter Platz für die Fußballer, ein dritter für die Geschichtsfreunde, ein zweiter für die Radfahrer und stolze Sieger waren die Schützen des CCM.

Schon zur beliebten Tradition gehört es beim Oktoberfest der SGO, dass nicht nur geschossen wird, sondern im Idealfall dazu auch in „angemessener“ Oktoberfest-Kleidung angetreten wird. Unter den zünftig gekleideten Gästen werden dann jeweils das „feschste Dirndl“ und die „knackigste Lederhosen“ von einer Jury ausgewählt und mit Preisen bedacht. In diesem Jahr kürten der ehemalige CCM-Vorsitzende Axel Knauber, Erster Stadtrat Karl Heinz Spengler und der ehemalige Erste Vorsitzende der SGO, Jochen Fassl, Anna Lena Schreibers Outfit zum „feschsten Dirndl“, in der „knackigsten Lederhosen“ war Peter Wesp zum Schützen-Oktoberfest gekommen. Neben großen Lebekuchenherzen mit den gerade erworbenen Titeln konnte das „Dirndl“ ein Oktoberfest-Paket mit Obatzter, Weißwürsten und Knackwürsten als Gewinn mit nach Hause nehmen, der „Bua“ durfte sich über eine 2-Liter-Flasche Oktoberfest-Märzen freuen. Melanie Huhler und Christa Fassl durften sich wegen ihrer zum Oktoberfest so gut passenden Outfits immerhin noch jeweils über eine Flasche Sekt freuen.
 

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